Interview

Deswegen kommt der Allgäu-Airport gut durch die Corona-Krise

Kleine Flughäfen kommen durch Corona ins Straucheln. Stabil in der Branche hält sich dagegen der Flughafen Memmingen. Der Geschäftsführer des Flughafens, Ralf Schmid, macht im Interview dafür ganz bestimmte Gründe aus.

B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN: Wie hat die Corona-Krise den Allgäu Airport beeinflusst? 

Ralf Schmid: Die Corona-Krise macht eine Planung der zu erwartenden Passagiere und des zur Verfügung stehenden Angebots nicht mehr möglich. Der Flughafen muss kurzfristig auf Nachfrageschwankungen reagieren. Dies führt unter anderem zu angepassten Schichtplänen, zeitweise auch zu Kurzarbeit. Aber vor allem zu einem reduzierten Flugangebot. Die Corona-Pandemie erfordert Flexibilität und kurzfristiges Krisenmanagement durch Anpassung an sich dauernd verändernde Gegebenheiten.

Mit welcher Strategie konnte der Allgäu Airport die Krise bislang so gut überstehen?

Durch die breite Fächerung an Flugzielen aus Memmingen mit unterschiedlichsten Kundengruppen. Wir bedienen etwa Urlauber, Pendler nach Osteuropa und Verwandtenbesuche oder Geschäftsreisende. Durch die unterschiedlichsten Einreiserestriktionen war der Flughafen jedoch nicht auf allen Strecken gleich stark von den Restriktionen betroffen. Flughäfen wie Leipzig, Bremen, aber auch Nürnberg konnten wir aufgrund unserer Diversifikation seit Beginn der Krise aber hinter uns lassen.

Ist Memmingen überhaupt noch ein „kleiner“ Flughafen? 

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Der Flughafen Memmingen hat inzwischen mit über 50 Flugzielen – vor Corona – eine beachtliche Größe erreicht. Man kann ihn somit nicht mehr unbedingt zu den kleinen Flughäfen in Deutschland zählen. Mit Platz 14 unter den deutschen Flughäfen und 1,72 Millionen Passagieren in 2019 konnten wir mehr Passagiere als zum Beispiel die Flughäfen Karlsruhe / Baden-Baden, Dresden, Münster - Osnabrück, Hahn, Weeze und einige andere begrüßen.  

Wie sehr beeinträchtigen die aktuellen Reisewarnungen den Flugverkehr?

Reisewarnungen beeinträchtigen vor allem den Urlaubsverkehr. So sind die Verbindungen nach Spanien aufgrund der Reisewarnung erheblich stärker in den letzten Wochen zurückgegangen als zum Beispiel Destinationen in Italien. Osteuropa zeigt sich dabei grundsätzlich stabiler als Westeuropa bei der Reiseaktivität. 

Was sind die Pläne für nach der Krise? 

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Die Krise wird die Branche verändern. Damit aber auch die Vorzeichen umkehren. Die Branche wird noch sensibler im Bereich der Kosten werden, einen Bereich in dem wir bereits vor der Krise hervorragend aufgestellt waren. Dies beweist sich in der aktuellen Situation als Vorteil. Für uns gilt es, sich weiter zu diversifizieren. Zum Beispiel im Bereich Immobilienentwicklung, jedoch auch dabei unserem Geschäftsmodell treu zu bleiben. Das heißt wir setzen weiterhin auf nachhaltiges Wachstum im Einklang mit der am Markt bestehenden Nachfrage. Dabei werden wir weiterhin mit unseren Partnern auf Effizienz bauen, um mit den Ressourcen, wo im Luftverkehr möglich, stets optimal umzugehen.

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Durch die breite Fächerung an Flugzielen aus Memmingen mit unterschiedlichsten Kundengruppen. Wir bedienen etwa Urlauber, Pendler nach Osteuropa und Verwandtenbesuche oder Geschäftsreisende. Durch die unterschiedlichsten Einreiserestriktionen war der Flughafen jedoch nicht auf allen Strecken gleich stark von den Restriktionen betroffen. Flughäfen wie Leipzig, Bremen, aber auch Nürnberg konnten wir aufgrund unserer Diversifikation seit Beginn der Krise aber hinter uns lassen.

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Reisewarnungen beeinträchtigen vor allem den Urlaubsverkehr. So sind die Verbindungen nach Spanien aufgrund der Reisewarnung erheblich stärker in den letzten Wochen zurückgegangen als zum Beispiel Destinationen in Italien. Osteuropa zeigt sich dabei grundsätzlich stabiler als Westeuropa bei der Reiseaktivität. 

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