Rück- und Ausblick

BBG Gruppe plant Investitionen im Jubiläumsjahr

Neben Standardmodellen verkauften sich 2018 komplette Anlagen gut. Foto: BBG GmbH & Co. KG
Der Werkzeug-, Maschinen- und Anlagenbauer BBG feiert 2019 sein 20-jähriges Bestehen. Wie zufrieden das Unternehme aus 2018 kommt und welche Ziele es sich für das laufenden Geschäftsjahr gesteckt hat.

Die BBG Gruppe erzielte 2018 einen Gesamtumsatz in Höhe von rund 27 Millionen Euro. Wie erwartet lagen die gesamten Erlöse unter dem Rekordwert des erfolgreichen Vorjahres (30 Millionen Euro). Der größte Anteil des Umsatzes wurde in Asien erwirtschaftet.

Inländische Kunden trugen rund 18 Prozent bei, der Anteil von Abnehmern aus dem restlichen Europa betrug 11 Prozent. Die NAFTA-Staaten USA, Kanada und Mexiko steuerten 32 Prozent bei, Asien 39 Prozent. Während BBG in China deutliche Umsatzrückgänge verzeichnete, war das Wachstum in Nordamerika außerordentlich stark. Die Umsätze im Inland und im restlichen Europa verhielten sich stabil.

Höchste Erlöse durch Automobilbau

Während 2018 die Tochtergesellschaften in China und in den USA nahezu ausschließlich im Werkzeugbau tätig waren, trug dieser Geschäftsbereich in Deutschland 57 Prozent zum Umsatz bei. Der Schwerpunkt lag auf Schäumwerkzeugen für die Automobilbranche. Daneben wurden Werkzeuge für die Massenfertigung anspruchsvoller Composite-Bauteile für Anwendungen in der Automobil- und Flugzeugindustrie gefertigt. Die anderen 43 Prozent der Erlöse stammten aus dem Maschinen- und Anlagenbau. Neben Standardmodellen der BBG-Formenträgersysteme verkauften sich komplette Anlagen einschließlich Absaugkabine und Werkzeugwechselsystem gut. Auch die gemeinsam mit Hennecke entwickelte Polyurethan-Hochdruckdosiermaschine zum Glasumguss wurde lebhaft nachgefragt. Der Großteil aller Erlöse stammt von Kunden aus dem Automobilbau: Abnehmer aus dieser Branche sind für 95 Prozent aller Umsätze verantwortlich.

BBG will 2019 in Maschinen investieren

Ebenso wie mit dem Umsatz zeigt sich BBG mit dem Ergebnis zufrieden. Daher kann aus dem Gewinn ein wichtiger Teil der für 2019 vorgesehenen Investitionen finanziert werden. Geplant ist unter anderem die Anschaffung von drei Fräszentren im Wert von rund 2,5 Millionen Euro. Bestimmt sind sie für die Standorte in Deutschland – zur Modernisierung – und in den USA, wo die Kapazitäten ausgebaut werden. In Mindelheim wird in Kürze außerdem eine neue Logistikhalle fertiggestellt.

USA und China – „Viele Kunden sind verunsichert“

Der geschäftsführende Gesellschafter Hans Brandner erwartet für 2019 einen stabilen Umsatz. Allerdings rechnet er im laufenden Jahr mit einem zurückhaltenden Auftragseingang: „Viele Kunden sind verunsichert durch die immer weniger verlässlichen internationalen Rahmenbedingungen. Das betrifft insbesondere die Handels- und Wirtschaftspolitik der USA mit Forderungen nach ‚America first‘.“ Aber auch in China würden chinesische Abnehmer Maschinen verstärkt bei inländischen Anbietern kaufen. Gleichzeitig sei dort mit einem Rückgang der Automobilverkäufe zu rechnen, wodurch der Markt schrumpfe.

Zusätzliche Kunden will BBG vor allem mit Werkzeugen und Formenträgersystemen für das Verarbeiten von Composites gewinnen. Deshalb will das Unternehmen dieses Jahr auch auf der JEC World in Paris ausstellen.

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Inländische Kunden trugen rund 18 Prozent bei, der Anteil von Abnehmern aus dem restlichen Europa betrug 11 Prozent. Die NAFTA-Staaten USA, Kanada und Mexiko steuerten 32 Prozent bei, Asien 39 Prozent. Während BBG in China deutliche Umsatzrückgänge verzeichnete, war das Wachstum in Nordamerika außerordentlich stark. Die Umsätze im Inland und im restlichen Europa verhielten sich stabil.

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