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Zum zweiten Mal ist der Mindelheimer Werkzeug-, Maschinen- und Anlagenbauer BBG als einer der besten Werkzeugbauer Deutschlands nominiert worden. Beim Wettbewerb „Excellence in Production“ schaffte er es erneut unter die besten drei in der Kategorie „Externer Werkzeugbau unter 50 Mitarbeiter“. Knapp die Hälfte der 100 Mitarbeiter in Mindelheim sind im Werkzeugbau von BBG beschäftigt. Der Sieger wird bei der Preisverleihung am 18. November verkündet, die in diesem Jahr erstmals online stattfindet.
Veranstaltet wird „Excellence in Production“ vom Werkzeugmaschinenlabor WZL der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) und dem Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie, beide mit Sitz in Aachen. An dem seit 2003 jährlich ausgetragenen Wettbewerb beteiligen sich regelmäßig rund 300 Fachbetriebe und unternehmensinterne Abteilungen, die in vier unterschiedlichen Kategorien antreten.
Hans Brandner: Auszeichnung ist positives Signal
Die Nominierung sieht Hans Brandner, geschäftsführender Gesellschafter von BBG, als Anerkennung für die Qualität, Kompetenz und Innovationskraft seines Unternehmens. Zugleich sei sie ein willkommenes positives Signal angesichts der Herausforderungen, die die Corona-Krise mit sich bringt. Denn viele Unternehmen aus den klassischen Kundenbranchen Automobilbau und Luftfahrtindustrie haben mit wirtschaftlichen Problemen zu kämpfen. BBG hat die vergangenen Monate daher genutzt, um sich zusätzliche Kundenkreise zu erschließen und neue Produkte zu entwickeln, beispielsweise Anlagen zur Fertigung von Wasserstofftanks. Zugute kommt dem Unternehmen darüber hinaus, dass es über Tochtergesellschaften in den USA sowie in Asien verfügt, da insbesondere in China die Wirtschaft wieder anzieht. Außerdem hat BBG in drei neue Fräs-Bearbeitungszentren investiert, mit denen man jetzt auch für externe Interessenten Metallbauteile bis 15 Tonnen bearbeiten kann. „Grob zerspanen können wir Werkstücke mit Größen bis zu 3,5 Meter Länge, bei hochgenauen Teilen mit filigranen Konturen sind es sogar 4 Meter“, erklärt Geschäftsführer Hans Brandner. Die mit fünf Simultanachsen beziehungsweise sechs gesteuerten Achsen ausgestatteten Maschinen ermöglichen eine wirtschaftliche Fertigung geometrisch anspruchsvoller Bauteile.
Corona-Krise trübt Geschäft ein
„Zwar sind wir bei verschiedenen interessanten Aufträgen in fortgeschrittenen Verhandlungen“, sagt Brandner, „aber wegen der Corona-Krise dauern diese länger als gewohnt, weshalb wir uns in Geduld üben müssen.“ Angesichts Reisebeschränkungen und ausfallender Messen sei es momentan schwierig, neue Kontakte anzubahnen. Dabei sei mitunter Improvisationsfähigkeit gefragt. So habe man den kanadischen Interessenten an einer BBG-Anlage zur Kunststoffverarbeitung wegen des Einreiseverbotes nicht besuchen können. Die Gespräche werden stattdessen online geführt, „auch wenn das wichtige persönliche Gespräch mit seinen Zwischentönen dabei zu kurz kommt“, so der Geschäftsführer. Einen Besuch werde man aber baldmöglichst nachholen.