Interview

Baufritz: „Nachhaltigkeit ist wichtiger denn je“

Baufritz-Geschäftsführerin Dagmar Fritz-Kramer verrät im Interview weshalb sie das Unternehmen gerne als „Öko-Dinosaurier“ bezeichnet und welches Ziel Baufritz bis 2025 im Bezug auf „Zero Waste“ erreichen möchte.

B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN: Wie wichtig bewerten Sie das Thema Naturschutz/ Nachhaltigkeit?

Dagmar Fritz-Kramer: Die Themen Naturschutz und Nachhaltigkeit sind wichtiger denn je. Bei Baufritz haben wir uns vor Jahrzehnten der Philosophie „Gut für Mensch und Natur“ verschrieben und forschen seitdem kontinuierlich in alle Richtungen. Seit jeher wollen wir zeigen, wie sich nachhaltiges Wirtschaften – fest verankert in der Unternehmenskultur – funktionieren kann.

Wie wichtig ist es Ihrem Unternehmen, die Natur zu schützen?

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Dieser Wert ist in unsere Firmen-DNA verankert. Sich dem Thema Naturschutz zu verschreiben bedarf einer klaren Philosophie und festen Überzeugungen. Für mich gibt es keine halbe Nachhaltigkeit. Ich nenne uns gerne auch die „Öko-Dinosaurier“ – da wir bereits nachhaltig und umweltfreundliche Häuser gebaut haben, als grüne Themen in der Gesellschaft noch belächelt wurden.

Wie schützen Sie persönlich die Natur?

Wir investieren in hauseigene Klimaschutzwälder in Erkheim und in Mexiko, wo wir regelmäßig Bäume pflanzen. Mit jedem unserer Häuser speichern wir langfristig bis zu 50 Tonnen CO2 und leisten damit einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz. Und was auch wichtig ist: Unsere Häuser können nach der Nutzungsphase vollständig in den Naturkreislauf zurückgeführt werden. Auf unseren Produktions- und Firmengebäuden haben wir Photovoltaikanlagen, mit denen wir rund 40 Prozent der benötigten Energie selbst produzieren. Eines unserer definierten Unternehmensziele ist das Thema Müll: Bis 2025 wollen wir es geschafft haben „Zero Waste“ zu produzieren.

Welche Maßnahmen können Unternehmen ergreifen?

Die Maßnahmen sind so individuell wie die Unternehmen selbst. Das fängt bei „Speichern statt Drucken“ an und geht sogar so weit, vermeidliche Abfallstoffe zu Wertstoffen zu machen. Denkt man wirklich nachhaltig ökologisch, macht man sich Gedanken zu Ressourcenschonung, effizientem Materialeinsatz, effizienter sowie energiesparender Produktionskette und vielem mehr - eigentlich doch alles Dinge, die nicht unbedingt Kosten erzeugen, sondern reduzieren. Hier ist definitiv Kreativität gefragt.

Sind bei Ihnen im Unternehmen weitere Projekte in diese Richtung geplant?

Die Verantwortung für die Natur ist für uns der Motor für ständige Verbesserung. Ganz aktuell arbeiten wir daran, den CO2-Verbrauch unseres gesamten Fuhrparks weiter zu reduzieren. Nachhaltigkeit ist ein stetiger Prozess – alles schriftlich fixiert in unserer jährlich erscheinenden Umwelterklärung.

Welche Maßnahmen braucht es seitens der Politik?

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Die proklamierten Klimaschutzziele der Bundesregierung sind im Baugewerbe nur mit einer gezielten und wesentlich verbesserten Förderung nachhaltiger, wohngesunder Gebäude erreichbar. Gebäude, welche nachweislich den CO2-Ausstoß verringern oder sogar ein CO2-Guthaben erzeugen, sollten erkennbar besser gefördert werden. Die aktuellen Fördermittel basieren leider nur auf der Energieeffizienz eines Gebäudes sowie auf der technischen Ausstattung – sie berücksichtigen nicht die nachhaltige und klimaschützende Bauweise. Die Lösung sind Gebäude aus nachwachsenden Natur-Rohstoffen und -Baumaterialien, welche wieder in den Naturkreislauf zurückgeführt oder sortenrein recycelt werden können.

Wie kann der Normalbürger zum Natur-/ Artenschutz beitragen?

Ganz grundsätzlich geht es darum, dass nicht jeder alle Möglichkeiten in Perfektion ausführt – auch wenn das natürlich wünschenswert wäre – sondern vielmehr darum, dass jeder seinen eigenen Teil beiträgt. Greifen Sie zum Beispiel zu losem Obst und Gemüse und versuchen Sie im Privatleben den Plastikeinsatz zu reduzieren. Auch hier sind die Möglichkeiten riesengroß. Beim Hausbau ist beispielsweise schon die Entscheidung für ein Holzhaus eine Möglichkeit. Hier kann bei der Planung die Schaffung von Lebensräumen für die Tierwelt berücksichtigt werden. Als Tipp: Seid kreativ und legt einfach los!

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Wie schützen Sie persönlich die Natur?

Wir investieren in hauseigene Klimaschutzwälder in Erkheim und in Mexiko, wo wir regelmäßig Bäume pflanzen. Mit jedem unserer Häuser speichern wir langfristig bis zu 50 Tonnen CO2 und leisten damit einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz. Und was auch wichtig ist: Unsere Häuser können nach der Nutzungsphase vollständig in den Naturkreislauf zurückgeführt werden. Auf unseren Produktions- und Firmengebäuden haben wir Photovoltaikanlagen, mit denen wir rund 40 Prozent der benötigten Energie selbst produzieren. Eines unserer definierten Unternehmensziele ist das Thema Müll: Bis 2025 wollen wir es geschafft haben „Zero Waste“ zu produzieren.

Welche Maßnahmen können Unternehmen ergreifen?

Die Maßnahmen sind so individuell wie die Unternehmen selbst. Das fängt bei „Speichern statt Drucken“ an und geht sogar so weit, vermeidliche Abfallstoffe zu Wertstoffen zu machen. Denkt man wirklich nachhaltig ökologisch, macht man sich Gedanken zu Ressourcenschonung, effizientem Materialeinsatz, effizienter sowie energiesparender Produktionskette und vielem mehr - eigentlich doch alles Dinge, die nicht unbedingt Kosten erzeugen, sondern reduzieren. Hier ist definitiv Kreativität gefragt.

Sind bei Ihnen im Unternehmen weitere Projekte in diese Richtung geplant?

Die Verantwortung für die Natur ist für uns der Motor für ständige Verbesserung. Ganz aktuell arbeiten wir daran, den CO2-Verbrauch unseres gesamten Fuhrparks weiter zu reduzieren. Nachhaltigkeit ist ein stetiger Prozess – alles schriftlich fixiert in unserer jährlich erscheinenden Umwelterklärung.

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Wie kann der Normalbürger zum Natur-/ Artenschutz beitragen?

Ganz grundsätzlich geht es darum, dass nicht jeder alle Möglichkeiten in Perfektion ausführt – auch wenn das natürlich wünschenswert wäre – sondern vielmehr darum, dass jeder seinen eigenen Teil beiträgt. Greifen Sie zum Beispiel zu losem Obst und Gemüse und versuchen Sie im Privatleben den Plastikeinsatz zu reduzieren. Auch hier sind die Möglichkeiten riesengroß. Beim Hausbau ist beispielsweise schon die Entscheidung für ein Holzhaus eine Möglichkeit. Hier kann bei der Planung die Schaffung von Lebensräumen für die Tierwelt berücksichtigt werden. Als Tipp: Seid kreativ und legt einfach los!

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