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LEW Verteilnetz (LVN) baut das Umspannwerk in Woringen im Unterallgäu aus. Der Betreiber des regionalen Stromverteilnetzes errichtet dafür einen neuen Transformator mit einer Leistung von 350 Megavoltampere sowie ein zusätzliches Schaltfeld. Das Umspannwerk verbindet das Hochspannungsnetz der LVN mit dem überregionalen Übertragungsnetz von Amprion. Vor allem die wachsende Menge an regional erzeugtem Strom aus erneuerbaren Energien soll davon profitieren. Das Umspannwerk kann dafür den Strom aufnehmen, zwischen den Spannungsebenen umwandeln und in das Übertragungsnetz von Amprion einspeisen. Die LVN investiert rund 25 Millionen Euro in das Projekt.
Der neue Transformator wiegt rund 400 Tonnen. Für seine Aufstellung errichtet die LVN derzeit die notwendigen Fundamente. Dazu gehört eine rund 14 Meter breite und 24 Meter lange Trafowanne aus Stahlbeton. Parallel dazu entstehen die Fertigteilfundamente für die neue Schaltanlage, die den Transformator und die ankommenden Stromleitungen mit der Sammelschiene verbindet. Diese soll als Verteilerknoten innerhalb des Umspannwerks dienen. Die Anlage wird auf einer bisher freien Reservefläche des Umspannwerks gebaut. Nach dem Abschluss der Fundamentarbeiten sollen die Stahlteile aufgestellt werden, gefolgt von neuer Steuerungs- und Überwachungstechnik.
Die Erweiterung des Umspannwerks wurde bereits bei dessen Bau im Jahr 2017 berücksichtigt. Laut LVN werden neue Anlagen grundsätzlich so geplant, dass spätere Erweiterungen möglich sind. „Das ist auch in Woringen der Fall“, erklärt Andreas Liebau, Projektleiter der LVN.
Die Bauarbeiten sollen bis zur geplanten Inbetriebnahme Ende 2027 dauern. Die Lieferung des neuen Transformators ist für das zweite Quartal 2027 vorgesehen. Er soll mit der Bahn direkt auf das Gelände des Umspannwerks transportiert werden. Die Stromversorgung soll während der gesamten Bauzeit gewährleistet sein. Für Stromkunden sollen die Arbeiten daher keine Auswirkungen haben.