Corona-Krise

ZF Friedrichshafen: Umgang mit Corona und Bilanz für 2019

Die ZF Friedrichshafen AG hat ihre im Sommer 2019 angepassten Ziele für das Gesamtjahr erreicht. Trotzdem lag der Konzernumsatz leicht unter dem Vorjahreswert. Wie außerdem mit dem Corona-Virus umgegangen wird.

„In diesen Tagen erleben wir, wie die Märkte gewissermaßen über Nacht aus den Fugen geraten sind“, sagte der Vorsitzende des Vorstands von ZF, Wolf-Henning Scheider, am 26. März in Friedrichshafen. „Wir bei ZF haben schnell und entschieden auf die Ausbreitung des Corona-Virus reagiert und die Interessen der Mitarbeiter bestmöglich mit denen des Unternehmens in Einklang gebracht. Wir wollen den ZF-Weg gemeinsam gehen, indem wir Beschäftigung und Einkommen überall dort sichern, wo die dafür notwendigen Instrumente vorhanden sind. Damit übernehmen wir soziale Verantwortung und leisten einen Beitrag, um die Gesundheit der Mitarbeiter zu schützen und die für alle Unternehmen volatile wirtschaftliche Situation zu stabilisieren.“

Kurzzeitarbeit und Herunterfahren von Produktion und Verwaltung


ZF hat in der vergangenen Woche mit der Arbeitnehmervertretung in Deutschland eine Vereinbarung getroffen, die das Einführen von Kurzarbeit und das kontrollierte Herunterfahren von Produktion und Verwaltung ermöglicht. Während der Kurzarbeitsphasen wird das Nettoeinkommen der Tarifbeschäftigten durch einen zusätzlichen Beitrag des Unternehmens auf einem hohen Niveau abgesichert. Diese Regelung gilt für alle deutschen Standorte, die nun – den Ankündigungen der Kunden folgend – die Produktionspausen individuell umsetzen. Das Unternehmen strebt ähnliche Regelungen auch an seinen internationalen Standorten an, wenn dies dort möglich ist.

Der ZF-Chef bleibe zuversichtlich

Scheider betonte, dass ZF auch in dieser ernsten Situation zuversichtlich bleibe und sich darauf vorbereite, die Werke in Europa und den USA nach dem Stopp wieder hochzufahren. In Asien sei die Produktion bereits wieder angelaufen. „Wir stehen unseren Kunden und Lieferanten weiter als zuverlässiger Geschäftspartner zur Seite – und unterstützen sie, wenn sie uns brauchen“, erklärt der ZF-Chef.

Die Bilanz-Zahlen bei ZF


Der Umsatz des ZF-Konzerns lag 2019 mit 36,5 Milliarden Euro unter dem Vorjahreswert. 2018 betrug der Umsatz bei ZF 36,9 Milliarden Euro. „Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung und die besonderen Herausforderungen der Transformation haben unser Geschäft im vergangenen Jahr spürbar beeinflusst“, erläuterte Scheider. „Gleichwohl haben wir mehrere volumenstarke Aufträge gewonnen, etwa für die nächste Generation unseres hybridfähigen 8-Gang-Automatgetriebes sowie für Elektroantriebe für Pkw und Busse.“

Das bereinigte EBIT lag bei 1,5 Milliarden Euro, ein Jahr zuvor waren es 2,1 Milliarden Euro. Die bereinigte EBIT-Marge ging auf 4,1 Prozent zurück, während es 2018 5,6 Prozent waren. Das Ergebnis ist geprägt durch gestiegene Ausgaben für Forschung und Entwicklung sowie den Aufbau neuer Standorte für Zukunftstechnologien, etwa für die Produktion von Elektroantrieben in Deutschland, Serbien und China.

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Scheider betonte, dass ZF auch in dieser ernsten Situation zuversichtlich bleibe und sich darauf vorbereite, die Werke in Europa und den USA nach dem Stopp wieder hochzufahren. In Asien sei die Produktion bereits wieder angelaufen. „Wir stehen unseren Kunden und Lieferanten weiter als zuverlässiger Geschäftspartner zur Seite – und unterstützen sie, wenn sie uns brauchen“, erklärt der ZF-Chef.

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Das bereinigte EBIT lag bei 1,5 Milliarden Euro, ein Jahr zuvor waren es 2,1 Milliarden Euro. Die bereinigte EBIT-Marge ging auf 4,1 Prozent zurück, während es 2018 5,6 Prozent waren. Das Ergebnis ist geprägt durch gestiegene Ausgaben für Forschung und Entwicklung sowie den Aufbau neuer Standorte für Zukunftstechnologien, etwa für die Produktion von Elektroantrieben in Deutschland, Serbien und China.

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