Ausblick

KUKAs Plan nach Corona: die Zukunft des Robotikunternehmens

Peter Mohnen, CEO der KUKA AG. Foto: KUKA Group
Der Augsburger Automatisierungs-Experte KUKA präsentierte seine Geschäftszahlen – und seine Pläne, für die Zeit nach Corona.

„Wir spüren die Auswirkungen wie andere Unternehmen auch“, bestätigte KUKA-CEO Peter Mohnen. Während sich in China die Situation langsam bessert, sind die Standorte in Europa und Amerika massiv betroffen. Schichten wurden weiter gefasst, Arbeitsplätze sind weiter von einander entfernt, die Sozialräume und die Kantine haben geschlossen. Wo möglich wurden Mitarbeiter ins Homeoffice geschickt. Standorte in Italien sind komplett geschlossen, Büros in Malaysia ebenfalls sowie das in Michigan (USA). Wichtiger denn je sei daher Flexibilität. KUKA prüfe derzeit in Augsburg, ob Kurzarbeit eine Option ist. Am Standort sind 3.500 Mitarbeiter beschäftigt. Konzernweit sei das Ziel, keinen Mitarbeiter durch die Corona-Krise zu verlieren.

KUKAs Kernbereiche der Zukunft

Auch Kündigungen anderer Art schlossen die Verantwortlichen aus. 2019 wurden 350 Stellen abgebaut. Für das laufende Jahr sei das nicht geplant. Dafür kündigte KUKA an, in den kommenden drei Jahren 500 Millionen Euro in Forschung & Entwicklung zu investieren. Über die Hälfte fließt laut Peter Mohnen in die Robotik. Den Fokus legt das Unternehmen dabei auf die drei Bereiche Logistik, Automatisierung und Healthcare. Aber auch Software sowie online und digitale Services seien wichtige Zukunftsfelder. Mit diesen Bereichen plant KUKA „für die Zeit nach Corona gerüstet zu sein“.

KUKA „zurück in der Spur“?

Gut aufgestellt sieht sich das Unternehmen dafür auch durch das abgelaufene Geschäftsjahr. KUKA sei „zurück in der Spur“ und „stabil“, so Mohnen. Das Ergebnis sei deutlich verbessert worden. Als Beispiel nannten er und CFO Andreas Pabst den Free Cashflow, der sich seit 2015 wieder im positiven Bereich befindet und den EBIT: Das Ergebnis vor Steuern lag 2019 bei 47,8 Millionen Euro nach 34,3 Millionen Euro im Jahr zuvor. Mohnen bezeichnete 2019 als ein „Jahr des Umbruchs“. Dennoch: Die Auftragseingänge gingen um 3,5 Prozent zurück, die Umsatzerlöse sanken um 1,5 Prozent. Das wirtschaftliche Umfeld war besonders in den Bereichen Automotive und Electronics sowie in den Regionen Europa und China angespannt. Daher gingen Auftragseingang und Umsatz des Augsburger Automatisierungsspezialisten besonders zurück.

Rund 15 Prozent weniger Aufträge aus China

Das zeigte sich vor allem auch in China. Hier sanken die Auftragseingänge um 14,8 Prozent. „China ist nach wie vor der größte Robotermarkt weltweit“, betonte Mohnen dennoch. Der Absatz solle weiter erhöht werden, die Marktanteile ausgebaut. „Die Partnerschaft mit Midea hilft uns.“ Ein zweiter Standort nahe des Hausgeräte-Herstellers werde zudem aufgebaut. Außerdem soll die Produktion in China ausgebaut und neue Produkte vor Ort gefertigt werden. Als Grund für die Rückgänge nannte Mohnen die zurückhaltende Haltung vieler Kunden. Gleichzeitig erklärte er, dass durch die Corona-Krise vielerorts nun auf Automatisierungs-Lösungen gesetzt werden würde. KUKA erwarte für 2020 ein weiterhin schwieriges Marktfeld – in allen Regionen.

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Auch Kündigungen anderer Art schlossen die Verantwortlichen aus. 2019 wurden 350 Stellen abgebaut. Für das laufende Jahr sei das nicht geplant. Dafür kündigte KUKA an, in den kommenden drei Jahren 500 Millionen Euro in Forschung & Entwicklung zu investieren. Über die Hälfte fließt laut Peter Mohnen in die Robotik. Den Fokus legt das Unternehmen dabei auf die drei Bereiche Logistik, Automatisierung und Healthcare. Aber auch Software sowie online und digitale Services seien wichtige Zukunftsfelder. Mit diesen Bereichen plant KUKA „für die Zeit nach Corona gerüstet zu sein“.

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Rund 15 Prozent weniger Aufträge aus China

Das zeigte sich vor allem auch in China. Hier sanken die Auftragseingänge um 14,8 Prozent. „China ist nach wie vor der größte Robotermarkt weltweit“, betonte Mohnen dennoch. Der Absatz solle weiter erhöht werden, die Marktanteile ausgebaut. „Die Partnerschaft mit Midea hilft uns.“ Ein zweiter Standort nahe des Hausgeräte-Herstellers werde zudem aufgebaut. Außerdem soll die Produktion in China ausgebaut und neue Produkte vor Ort gefertigt werden. Als Grund für die Rückgänge nannte Mohnen die zurückhaltende Haltung vieler Kunden. Gleichzeitig erklärte er, dass durch die Corona-Krise vielerorts nun auf Automatisierungs-Lösungen gesetzt werden würde. KUKA erwarte für 2020 ein weiterhin schwieriges Marktfeld – in allen Regionen.

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