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ZF Friedrichshafen rutscht in rote Zahlen
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Absatzkrise der Automobilindustrie

ZF Friedrichshafen rutscht in rote Zahlen

 Das ZF-Forum am Standort Friedrichshafen. Foto: ZF Friedrichshafen AG
Das ZF-Forum am Standort Friedrichshafen. Foto: ZF Friedrichshafen AG

Durch die Corona-Absturzkrise des Automarkts rutscht der drittgrößte deutsche Autozulieferer ZF Friedrichshafen in die Verlustzone.  Der Konzern rechnet nicht mit einer schnellen Erholung.

Angesichts der durch die Pandemie bedingten Nachfrageeinbrüche und des zeitweisen Produktionsstillstands in der Automobilbranche lagen die Kennzahlen von ZF im ersten Halbjahr 2020 deutlich unter den Werten des Vorjahreszeitraums.

Im ersten Halbjahr 2020 sank der Umsatz von ZF um 27 Prozent auf 13,5 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte. Operativ belief sich der Verlust auf 177 Millionen Euro. Die operative Marge betrug damit minus 1,3 Prozent nach 3,5 Prozent im Vorjahreszeitraum. Das Nettoergebnis betrug im ersten Halbjahr 2020 minus 911 Millionen Euro. Die Produktion soll nun überall kontinuierlich hochgefahren werden, erklärte der Vorsitzende des Vorstands der ZF Friedrichshafen AG, Wolf-Henning Scheider.

Trotz des negativen Ergebnisses im ersten Halbjahr steuere das Unternehmen im Gesamtjahr jedoch auf ein noch positives bereinigtes Ergebnis vor Steuern und Zinsen zu und erwarte einen positiven bereinigten Free Cashflow. Diese Ziele seien jedoch sehr ambitioniert und angesichts der volatilen wirtschaftlichen Situation mit erheblichen Risiken behaftet, führte Finanzvorstand Sauer aus.

Diese Maßnahmen ergreift ZF

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Um diese Ziele zu erreichen setzt ZF auf strukturelle Veränderungen und Kostensenkungsmaßnahmen. Vor wenigen Tagen hat ZF bekannt gegeben, zum 1. Januar 2021 eine neue Division aus den bisherigen Divisionen Pkw-Antriebstechnik und E-Mobility zu gründen. Wolf-Henning Scheider: „Die Corona-Krise hat einen spürbaren Beschleunigungseffekt auf die Transformation der Autoindustrie, denn wir erwarten, dass die Elektrifizierung jetzt noch schneller kommt..“ Einen weiteren Impuls erwartet der ZF-Chef von der am 29. Mai vollzogenen Akquisition des Nutzfahrzeugbremsenherstellers WABCO. Dieser wurde als neue Division Commercial Vehicle Control Systems in das Unternehmen eingegliedert.

Stellenabbau

Zudem baut ZF weltweit gezielt Kapazitäten ab. In Deutschland hat das Unternehmen dazu den „Tarifvertrag Transformation“ mit der Arbeitnehmervertretung und den Gewerkschaften geschlossen. Er sieht vor, dass ZF bis Ende 2022 keine betriebsbedingten Kündigungen ausspricht und keine Standorte in Deutschland schließt. Im Gegenzug erhält das Unternehmen die Möglichkeit, die Arbeitszeiten von Tarifmitarbeitern um bis zu 20 Prozent zu reduzieren und gezielt Abfindungs- und Altersteilzeitpakete in Deutschland anzubieten. Seit Mitte des vergangenen Jahres hat ZF weltweit 5.300 Stellen abgebaut, davon allein 3.800 seit Jahresbeginn.

Ausblick auf das zweite Halbjahr

Für das zweite Halbjahr erwarte ZF ein weiterhin sehr heterogenes Marktumfeld. „Europa zeigt im Moment zwar Erholungstendenzen, ist aufgrund des nachlassenden Exports von Fahrzeugen und strengerer Emissionsvorgaben in den nächsten Jahren aber die wohl kritischste Region“, sagte ZF-Chef Scheider. Sehr unsicher sei aufgrund der gegenwärtig sehr hohen Covid-19-Infektionszahlen die weitere Entwicklung auf dem amerikanischen Kontinent. „China und Asien entwickeln sich aktuell am vielversprechendsten. Das Geschäft dort kommt sehr stark zurück und hilft uns, unsere Umsätze wieder zu steigern.“

ZF erwartet keine schnelle Erholung des Marktes 

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Insgesamt bleibt die Lage der Weltwirtschaft angespannt. ZF erwartet keine Erholung des Marktes auf das Niveau von 2019 in den nächsten drei Jahren. Angesichts dieser langsamen Erholung werde ZF sich an die neuen Gegebenheiten anpassen, um die Ergebnissituation nachhaltig zu verbessern. Scheider betonte: „Das ist entscheidend, um weiter in Zukunftstechnologien wie Elektromobilität und neue Mobilitätsangebote zu investieren, Aufträge zu gewinnen und die finanzielle Unabhängigkeit für die Zukunft weiter zu stärken.“

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