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Wie ist ZF Friedrichshafen ins Geschäftsjahr 2026 gestartet?
Quartalszahlen

Wie ist ZF Friedrichshafen ins Geschäftsjahr 2026 gestartet?

ZF Friedrichshafen hat die Zahlen für das erste Quartal 2026 veröffentlicht. Foto: ZF Friedrichshafen
ZF Friedrichshafen hat die Zahlen für das erste Quartal 2026 veröffentlicht. Foto: ZF Friedrichshafen

Das erste Quartal 2026 ist für ZF Friedrichshafen besser gelaufen als im Vorjahr. ZF sieht Fortschritte bei seiner Restrukturierung – ist aber noch nicht angekommen.

„Wir arbeiten weiterhin mit hoher Priorität an Effizienz, Kostenstrukturen und finanzieller Robustheit, um ZF in einem herausfordernden Marktumfeld nachhaltig zu positionieren“, sagt Finanzvorstand Michael Frick. Dies zeigen die Zahlen des ersten Quartals 2026 daran, dass das bereinigte EBIT sich fast verdoppelt hat, während der Umsatz leicht gesunken ist. ZF Friedrichshafen spricht von einem „soliden ersten Quartal“. ZF befindet sich gerade in einem umfangreichen Restrukturierungsprozess.

Finanzkennzahlen von ZF für das erste Quartal 2026

Das bereinigte EBIT hat sich im ersten Quartal 2026 nun auf 446 Millionen Euro nahezu verdoppelt. Im ersten Quartal 2025 lag es noch bei 233 Millionen Euro. Gleichzeitig ist der Umsatz von 9,6 auf 9,4 Milliarden Euro gesunken (minus zwei Prozent). ZF weist darauf hin, dass der Umsatz, bereinigt um Effekte aus Umrechnungskursen und Zu- und Verkäufen, allerdings um drei Prozent gestiegen ist. Aufgrund des gestiegenen EBITs bei leicht gesunkenem Umsatz hat sich die EBIT-Marge von 2,4 auf 4,7 Prozent fast verdoppelt.

Der bereinigte Free Cashflow, also wie viel Barmittel das Unternehmen zur Verfügung hat, ist jedoch um 40 Millionen Euro gesunken – auf 316 Millionen. ZF begründet dies damit, dass mehr Bargeld im Tagesgeschäft gebunden wurde, also mit einem gestiegenen Net Working Capital.

Gleichzeitig konnte ZF seine Schulden von Ende 2025 auf Ende März 2026 um 32 Millionen Euro reduzieren. Damit ist ZF aktuell noch mit 10,2 Milliarden Euro verschuldet. ZF will laut Frick weiterhin die finanzielle Handlungsfähigkeit des Konzerns stärken.

ZF investiert weniger

ZF befindet sich gerade in einem umfangreichen Restrukturierungsprozess. Im Oktober hatte der Autozulieferer einen Sparkurs verabschiedet. Bis 2028 will ZF in Deutschland rund 14.000 Stellen abbauen. Vor allem die Antriebssparte, auch „Division E“ genannt, ist von der Restrukturierung betroffen. Im Geschäftsjahr 2025 hatte ZF zwar rund zwei Milliarden Euro Verlust gemacht, konnte aber auch erste Erfolge der Restrukturierung berichten.

„Der eingeschlagene Weg zur Steigerung unserer operativen Performance ist richtig und notwendig“, ordnet Frick die Ergebnisse des ersten Quartals ein. „Wir machen Fortschritte, doch der Weg nach oben ist weit und herausfordernd. Aber wir setzen ihn beharrlich fort“, so Frick weiter.

Lesen Sie hier:ZF Friedrichshafen: In der Antriebssparte fallen 7.600 Stellen weg

Dementsprechend hat ZF erneut weniger in den Bereich Forschung und Entwicklung investiert: 768 Millionen Euro oder neun Prozent weniger. Auch die Investitionen in Sachanlagen sind gesunken: um 27 Prozent auf 307 Millionen Euro. Eine der Strategien von ZF für das laufende Jahr ist es, sich auf sein Kerngeschäft zu konzentrieren. Das hatte CEO Mathias Miedreich bei der Veröffentlichung des Geschäftsberichts für das Jahr 2025 mitgeteilt.

Wie wirkt sich der Iran-Krieg auf ZF aus?

Nach Angaben von ZF wirkt sich der Iran-Krieg bisher nicht „nennenswert“ auf das Unternehmen aus. Allerdings könnten sich Belastungen im Verlauf des Jahres stärker bemerkbar machen. „Entsprechend bleibt das Marktumfeld volatil und herausfordernd“, bewertet ZF die Lage abschließend.

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