
Holen Sie sich B4BSCHWABEN.de auf Ihr Smartphone.
Klicken Sie auf das Symbol zum „Teilen” in der Toolbar von Safari. Finden Sie die Option „Zum Home-Bildschirm”. Mit einem Klick auf „Hinzufügen” ist die Installation abgeschlossen! Schon ist die Website als App auf Ihrem iOS-Gerät installiert.
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat Liebherr-Aerospace in Lindenberg im Landkreis Lindau besucht. Dabei informierte er sich über die Geschäftsfelder des Unternehmens und sprach mit Vertretern der Geschäftsführung sowie der Belegschaft. Außerdem besichtigte er die Baustelle des neuen Bürogebäudes und leitete mit einem symbolischen Spatenstich die nächste Bauphase ein.
Die Geschäftsführung stellte Söder die Schwerpunkte des Unternehmens vor. Dazu gehören Fahrwerkssysteme, Flugsteuerungs- und Betätigungssysteme, Software und Elektronik sowie Zahnräder und Getriebe. Diese Komponenten kommen in Flugzeugen und Hubschraubern zum Einsatz. Nach Angaben des Unternehmens startet weltweit jede Sekunde ein Flugzeug mit Technik von Liebherr an Bord. Darüber hinaus entwickelt das Unternehmen Lösungen für Flugtaxis sowie unbemannte Kampfflugzeuge.
Während seines Besuchs sprach Söder zu einem Teil der Belegschaft. Er bezeichnete die Luftfahrt als einen Hochtechnologiesektor mit großer Bedeutung für Innovation und nachhaltige Entwicklung. Gleichzeitig verwies er auf die langen Entwicklungszeiten und den hohen Finanzierungsbedarf. Anschließend besuchte der Ministerpräsident die Baustelle des neuen Bürogebäudes und hob die Bedeutung der Standorterweiterung hervor. „Auch für die Zukunft ist Luft- und Raumfahrt eine der spannendsten Branchen“, erklärt Söder. Bayern fördere die Branche deshalb mit der Hightech Agenda Bayern und sechs Milliarden Euro für Forschung und Wissenschaft im Land. Eine Milliarde Euro sollen bis 2030 an die Luft- und Raumfahrt gehen.
Nach Angaben von Liebherr sind politische Unterstützung und langfristige Finanzierung wichtige Voraussetzungen für Innovationen in der Luftfahrt. „Uns helfen gezielte Förderinstrumente, eine Risikoabsicherung und verlässliche Industriepolitik, um die hohe Innovationskraft der Branche ausschöpfen zu können“, sagte Dr. Klaus Schneider aus der Geschäftsführung von Liebherr-Aerospace.
Auch Philipp Walter aus der Geschäftsführung verwies auf die positive Entwicklung der Branche. „Der Aufwärtstrend der Luftfahrt hält an und wir können als wichtiger Arbeitgeber hochqualifizierte Jobs bieten und die Wertschöpfung in der Region, aber auch insgesamt am Standort Deutschland stärken“, so Walter. Anfang Juli hatte das Unternehmen mitgeteilt, es werde den Standort Friedrichshafen vergrößern.
Liebherr-Aerospace entwickelt und produziert nicht nur Systeme für die zivile Luftfahrt. Das Unternehmen fertigt auch Komponenten für den Verteidigungsbereich. Zudem übernimmt es Reparaturen, Wartungen und Überholungen für die Bundeswehr in speziell eingerichteten Reparaturbereichen. Söder ging deshalb auch auf die Bedeutung dieser Technologien für die Sicherheit Deutschlands ein. „Es ist für die Sicherheit Deutschlands entscheidend, dass wir diese Technologien auch im Inland produzieren und so international unabhängiger werden. Danke für das Bekenntnis von Liebherr-Aerospace zum Standort Bayern und weiterhin viel Erfolg“, wünschte der Minister.
Nach der Neuausrichtung des europäischen Future Combat Air System (FCAS) gehört Liebherr-Aerospace zu den acht Unternehmen des Team Gen 6. Die Partner bündeln ihre Kompetenzen für die Entwicklung eines Kampfflugzeugs der sechsten Generation. Gemeinsam mit weiteren europäischen Unternehmen soll daraus das künftige europäische Luftkampfsystem entstehen.