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Die Liebherr-Aerospace Lindenberg GmbH plant, den Hauptsitz im Landkreis Lindau (Bodensee) auszubauen. Das geplante Bauprojekt soll einen neuen Hallenanbau mit einem großflächigen Bürokomplex vereinen. Damit reagiert der Luftfahrtzulieferer auf die branchenweit steigende Nachfrage nach Fertigungs- sowie Wartungskapazitäten.
Der Baubeginn sei für 2026 angesetzt.
Das Bauvorhaben gliedert sich in mehrere Schritte und Bereiche. Zunächst werde das älteste Verwaltungsgebäude auf dem Werksgelände abgerissen. Dadurch sollen rund 6.000 Quadratmeter zusätzliche Fläche für Montage- sowie Kundendienstabteilungen sowie eine größere Betriebskantine entstehen. Auf einem zusätzlichen freien Areal nahe dem Parkhaus will Liebherr-Aerospace darüber hinaus einen etwa 10.000 Quadratmeter großen Bürokomplex errichten.
Bei der Energieversorgung greift die Gebäudeplanung auf ökologische Konzepte zurück: Auf den begrünten Dächern sollen Photovoltaikanlagen installiert werden, während ein System zur Wärmerückgewinnung das Heizen der neuen Räumlichkeiten übernehme. Martin Wandel, Geschäftsführer des Bereichs Operation bei Liebherr-Aerospace, erklärt: „Wir arbeiten an Lösungen für eine umweltfreundlichere Luftfahrt und dazu gehören selbstverständlich auch eine umweltschonendere Produktion und bauliche ökologische Maßnahmen, die dem neuesten Stand entsprechen.“
Damit führt das Unternehmen seinen Kurs für mehr Nachhaltigkeit am Standort fort, denn im Sommer 2024 nahm der Zulieferer ein neues Kompetenzzentrum für umweltschonendere Beschichtungsverfahren in Betrieb.
Die neuen Flächen sollen primär der Durchführung von Reparatur- sowie Überholungsaufträgen, sogenannten MRO-Dienstleistungen („Maintenance, Repair, Overhaul“, zu Deutsch Wartung, Reparatur und Überholung), dienen. Bei der Airbus A350-Baureihe steht laut Liebherr-Aerospace in den kommenden Jahren ein deutlicher Anstieg routinemäßiger Instandhaltungstätigkeiten bevor. Da am Standort Lindenberg unter anderem das Bugfahrwerk für dieses Modell gefertigt wird, würden hier künftig vermehrt Servicearbeiten anfallen. Hierbei handele es sich um das größte im Werk produzierte Fahrwerk, weshalb die Bearbeitung besonders weitläufige Hallenstellflächen beanspruche.
Die bauliche Erweiterung erfordere darüber hinaus auch ein personelles Wachstum. Derzeit verzeichne das Unternehmen am Hauptsitz etwa 270 unbesetzte Stellen. Gesucht werden angesichts der Standorterweiterung vorwiegend Fachkräfte in den Bereichen Montage und Kundendienst. Auch könnten diese zusätzlichen Kapazitäten der Umsetzung neuer Aufträge dienen, wie der Ende 2025 vereinbarten Fertigung von Flugsteuerungssystemen für die vollelektrischen Senkrechtstarter (eVTOL) des Herstellers Wisk Aero.