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Stadtwerk am See klagt gegen Wettbewerber
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STADTWERK AM SEE GmbH & Co. KG

Stadtwerk am See klagt gegen Wettbewerber

 Das Stadtwerk am See. Foto: Stadtwerk am See

Unruhe beim Stadtwerk am See: Der Energieversorger hat eine Unterlassungsverfügung gegen einen Wettbewerber erwirkt. Ein bundesweit agierender Discounter für Strom und Gas wollte unter falschen Angaben Kunden des Stadtwerks abwerben.

In mehreren Fällen hatte der Wettbewerber Stadtwerk-Kunden getäuscht und so versucht, Vertragsabschlüsse zu erschleichen. Das Landgericht Ravensburg hat auf Antrag des Stadtwerks am See nun eine einstweilige Verfügung erlassen. „Das Stadtwerk am See selbst wirbt nicht am Telefon um Kunden“, stellt Ulrich Längle, Vertriebsleiter beim Stadtwerk am See, klar. „Wenn wir in einzelnen Fällen Kunden anrufen, dann nur mit vollständigem Namen, sichtbarer Rufnummer und zur Sicherheit einer Rückrufmöglichkeit“, erklärt Längle.

„Die Kunden sind verunsichert“

Um Kunden zu schützen und Nachahmer abzuschrecken, wehrt sich das Stadtwerk gegen die dreisten Anrufe der Konkurrenz. In solchen Fällen prüft das Stadtwerk grundsätzlich rechtliche Schritte und mahnt Firmen mit unsauberen Werbemethoden ab. Mit der Unterlassungsverfügung wolle das Stadtwerk auch in diesem Fall die Kunden vor künftigen Übergriffen schützen, so Längle. Viele Bürger hätten beim Stadtwerk angerufen und sich beschwert. „Die Kunden sind verunsichert und haben nun den Ärger am Hals.“ Das Stadtwerk versuche nach Kräften, den Bürgern zu helfen, die Opfer von solchen unseriösen Geschäften geworden sind.

Das Vorgehen der Telefonwerber

„Wir sind entsetzt über die Unverfrorenheit, mit der hier arglose Kunden aufs Kreuz gelegt wurden“, betont Längle. Im Juni und Juli 2016 hatten viele Kunden des Stadtwerks unseriöse Anrufe bekommen – „ohne deren Einwilligung, was allein schon nicht erlaubt ist“, berichtet Längle. Die Anrufer behaupteten, sie seien Mitarbeiter des Stadtwerks am See oder arbeiteten mit dem Stadtwerk zusammen. Sie sagten außerdem, dass es lediglich um einen Tarifwechsel ginge. Die Telefonwerber fragten nach Zähler- und Kundennummer sowie persönlichen Daten.

Die Stadtwerk-Kunden sagten zudem aus, dass sie auch dann eine Auftragsbestätigung für einen Anbieterwechsel zugeschickt bekamen, wenn sie keinem Auftrag zustimmten. „Wir wissen von Fällen, in denen es schon reichte, Interesse an einem unverbindlichen Angebot zu bekunden – das interpretierten Telefonwerber dann als Auftrag“, berichtet der Vertriebsleiter. „Da dann wieder herauszukommen ist schwer.“

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Bei Wiederholung droht dem Telefonwerber ein Ordnungsgeld in Höhe von 250.000 Euro

Die betroffenen Kunden bestätigten die Vorwürfe eidesstattlich, nachdem das Konkurrenzunternehmen sie bestritten hatte. Das Landgericht Ravensburg bestätigte nun, dass der Wettbewerber, die „unlautere Telefonwerbung“ nicht mehr fortsetzen darf. Im Falle einer Zuwiderhandlung droht ein Ordnungsgeld in Höhe von 250.000 Euro. Kunden, die unseriöse Anrufe erhalten haben und unsicher sind, können beim Stadtwerk am See anrufen und nachfragen. Je schneller, desto wahrscheinlicher ist die Möglichkeiten, sich gegen unerlaubte Anrufe und dreiste Vertragsabschlüsse zu wehren.

„Verträge am Telefon sind schnell geschlossen, aber oft hat man nachher viel Ärger“

Längle betonte, dass grundsätzlich keine Strom- oder Gasverträge am Telefon abgeschlossen werden sollten. „Verträge am Telefon sind schnell geschlossen, aber oft hat man nachher viel Ärger, um aus solchen ‚Verträgen‘ wieder rauszukommen.“ Sollte es trotzdem einmal zu so einem Anruf kommen, rät Längle, die Anrufer immer nach ihrem vollständigen Namen und der Telefonnummer zu fragen. Auf keinen Fall sollten Kunden bei solchen Telefonaten unüberlegt und vorschnell persönliche Daten herausgeben oder Zusagen geben.

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