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Stadtwerk am See forscht an künstlicher Intelligenz
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Projekt

Stadtwerk am See forscht an künstlicher Intelligenz

Symbolbild. Das Stadtwerk am See in Friedrichshafen. Foto: Stadtwerk am See

Ein Forschungsprojekt des Stadtwerks am See setzt künstliche Intelligenz für die Steuerung von Stromnetzen ein. Das Projekt wird vom Bundesumweltministerium mit 2,5 Millionen Euro gefördert. Was genau es vorsieht.

Die Energiewende stellt das Stromnetz vor neue Herausforderungen: Solar- und Windenergie speisen Strom dezentral und unregelmäßig ein, während der Energiebedarf – nicht zuletzt aufgrund der wachsenden Elektromobilität – gerade in Städten steigt.

Diese Experten haben sich für das Forschungsprojekt zusammengetan

„Wir simulieren hier in Friedrichshafen das Netz der Zukunft“, erklärt Jan Etzel, Leiter Stromnetzbetrieb beim Stadtwerk am See. Um den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) zur Steuerung der Netze zu erforschen, haben sich das Stadtwerk am See, die Hochschule für Technik, Wirtschaft und Gestaltung in Konstanz, das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme, das International Solar Energy Research Center Konstanz und ein weiterer Energieversorger zusammengeschlossen.

Förderung durch Bundesumweltministerium

Das Leuchtturmprojekt „KI-basierte Planung und Betriebsführung von Verteilnetzen und Microgrids zur optimalen Integration regenerativer Erzeuger und fluktuierender Lasten im Rahmen der Energiewende (AI4Grids)" wird vom Ministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit mit 2,5 Millionen Euro gefördert.

Intelligente Netzbetriebsführung soll ermöglicht werden

„Ziel des Projekts ist es, mit Hilfe Künstlicher Intelligenz eine intelligente Netzbetriebsführung zu ermöglichen. So können die – für die Energiewende benötigten – Erzeuger und Verbraucher effizient in das Mittel- und Niederspannungsnetz integriert werden“, erklärt Etzel. Die Künstliche Intelligenz soll wie ein Regler für die Netze funktionieren, der abhängig vom Zustand des Netzes Verbraucher und Erzeuger steuert und somit das Netz stabil hält. Die KI soll für diese Aufgabe hervorragend geeignet sein, da sie mit den aktuellen Netzdaten „gefüttert“ wird und jeden Tag weiter dazu lernt. „Sie ist in der Lage diese Datenflut zu bearbeiten und die richtigen Entscheidungen zu treffen. Natürlich alles unter der Prämisse, dass die Kunden ausreichend mit elektrischer Energie versorgt werden“, so Etzel. Die Netze sollen so in Zukunft noch effektiver ausgelastet werden und unnötiger Netzausbau verhindert werden.

Mark Kreuscher, Leiter Netze beim Stadtwerk betont: „Wir investieren durchschnittlich circa acht Millionen Euro jährlich in unsere Stromnetze. Die sehr geringen Ausfallzeiten sind das Ergebnis dieser intensiven Bemühungen.“

 

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