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Stadtwerk am See erwirtschaften 9,6 Millionen Euro Gewinn
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Wachstum und Ökologie

Stadtwerk am See erwirtschaften 9,6 Millionen Euro Gewinn

Alexander-Florian Bürkle, Geschäftsführer im Stadtwerk am See. Foto: Stadtwerk am See
Alexander-Florian Bürkle, Geschäftsführer im Stadtwerk am See. Foto: Stadtwerk am See

Die Beteiligung an einem Wind- und einem Solarpark zahlt sich für den Lokalversorger doppelt aus. Nicht nur ökologischer sondern auch wirtschaftlich erfolgreich schloss das Stadtwerk sein Jahresergebnis ab.

Mit einem Überschuss von 9,6 Millionen Euro übertrifft das Stadtwerk seine Planung. Der Umsatz liegt bei 187 Millionen Euro, 18,6 Millionen Euro wurde 2017 investiert. Ein Teil davon ging in das neue Kundenzentrum in Friedrichshafen, das kürzlich eröffnet wurde. Der Großteil floss in die Energie- und Wassernetze. Insgesamt legte das Stadtwerk erneut ein sehr gutes Jahresergebnis vor, vermeldet Geschäftsführer Alexander-Florian Bürkle.

Das neue Kundenzentrum in Friedrichshafen wurde kürzlich eröffnet. Foto: Stadtwerk am See

Ökologie wird immer größeres Thema

Mit neuen Beteiligungen an Windparks und einem Solarpark in Baden-Württemberg und dem Ausbau dezentraler Energieerzeugung baut der regionale Versorger sein Erzeugungs-Portfolio aus. „Wir berücksichtigen die Ökologie auch in allen anderen Unternehmensbereichen – von Ökostrom für unsere Kunden über unsere eigenen E-Autos und E-Bikes bis zur digitalen Kommunikation zum Beispiel in unserem online-Geschäftsbericht“, erklärt Bürkle. Selbst für „exotische“ Themen setzt sich das Stadtwerk am See ein: wie das Repair-Café, wo alte Geräte repariert werden, oder den Schutz der Bienen etwa durch Insektenhotels oder Wildblumensamen.

Das Stadtwerk mit seinem Geschäftsführer Alexander-Florian Bürkle setzt auf E-Mobilität. Foto: Stadtwerk am See

Ziel: Anbieter Nummer eins für „smart home“

Darüber hinaus entwickelt das Stadtwerk an zukunftsfähigen Geschäftsfeldern. Beim Thema E-Mobilität setzt das Stadtwerk einen Schwerpunkt: Ladeboxen für die eigenen vier Wände und Ladesäulen für Unternehmen, eigene Ladesäulen in den Parkhäusern gehören ebenso dazu wie E-Carsharing. Inzwischen verkauft das Stadtwerk sogar E-Scooter. Auch der zweite strategische Bereich „smart home“ ist ökologisch, bekräftigt Bürkle. Wenn Menschen ihre Häuser smarter machen, dann werden diese auch effizienter. „Ein smartes Haus setzt Energie nur dann und dort ein, wo sie gerade gebraucht wird“, stellt Bürkle fest. „Wir wollen Anbieter Nummer eins in der Region für intelligente Haustechnik werden.“ Außerdem sollen Komplettlösungen angeboten werden, denn „von smart home über Photovoltaik und Stromspeicher bis zu E-Mobilität kann alles vernetzt werden“.

40 Millionen Euro Wertschöpfung für die Region

Die Stadtwerk-Tochterfirma TeleData entwickelt sich gleichfalls glänzend. „Das Telekommunikations-Geschäft in der Region boomt, wir kommen mit dem Ausbau kaum nach“, so Bürkle. Das Stadtwerk am See selbst bietet inzwischen bundesweit Strom und Gas an. Dennoch: „Die Region ist und bleibt unsere Heimat – in jeglicher Hinsicht“, stellt Bürkle klar. „Hier bieten wir hochqualifizierte Arbeitsplätze, beauftragen bevorzugt heimische Firmen, zahlen Gewerbesteuer und engagieren uns als Sponsor.“ Bürkle rechnet vor: „Insgesamt rund 40 Millionen Euro Wertschöpfung geben wir an die Region.“ Der Überschuss, den das Stadtwerk erwirtschaftet, geht an die Gesellschafter-Kommunen Friedrichshafen, Überlingen, Frickingen und Hagnau.

Über das Bodensee-Wasserwerk versorgt das Stadtwerk die Region. Foto: Stadtwerk am See

Ziel: neue Geschäftsfelder „serienreif“ machen

„Die Herausforderung der nächsten Jahre wird sein, die neuen Geschäftsfelder ‚serienreif‘ zu entwickeln und erfolgreich zu machen. Und zusätzlich Kunden beim Stadtwerk halten beziehungsweise neu gewinnen“, umreißt Bürkle die Strategie. „Wir sind dabei, unsere Produkte sinnvoll zu verbinden und damit das Leben der Menschen zu erleichtern.“ Gerade in der Verbindung von Telekommunikation, Energie, Wasser und Mobilität liege großes Potenzial. „Das wollen wir unseren Kunden anbieten – und damit ihr Leben einfacher machen“, so der Stadtwerk-Chef: Denn genau das sei der große Vorteil eines Regionalversorgers.

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