Haushaltslage

Stadt Lindau: Haushalt erneut nur unter Auflage genehmigt

Die Kommunalaufsicht hat der Stadt Lindau die Führung ihrer Haushaltswirtschaft erneut nur unter Auflage genehmigt. Was das bedeutet und was die Corona-Krise hierbei für eine Rolle spielen könnte.

Die Stadt Lindau hat ihre Haushaltswirtschaft so zu planen und zu führen, dass die stetige Erfüllung ihrer Aufgaben gesichert ist. Das sagen die haushaltsrechtlichen Vorschriften. Die Kommunalaufsicht beurteilt seit Jahren den hohen Schuldenstand sowie die Zuführungssituation an den Vermögenshaushalt als kritisch. Daher erfolgt die Genehmigung des Haushaltes erfolgt unter Auflage.

Auswirkungen durch die Corona-Krise

Die Corona-Krise beeinflusst derzeit das Leben aller. Auch Lindau wird voraussichtlich von dieser aktuellen Krise, ausgelöst durch den Corona-Virus COVID-19, betroffen sein. Die Kommunalaufsicht weist daher bereits im Vorfeld darauf hin, dass wegen der Corona-Pandemie zu befürchten sei, dass es zu wesentlichen Änderungen in den Haushaltsansätzen kommen kann. Das sei beispielsweise aufgrund geringerer Steuereinnahmen zu befürchten sein. Bei einer Verschlechterung der Haushaltslage müsse die dauerhafte Leistungsfähigkeit erneut bewertet werden. Der sehr hohe Schuldenstand wird auf Dauer den städtischen Verwaltungshaushalt belasten. Und das auch ohne die Auswirkungen der Corona-Pandemie. Das kommt daher, da immer höhere Zuführungen erwirtschaftet werden müssen, um die gesetzliche Mindestzuführung, also ordentliche Tilgungsausgaben, zu erreichen.

Schuldenstand des städtischen Kernhaushaltes


Der Schuldenstand des städtischen Kernhaushaltes wird im vergangenen Jahr zum 31.12.2019 mit 31,707 Millionen Euro angegeben. Zum 31.12.2020 soll dieser dann voraussichtlich 42,384 Millionen Euro erreichen. Daraus errechnet sich eine gesamte Verschuldung von rund 1.652 Euro pro Einwohner. Der Landesdurchschnitt liegt damit bei 619 Euro.

Gesamtverschuldung der Stadt

Die Gesamtverschuldung der Stadt Lindau, also gemeinsam mit ihren Regie- und Eigenbetrieben, liegt zum 31.12.2019 bei 82,142 Millionen Euro und zum 31.12.2020 bei rund 103,864 Millionen Euro. Je Einwohner entspricht dies einem Wert von circa 4.048 Euro. Und ergibt dadurch einen Landesdurchschnitt von 916 Euro.

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Der Schuldenstand des städtischen Kernhaushaltes wird im vergangenen Jahr zum 31.12.2019 mit 31,707 Millionen Euro angegeben. Zum 31.12.2020 soll dieser dann voraussichtlich 42,384 Millionen Euro erreichen. Daraus errechnet sich eine gesamte Verschuldung von rund 1.652 Euro pro Einwohner. Der Landesdurchschnitt liegt damit bei 619 Euro.

Gesamtverschuldung der Stadt

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