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Solide Wirtschaftslage: ZF Friedrichshafen investiert weiter
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Investition

Solide Wirtschaftslage: ZF Friedrichshafen investiert weiter

Der Vortandsvorsitzende von ZF, Wolf-Helge Scheider, zeigt sich zufrieden mit der Bilanz des abgelaufenen Geschäftsjahres. Foto: ZF

Die Bilanz des vergangenen Geschäftsjahres war für ZF aus Friedrichshafen erfreulich. Deswegen wurde weiter in Forschung investiert. Auch die Übernahme der Firma Wabco ist geplant.

„Wir gestalten den schnell fortschreitenden Wandel der Mobilitätsindustrie, um unseren Kunden überzeugende Systemlösungen für die Mobilität der nächsten Generation zu bieten. Unsere Ergebnisse zeigen, dass wir für die Herausforderungen der Zukunft gut aufgestellt sind“, sagte der Vorsitzende des Vorstands der ZF Friedrichshafen AG, Wolf-Henning Scheider, bei der Bilanzvorlage in Friedrichshafen.

Um weiterhin technologisch führend zu sein, hat ZF seine Ausgaben für Forschung und Entwicklung im vergangenen Jahr weiter um rund elf Prozent gesteigert. Bereinigt um Änderungen in der Rechnungslegung, hat ZF insgesamt 2,5 Milliarden Euro für Forschung und Entwicklung ausgegeben. Das entspricht einer Forschungs- und Entwicklungskostenquote von 6,7 Prozent.

Fokus liegt auf Mobilitäts- und Transportdienstleistungen

Besonders im boomenden Bereich der Mobilitäts- und Fahrdienstleistungen („Mobility/Transport as a Service“) schafft ZF neue Mobilitätsangebote. Ein elektrisch angetriebener, künftig auch autonom fahrender Kleinbus wird im Herbst in ersten Testflotten in Aachen und Friedrichshafen unterwegs sein. Vor wenigen Wochen hat ZF zudem die Mehrheitsbeteiligung an 2getthere bekanntgegeben, einem niederländischen Anbieter autonomer elektrischer Personentransportsysteme.

Der neu entwickelte Kleinbus von ZF. Foto: ZF

„Die Beteiligung war ein wichtiger Schritt für uns, denn 2getthere verfügt über mehr als 30 Jahre Erfahrung im Markt für den autonomen Personentransport und außerdem über eine einmalige Engineering- und Software-Kompetenz“, betonte Scheider.

Geplanter Kauf von Wabco stärkt Nutzfahrzeugsparte

Ein weiterer Schritt von ZF ist der geplante Kauf von Wabco. „Die geplante Übernahme ist Bestandteil unserer ZF-Strategie und erweitert die Kompetenz des Unternehmens erstmals auf das Bremsen von Nutzfahrzeugen“, erklärte Scheider. „Damit können wir unseren Kunden umfangreiche Systemlösungen für den sicheren und automatisierten Transport von Personen und Gütern bieten.“, so der Vorstandsvorsitzende weiter.

ZF hatte vergangene Woche bekanntgegeben, Wabco – einen weltweit führenden Zulieferer von Bremsregelsystemen – für 136,50 US-Dollar je Aktie zu übernehmen. Dies entspricht einem Gesamtwert von etwa 7 Milliarden US-Dollar. Der Abschluss der Übernahme wird Anfang nächsten Jahres erwartet. Wabco beschäftigt rund 16.000 Mitarbeiter weltweit und hat im Vorjahr einen Umsatz von 3,2 Milliarden Euro erwirtschaftet.

Solide wirtschaftliche Entwicklung

Mit 36,9 Milliarden Euro hat ZF den zu Beginn des vergangenen Jahres prognostizierten Umsatz von rund 36,5 Milliarden Euro übertroffen. Die Umsatzerlöse erhöhten sich gegenüber 2017 nominell um 1,3 Prozent. Bereinigt um Wechselkurseinflüsse und M&A-Aktivitäten stiegen die Umsatzerlöse organisch um rund sechs Prozent und damit stärker als der Markt.

Besonders die Divisionen Nutzfahrzeugtechnik (plus zwölf Prozent) und Industrietechnik (plus 13 Prozent) verzeichneten überdurchschnittliche organische Umsatzzuwächse.

Das bereinigte EBIT von 2,1 Milliarden Euro ist im Wesentlichen durch die Erhöhung der Ausgaben für Forschung und Entwicklung, gestiegene Materialpreise, negative Wechselkurseffekte sowie ein sich eintrübendes Marktumfeld geprägt. Die bereinigte EBIT-Marge liegt bei 5,6 Prozent, der um Unternehmenskäufe und -verkäufe bereinigte Free Cashflow bei 0,9 Milliarden Euro.

Schulden weiter abgebaut

Seine Schulden aus der TRW-Akquisition hat ZF unterdessen weiter abgebaut. „Wir haben im abgelaufenen Geschäftsjahr die Bruttoverschuldung um 1,4 Milliarden Euro auf 5,0 Milliarden Euro reduziert und damit die finanzielle Unabhängigkeit unseres Unternehmens weiter gestärkt“, sagte ZF-Finanzvorstand Dr. Konstantin Sauer. „Mit einer Eigenkapitalquote von 28 Prozent steht ZF auf einem soliden wirtschaftlichen Fundament.“ Ende 2017 hatte die Eigenkapitalquote noch 24 Prozent betragen.

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