Standort-Erweiterung

Rolls-Royce nimmt Center für MTU-Microgrids in Betrieb

Rolls-Royce hat für seine Marke MTU ein Microgrid-Validation-Center in Betrieb genommen. Die Anlage in Friedrichshafen kann den Echtbetrieb von Microgrids wirklichkeitsgetreu simulieren.

Microgrids sind lokale Energienetze, in denen eine intelligente Steuerung mehrere verschiedene Energiequellen und Speicher miteinander verbindet, zum Beispiel Photovoltaik, Wind-Energieanlagen, Batteriespeicher und diesel- und gasbetriebene Stromgeneratoren. „Microgrids sind ein wesentliches Element der Energiewende, weil sie CO2-vermeiden und damit klimafreundlich erneuerbare Energiequellen ausnutzen und trotzdem höchste Versorgungssicherheit bieten“, sagt Andreas Schell, Vorstandsvorsitzender des Rolls-Royce-Geschäftsbereichs Power Systems.

Das Microgrid als Symbol für Weiterentwicklung des Unternehmens

Für viele Betreiber eigener Energienetze sei ein solches Microgrid die ideale Lösung. Denn damit können sich solche ganz oder teilweise unabhängig vom öffentlichen Stromnetz machen oder umweltfreundlich produzierte elektrische Energie ins öffentliche Netz einspeisen. „Für uns ist das Microgrid noch mehr: Es ist das Symbol unserer Transformation vom Motorenhersteller zum Anbieter integrierter Gesamtlösungen. Wir haben uns weit über den Motor hinaus entwickelt, liefern das Gesamtsystem und darüber hinaus komplette Serviceleistungen für den Betrieb“, so Schell weiter.

„Unser Batteriecontainer ist das Herzstück eines Microgrids“

Im MTU-Werk 1 in Friedrichshafen betreibt Rolls-Royce ein eigenes Microgrid, bestehend aus Photovoltaikanlagen auf dem Dach des Validation-Centers und auf einem Fabrikhallen-Dach. Dieses besteht aus gasmotor-betriebenen Gensets, einem Diesel-Genset und dem vom Unternehmen neu entwickelten MTU-Batteriecontainer.

„Unser Batteriecontainer ist das eigentliche Herzstück eines Microgrids, weil er Flexibilität beim Einsatz der verschiedenen Energiequellen schafft. Zusammen mit der ebenfalls von uns entwickelten intelligenten Steuerung setzen wir die einzelnen Energiequellen des Microgrids optimal ein und holen das Maximale heraus“, sagt Cordelia Thielitz, Vice President für den Bereich Microgrids. Das Investitionsvolumen betrug rund 5 Millionen Euro. 

CO2 Ersparnis beläuft sich auf über 100 Tonnen pro Jahr

„Auf diese Weise können wir Microgrids unterschiedlichster Größe, Kapazität und Ausführung für unsere Kunden konfigurieren und deren spätere Funktionsweise demonstrieren – auch abhängig von den Wind- und Sonnenverhältnissen an dem Ort, an dem das Microgrid aufgebaut werden soll“, erklärt Armin Fürderer, Direktor für kundenspezifische Energielösungen.

Einen Großteil der Energie kann das Unternehmen für das MTU-Werk 1 so selbst produzieren und nutzt auch die Wärme der Motoren. Mehrere hundert Tonnen CO2 werden damit jährlich vermieden.

Ein weiteres unternehmenseigenes Microgrid errichtet Rolls-Royce derzeit im MTU-Werk in Aiken (South Carolina).

Über Rolls-Royce Holdings plc

Rolls-Royce Power Systems mit Hauptsitz in Friedrichshafen beschäftigt rund 11.000 Mitarbeiter. Unter der Marke MTU vertreibt das Unternehmen Motoren und Antriebssysteme für Schiffe, Energieerzeugung, schwere Land- und Schienenfahrzeuge, militärische Fahrzeuge sowie für die Öl- und Gasindustrie.

Unter der Marke MTU Onsite Energy bietet das Unternehmen außerdem Diesel- und Gassysteme für sicherheitskritische Anwendungen sowie zur Dauerstromerzeugung, für Kraft-Wärme-Kopplung und für Microgrids.

Der Jahresumsatz 2018 betrug 15 Milliarden britische Pfund, davon stammt etwa die Hälfte aus dem Servicegeschäft.

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Im MTU-Werk 1 in Friedrichshafen betreibt Rolls-Royce ein eigenes Microgrid, bestehend aus Photovoltaikanlagen auf dem Dach des Validation-Centers und auf einem Fabrikhallen-Dach. Dieses besteht aus gasmotor-betriebenen Gensets, einem Diesel-Genset und dem vom Unternehmen neu entwickelten MTU-Batteriecontainer.

„Unser Batteriecontainer ist das eigentliche Herzstück eines Microgrids, weil er Flexibilität beim Einsatz der verschiedenen Energiequellen schafft. Zusammen mit der ebenfalls von uns entwickelten intelligenten Steuerung setzen wir die einzelnen Energiequellen des Microgrids optimal ein und holen das Maximale heraus“, sagt Cordelia Thielitz, Vice President für den Bereich Microgrids. Das Investitionsvolumen betrug rund 5 Millionen Euro. 

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„Auf diese Weise können wir Microgrids unterschiedlichster Größe, Kapazität und Ausführung für unsere Kunden konfigurieren und deren spätere Funktionsweise demonstrieren – auch abhängig von den Wind- und Sonnenverhältnissen an dem Ort, an dem das Microgrid aufgebaut werden soll“, erklärt Armin Fürderer, Direktor für kundenspezifische Energielösungen.

Einen Großteil der Energie kann das Unternehmen für das MTU-Werk 1 so selbst produzieren und nutzt auch die Wärme der Motoren. Mehrere hundert Tonnen CO2 werden damit jährlich vermieden.

Ein weiteres unternehmenseigenes Microgrid errichtet Rolls-Royce derzeit im MTU-Werk in Aiken (South Carolina).

Über Rolls-Royce Holdings plc

Rolls-Royce Power Systems mit Hauptsitz in Friedrichshafen beschäftigt rund 11.000 Mitarbeiter. Unter der Marke MTU vertreibt das Unternehmen Motoren und Antriebssysteme für Schiffe, Energieerzeugung, schwere Land- und Schienenfahrzeuge, militärische Fahrzeuge sowie für die Öl- und Gasindustrie.

Unter der Marke MTU Onsite Energy bietet das Unternehmen außerdem Diesel- und Gassysteme für sicherheitskritische Anwendungen sowie zur Dauerstromerzeugung, für Kraft-Wärme-Kopplung und für Microgrids.

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