Innovation

Rolls-Royce: Antriebssystem für zwei neue Mehrzweckschiffe

Das Unternehmen Rolls-Royce Power Systems AG hat nun Gasmotoren mit Gasschutz entwickelt, die für zwei neue Mehrzweckschiffe auf der Nord- und Ostsee zur Verfügung gestellt werden.

Die Rolls-Royce Power Systems AG, ein Unternehmen, das Triebwerke für die Luftfahrt herstellt, aber auch in den Bereichen Schifffahrt und Energietechnik bekannt ist, hat ein neues Antriebssystem für Mehrzweckschiffe entwickelt. Der Gasmotor mit eingebauten Gasschutz ermöglicht den Einsatz von Schiffen in explosiver und giftiger Umgebung. Die zwei Schiffe, die mit dem Antriebssystem ausgestattet werden sollen, sind 95 Meter lang und werden zukünftig auf der Nord- und Ostsee fahren. Diese sollen unter anderem für Unfälle auf See, Bränden oder Manövrierunfähigkeit zum Einsatz kommen.

Spezielles System für gefährliche Situationen

Gebaut werden die Schiffe von der Abeking & Rasmussen Schiffsund Yachtwerft. Diese sollen die Mehrzweckschiffe „Scharhörn“ und „Mellum“ ablösen, die bereits 36 Jahre im Einsatz waren. Die zwei neuen Schiffe sollen mit einem gas-elektrischen Antriebssystem mit jeweils 3.600 Kilowatt starken Motoren ausgestattet werden. Die Motoren sind auch dann noch betriebsfähig, wenn die Umgebungsluft beispielsweise mit explosiven Gasen kontaminiert ist. „Wenn das Gas über die Ansaugluft unkontrolliert in den Brennraum gerät, ist der Motor aber nicht mehr regelbar“, erklärt Rolls-Royce Projektleiter Christian Prinz. Bei dem vom Unternehmen entwickelten System werde die Leistung des Motors in Relation zur Gasmenge in der Ansaugluft angepasst. Ist die Gasmenge also zu hoch, schließen Schnellschlussklappen die Gas- sowie Luftzufuhr und der Motor stoppt.

Weniger CO2-Ausstoß durch Gasmotoren

Im Einsatzfall werden die neuen Schiffe spätestens innerhalb von zwei Stunden am Unfallort sein. Mit der speziellen Notschleppeinrichtung sind diese für die schwierigsten Einsätze gewappnet. Nicht nur der Motor ist mit einem Gasschutzsystem ausgestattet, sondern das ganze Schiff. Dass bei diesem Projekt Gasmotoren zum Einsatz kommen, liegt an einer Vorgabe der deutschen Bundesregierung. Der CO2-Ausstoß soll dabei massiv verringert werden. Enak Ferlemann, Parlamentarischer Staatssekretär für Verkehr und digitale Infrastruktur, sagt: „Mit den neuen Schiffen garantieren wir einen hohen Sicherheits- sowie Umweltstandard.“ Die Mehrzweckschiffe sollen in den Jahren 2023 und 2024 in Betrieb genommen werden. Bis Ende 2020 soll entschieden werden, ob ein weiteres, drittes Schiff gebaut werden soll.

Über Rolls-Royce

Das Unternehmen hat seinen Hauptsitz in Friedrichshafen und beschäftigt über 10.000 Mitarbeiter. Unter der Marke MTU (Motoren- und Turbinen-Union Friedrichshafen) vertreibt das Unternehmen Motoren und Antriebssysteme für Schiffe, Energieerzeugung, Land- und Schienenfahrzeuge sowie für militärische Zwecke. Rolls-Royce hat Kunden in über 150 Ländern, die auf die umweltfreundlichen und sicheren Technologien der Firma vertrauen.

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Gebaut werden die Schiffe von der Abeking & Rasmussen Schiffsund Yachtwerft. Diese sollen die Mehrzweckschiffe „Scharhörn“ und „Mellum“ ablösen, die bereits 36 Jahre im Einsatz waren. Die zwei neuen Schiffe sollen mit einem gas-elektrischen Antriebssystem mit jeweils 3.600 Kilowatt starken Motoren ausgestattet werden. Die Motoren sind auch dann noch betriebsfähig, wenn die Umgebungsluft beispielsweise mit explosiven Gasen kontaminiert ist. „Wenn das Gas über die Ansaugluft unkontrolliert in den Brennraum gerät, ist der Motor aber nicht mehr regelbar“, erklärt Rolls-Royce Projektleiter Christian Prinz. Bei dem vom Unternehmen entwickelten System werde die Leistung des Motors in Relation zur Gasmenge in der Ansaugluft angepasst. Ist die Gasmenge also zu hoch, schließen Schnellschlussklappen die Gas- sowie Luftzufuhr und der Motor stoppt.

Weniger CO2-Ausstoß durch Gasmotoren

Im Einsatzfall werden die neuen Schiffe spätestens innerhalb von zwei Stunden am Unfallort sein. Mit der speziellen Notschleppeinrichtung sind diese für die schwierigsten Einsätze gewappnet. Nicht nur der Motor ist mit einem Gasschutzsystem ausgestattet, sondern das ganze Schiff. Dass bei diesem Projekt Gasmotoren zum Einsatz kommen, liegt an einer Vorgabe der deutschen Bundesregierung. Der CO2-Ausstoß soll dabei massiv verringert werden. Enak Ferlemann, Parlamentarischer Staatssekretär für Verkehr und digitale Infrastruktur, sagt: „Mit den neuen Schiffen garantieren wir einen hohen Sicherheits- sowie Umweltstandard.“ Die Mehrzweckschiffe sollen in den Jahren 2023 und 2024 in Betrieb genommen werden. Bis Ende 2020 soll entschieden werden, ob ein weiteres, drittes Schiff gebaut werden soll.

Über Rolls-Royce

Das Unternehmen hat seinen Hauptsitz in Friedrichshafen und beschäftigt über 10.000 Mitarbeiter. Unter der Marke MTU (Motoren- und Turbinen-Union Friedrichshafen) vertreibt das Unternehmen Motoren und Antriebssysteme für Schiffe, Energieerzeugung, Land- und Schienenfahrzeuge sowie für militärische Zwecke. Rolls-Royce hat Kunden in über 150 Ländern, die auf die umweltfreundlichen und sicheren Technologien der Firma vertrauen.

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