B4B Schwaben

Holen Sie sich B4BSCHWABEN.de auf Ihr Smartphone.
Klicken Sie auf das Symbol zum „Teilen” in der Toolbar von Safari. Finden Sie die Option „Zum Home-Bildschirm”. Mit einem Klick auf „Hinzufügen” ist die Installation abgeschlossen! Schon ist die Website als App auf Ihrem iOS-Gerät installiert.

 / 
B4B Nachrichten  / 
Landkreis Lindau nimmt 300 Schutzsuchende Ukrainer auf
Ukraine-Krieg

Landkreis Lindau nimmt 300 Schutzsuchende Ukrainer auf

Symbolbild der Stadt Lindau am Bodensee. Foto: bmd/pixelio

300 Menschen wurden bereits im Landkreis Lindau aufgenommen. Wie die Ehrenamtlichen Helfer sich jetzt informieren können.

Seit Ausbruch des Krieges sind bisher rund 300 Menschen aus der Ukraine im Landkreis Lindau aufgenommen worden und haben in der Notunterkunft in Heimenkirch ihre Kontaktdaten hinterlassen. Insgesamt 152 ukrainische Flüchtlinge wurden auch bereits im Ausländeramt erfasst und haben damit einen Aufenthaltstitel beziehungsweise eine Arbeitserlaubnis beantragt. Diese Beantragung ist umfangreich, da die Geflüchteten bei diesem Termin auch erkennungsdienstlich erfasst werden müssen. Das Landratsamt hat seit Beginn des Krieges in der Flüchtlingsunterbringung interne Strukturen kontinuierlich ausgebaut und erweitert.

So wurde beispielsweise eine Hotline im Ausländeramt eingerichtet, in der zwei Mitarbeiter Termine für die Beantragung eines Aufenthaltstitels koordinieren. Das Team in der Flüchtlingsbetreuung vermittelt unter anderem Wohnraum und unterstützt Gastfamilien und das Team im Sozialamt hilft bei der Beantragung von Sozialleistungen. „Die Herausforderung sind enorm und wir sind dankbar für die Hilfe von den vielen Ehrenamtlichen im Landkreis. Die Hilfsbereitschaft ist weiterhin groß,“ so dankt Landrat Elmar Stegmann den vielen Ehrenamtlichen. Aber auch die Ehrenamtlichen haben große Herausforderungen zu bewältigen und wenden sich mit unterschiedlichen Fragestellungen an das Landratsamt. „Jede Anfrage wird individuell beantwortet und wir bitten deshalb auch um etwas Geduld.“


Überforderung der Gastfamilien


In den letzten Tagen melden sich immer wieder Gastfamilien, die nur vorübergehend Geflüchtete aufgenommen haben oder die überfordert sind mit der Situation. Hier unterstützt das Landratsamt aktiv und sucht nach Lösungen. Wichtig ist, dass das Landratsamt frühzeitig informiert wird und noch reagieren kann, beispielsweise durch eine Vermittlung von anderem Wohnraum.


Private Wohnraummeldung


Es haben bereits viele Menschen privaten Wohnraum gemeldet und das Landratsamt baut darüber hinaus auch die dezentralen Unterkünfte aus. Der gemeldete Wohnraum ist gelistet und die Mitarbeiter des Landratsamtes melden sich bei Bedarf. „Bisher konnten wir alle Geflüchteten, die den Wohnraum brauchen und sich bei uns gemeldet haben, vermitteln“, so Carina Seiler, Geschäftsbereichsleiterin Jugend, Soziales und Migration. „Wir wissen jedoch nicht, wie sich die Lage weiterentwickelt und sind daher dankbar um bereitgestellten Wohnraum, auch wenn wir uns nicht sofort melden.“


Kindergarten- und Schulplätze für geflüchtete


Für die Bereitstellung von Kindergartenplätzen sind die jeweiligen Gemeinden zuständig. Eine Schul-Anmeldung erfolgt in der Regel direkt über die Schule vor Ort. Unter den geflüchteten Menschen sind kranke Menschen. Wer hilft? Eine Notfallbehandlung bei einem Arzt ist in Deutschland jederzeit möglich. Das Sozialamt hilft allgemein bei der Kostenübernahme für die Krankenversorgung.

Artikel zum gleichen Thema