Internationale Bodensee Konferenz (IBK)

IBK-Zertifikatsfeier: Projekt XChange fördert berufliche Bildung in der Bodenseeregion

Kürzlich wurden Azubis für ihre Teilnahme am XChange Programm zertifiziert. Foto: IBK
Kürzlich wurden Azubis für ihre Teilnahme am XChange Programm zertifiziert. Foto: IBK

Erst kürzlich konnte die Internationale Bodensee Konferenz (IBK) einige Auszubildende aus der Bodenseeregion und dem Alpenraum ehren. Denn die Azubis haben die Möglichkeit genutzt, über das Projekt XChange Auslandserfahrungen zu sammeln. Mit den neuen Qualifikationen können die Auszubildenden ihre beruflichen Chancen verbessern.

von Isabell Walter, Online-Redaktion

Bei der Zertifikatsfeier zum Modellprojekt XChange im Dorniermuseum in Friedrichshafen wurden engagierte Auszubildende geehrt. Sie haben mit dem Projekt XChange Auslandserfahrungen in einem Gastbetrieb gesammelt. Besonders das Handwerk profitiert von Partnerschaften wie diesen, da so langfristige Kooperationen entwickelt und neue Märkte erschlossen werden können.

XChange verbessert die beruflichen Qualifikationen der Azubis

XChange läuft bereits seit rund 15 Jahren. In dieser Zeit haben bisher knapp 1.800 Auszubildende die Chance genutzt, ins Ausland zu gehen. Dort haben sie einen Teil ihrer Ausbildung in einem Gastbetrieb absolviert. Peter Hofelich, Staatssekretär aus dem Ministerium für Finanzen und Wirtschaft, freut sich über die partnerschaftliche Zusammenarbeit der Region in der grenzüberschreitenden Ausbildung: „Das Thema berufliche Bildung ist für die Zukunft unserer Wirtschaft und Gesellschaft von besonderer Bedeutung. Mit dem Programm XChange ermöglichen wir engagierten Jugendlichen Auslanderfahrungen in einem Praktikum zu sammeln und damit eine zusätzliche Qualifikation für ihr weiteres berufliches Leben zu erhalten. Mit Blick auf die Fachkräftesicherung zeigt diese grenzüberschreitende Initiative, welche Vorteile und Chancen eine betriebliche Ausbildung bietet.“

Beide Seiten profitieren von dem Austausch

Klaus-Dieter Schnell, Geschäftsführer der IBK, sieht in einem Austausch mit XChange große Chancen für die Azubis. Laut Schnell ermöglicht der Austausch andere Arbeitsmethoden, neue Techniken und unterschiedliche Führungsstile kennenzulernen. “Wenn zudem Respekt und Verständnis für unterschiedliche Ideen und Identitäten wachsen, entsteht ein Nutzen für die gesamte Region“, betont Schnell. Auch Georg Hiltner, Hautgeschäftsführer der HWK Konstanz, sieht im Projekt einen langfristigen Gewinn für das Handwerk: „Sowohl die Auszubildenden als auch die Handwerksbetriebe profitieren von dem Austausch. Das Wissen und die Erfahrungen, mit denen die Austausch-Azubis zurückkommen, bringen neue Impulse in den Betrieb. Solche Angebote machen Betriebe für junge Menschen attraktiv. Gerade auch im Handwerk ist es wichtig, offen zu sein. Aus den Partnerschaften können sich langfristige Kooperationen entwickeln und so neue Märkte erschlossen werden.“

In rund 15 Jahren haben knapp 1.800 Azubis an XChange teilgenommen

Der Austausch findet seinen Ursprung im Jahr 1999. Da haben die Länder der IBK und die Arbeitsgemeinschaft Alpenländer (Arge Alp) die Gründung des Austausches beschlossen. Die Auszubildenden haben damit die Möglichkeit innerhalb des Kooperationsraumes Auslandserfahrungen zu sammeln. Im Herbst 2000 konnten die ersten Azubis einen Teil ihrer Ausbildung im Ausland absolvieren. In der Regel verbringen sie dabei einen Monat in einem Gastbetrieb. Bisher haben knapp 1.800 Auszubildende an dem Austausch teilgenommen.

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