Bilanz

Hat ZF Friedrichshafen die Corona-Krise überwunden?

Corona hat ZF Friedrichshafen zu schaffen gemacht. Dennoch ist die Geschäftsführung zufrieden mit der ersten Hälfte des Jahres 2021. Warum die Krise für das Unternehmen trotzdem noch nicht überstanden ist.

ZF hat das erste Halbjahr 2021 mit positiven Umsatz- und Ergebniszahlen abgeschlossen. Im Vergleich zu dem wesentlich von der Corona-Pandemie beeinflussten ersten Halbjahr 2020 erwirtschaftete das Unternehmen in den ersten sechs Monaten dieses Jahres einen Umsatz von 19,3 Milliarden Euro. Dies entspricht einer Umsatzsteigerung gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 43 Prozent. Das bereinigte EBIT lag bei 1,0 Milliarden Euro. „Wir haben das Momentum aus dem zweiten Halbjahr 2020 mit in dieses Jahr genommen und von der wirtschaftlichen Erholung der Automobilbranche profitiert“, sagte der Vorsitzende des Vorstands von ZF, Wolf-Henning Scheider, am Donnerstag bei der Vorlage der Halbjahreszahlen. „Zugleich haben wir unsere Organisation kontinuierlich in Richtung agiler Zusammenarbeit weiterentwickelt und uns mit innovativen Technologien für weniger Emissionen und mehr Fahrzeugsicherheit zahlreiche neue Aufträge gesichert.“

Positive Zusammenarbeit mit Gewerkschaft

Wir benötigen Ihre Zustimmung zum Laden dieser Anzeige!

Wir verwenden einen Drittanbieterdienst, um Anzeigen darzustellen, die möglicherweise Daten über Ihre Aktivität sammeln. Bitte überprüfen Sie die Details und akzeptieren Sie den Dienst, um diese Anzeige zu sehen.

Dieser Inhalt darf aufgrund von Trackern, die dem Besucher nicht bekannt gegeben werden, nicht geladen werden. Der Website-Eigentümer muss die Website mit seinem CMP einrichten, um diesen Inhalt in die Liste der verwendeten Technologien aufzunehmen.

powered by Usercentrics Consent Management Platform

Das erste Halbjahr war – neben der fortgesetzten Arbeit unter Pandemiebedingungen – von unmittelbaren Effekten wie dem Mangel an Halbleitern und unterbrochenen Lieferketten sowie steigenden Preisen für Rohstoffe und Logistikdienstleistungen geprägt. ZF hat daher seine Lieferketten teils neu justiert und durch eine stärkere Einbindung lokaler Lieferanten verkürzt, erklärt das Unternehmen in einer Mitteilung. „Darüber hinaus haben sich längerfristige Trends weiter beschleunigt, was sich etwa in Europa in neuen hochambitionierten Grenzwerten für CO2-Emissionen zeigt“, sagte Scheider. „Das steigert zwar die Nachfrage nach rein elektrischen Antrieben, doch es wird sehr schwer sein, die Balance zwischen Klimaschutz, Beschäftigung und den Mobilitätsbedürfnissen der Menschen herzustellen. Es braucht daher auch einen klaren Plan zum Aufbau der Infrastruktur – von der Stromerzeugung über die Stromnetze bis hin zur Ladeinfrastruktur.“

Vorangekommen ist ZF in den vergangenen Monaten mit dem vor einem Jahr mit Betriebsrat und Gewerkschaften geschlossenen Tarifvertrag Transformation. In diesem Rahmen laufen an den deutschen Standorten Gespräche, um Zielbilder für deren künftige Ausrichtung zu entwickeln. „Hierfür nutzen wir die Zeit, die uns der Tarifvertrag bis Ende 2022 gibt. Gemeinsam mit der Arbeitnehmervertretung erarbeiten wir tragfähige Lösungen für die Standorte. Für die meisten haben wir bereits gute Perspektiven entwickeln können“, betonte Scheider.

ZF rechnet weiterhin mit Belastungen

Wir benötigen Ihre Zustimmung zum Laden dieser Anzeige!

Wir verwenden einen Drittanbieterdienst, um Anzeigen darzustellen, die möglicherweise Daten über Ihre Aktivität sammeln. Bitte überprüfen Sie die Details und akzeptieren Sie den Dienst, um diese Anzeige zu sehen.

Dieser Inhalt darf aufgrund von Trackern, die dem Besucher nicht bekannt gegeben werden, nicht geladen werden. Der Website-Eigentümer muss die Website mit seinem CMP einrichten, um diesen Inhalt in die Liste der verwendeten Technologien aufzunehmen.

powered by Usercentrics Consent Management Platform

Angesichts der bisherigen Entwicklungen sowie der weiteren Aussichten für die nächste Monate, die von Unsicherheiten durch die aktuelle Lieferlage geprägt sind, wird ZF an seiner Prognose für das Gesamtjahr festhalten. ZF geht demnach davon aus, in diesem Jahr voraussichtlich einen Umsatz zwischen 37 und 39 Milliarden Euro zu erwirtschaften. Der Umsatz dürfte dabei aus heutiger Sicht am oberen Ende der Bandbreite liegen. Die bereinigte EBIT-Marge erwartet ZF im Bereich von 4,5 bis 5,5 Prozent; der bereinigte Free Cashflow wird zwischen 0,8 und 1,2 Milliarden Euro erwartet. Auch im zweiten Halbjahr rechnet ZF mit anhaltenden Belastungen durch höhere Kosten für Rohstoffe und Logistikdienstleistungen. Beeinträchtigungen durch die weiterhin geringe Verfügbarkeit von Halbleitern sowie den weiteren Verlauf der Covid-19-Pandemie können nicht ausgeschlossen werden.

Finanzierungsstrategie angepasst

Wir benötigen Ihre Zustimmung zum Laden dieser Anzeige!

Wir verwenden einen Drittanbieterdienst, um Anzeigen darzustellen, die möglicherweise Daten über Ihre Aktivität sammeln. Bitte überprüfen Sie die Details und akzeptieren Sie den Dienst, um diese Anzeige zu sehen.

Dieser Inhalt darf aufgrund von Trackern, die dem Besucher nicht bekannt gegeben werden, nicht geladen werden. Der Website-Eigentümer muss die Website mit seinem CMP einrichten, um diesen Inhalt in die Liste der verwendeten Technologien aufzunehmen.

powered by Usercentrics Consent Management Platform

Um die angestrebte Balance zwischen Investitionen und der Rückführung der Unternehmensverbindlichkeiten zu erreichen, hat ZF seine Finanzierungsstrategie angepasst. Ein Element ist das im Vorjahr neu aufgesetzte EMTN-Programm (Euro Medium Term Note). „Durch das EMTN-Programm können wir schneller und kontinuierlicher am Kapitalmarkt agieren“, erläuterte Finanzvorstand Dr. Konstantin Sauer.

„Darüber hinaus haben wir das Fälligkeitenprofil unserer Verbindlichkeiten aktiv gemanagt.“ Unter anderem hat ZF die im Zuge der Pandemie aufgenommene Kreditlinie über 1,35 Milliarden Euro sowie die im nächsten Jahr fällige Tranche des Schuldscheindarlehens zur Finanzierung der Wabco-Akquisition in Höhe von 1,0 Milliarden Euro bereits vollständig zurückgeführt.

Weitere Artikel zum Gleichen Thema
Bilanz

Hat ZF Friedrichshafen die Corona-Krise überwunden?

Corona hat ZF Friedrichshafen zu schaffen gemacht. Dennoch ist die Geschäftsführung zufrieden mit der ersten Hälfte des Jahres 2021. Warum die Krise für das Unternehmen trotzdem noch nicht überstanden ist.

ZF hat das erste Halbjahr 2021 mit positiven Umsatz- und Ergebniszahlen abgeschlossen. Im Vergleich zu dem wesentlich von der Corona-Pandemie beeinflussten ersten Halbjahr 2020 erwirtschaftete das Unternehmen in den ersten sechs Monaten dieses Jahres einen Umsatz von 19,3 Milliarden Euro. Dies entspricht einer Umsatzsteigerung gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 43 Prozent. Das bereinigte EBIT lag bei 1,0 Milliarden Euro. „Wir haben das Momentum aus dem zweiten Halbjahr 2020 mit in dieses Jahr genommen und von der wirtschaftlichen Erholung der Automobilbranche profitiert“, sagte der Vorsitzende des Vorstands von ZF, Wolf-Henning Scheider, am Donnerstag bei der Vorlage der Halbjahreszahlen. „Zugleich haben wir unsere Organisation kontinuierlich in Richtung agiler Zusammenarbeit weiterentwickelt und uns mit innovativen Technologien für weniger Emissionen und mehr Fahrzeugsicherheit zahlreiche neue Aufträge gesichert.“

Positive Zusammenarbeit mit Gewerkschaft

Wir benötigen Ihre Zustimmung zum Laden dieser Anzeige!

Wir verwenden einen Drittanbieterdienst, um Anzeigen darzustellen, die möglicherweise Daten über Ihre Aktivität sammeln. Bitte überprüfen Sie die Details und akzeptieren Sie den Dienst, um diese Anzeige zu sehen.

Dieser Inhalt darf aufgrund von Trackern, die dem Besucher nicht bekannt gegeben werden, nicht geladen werden. Der Website-Eigentümer muss die Website mit seinem CMP einrichten, um diesen Inhalt in die Liste der verwendeten Technologien aufzunehmen.

powered by Usercentrics Consent Management Platform

Das erste Halbjahr war – neben der fortgesetzten Arbeit unter Pandemiebedingungen – von unmittelbaren Effekten wie dem Mangel an Halbleitern und unterbrochenen Lieferketten sowie steigenden Preisen für Rohstoffe und Logistikdienstleistungen geprägt. ZF hat daher seine Lieferketten teils neu justiert und durch eine stärkere Einbindung lokaler Lieferanten verkürzt, erklärt das Unternehmen in einer Mitteilung. „Darüber hinaus haben sich längerfristige Trends weiter beschleunigt, was sich etwa in Europa in neuen hochambitionierten Grenzwerten für CO2-Emissionen zeigt“, sagte Scheider. „Das steigert zwar die Nachfrage nach rein elektrischen Antrieben, doch es wird sehr schwer sein, die Balance zwischen Klimaschutz, Beschäftigung und den Mobilitätsbedürfnissen der Menschen herzustellen. Es braucht daher auch einen klaren Plan zum Aufbau der Infrastruktur – von der Stromerzeugung über die Stromnetze bis hin zur Ladeinfrastruktur.“

Vorangekommen ist ZF in den vergangenen Monaten mit dem vor einem Jahr mit Betriebsrat und Gewerkschaften geschlossenen Tarifvertrag Transformation. In diesem Rahmen laufen an den deutschen Standorten Gespräche, um Zielbilder für deren künftige Ausrichtung zu entwickeln. „Hierfür nutzen wir die Zeit, die uns der Tarifvertrag bis Ende 2022 gibt. Gemeinsam mit der Arbeitnehmervertretung erarbeiten wir tragfähige Lösungen für die Standorte. Für die meisten haben wir bereits gute Perspektiven entwickeln können“, betonte Scheider.

ZF rechnet weiterhin mit Belastungen

Wir benötigen Ihre Zustimmung zum Laden dieser Anzeige!

Wir verwenden einen Drittanbieterdienst, um Anzeigen darzustellen, die möglicherweise Daten über Ihre Aktivität sammeln. Bitte überprüfen Sie die Details und akzeptieren Sie den Dienst, um diese Anzeige zu sehen.

Dieser Inhalt darf aufgrund von Trackern, die dem Besucher nicht bekannt gegeben werden, nicht geladen werden. Der Website-Eigentümer muss die Website mit seinem CMP einrichten, um diesen Inhalt in die Liste der verwendeten Technologien aufzunehmen.

powered by Usercentrics Consent Management Platform

Angesichts der bisherigen Entwicklungen sowie der weiteren Aussichten für die nächste Monate, die von Unsicherheiten durch die aktuelle Lieferlage geprägt sind, wird ZF an seiner Prognose für das Gesamtjahr festhalten. ZF geht demnach davon aus, in diesem Jahr voraussichtlich einen Umsatz zwischen 37 und 39 Milliarden Euro zu erwirtschaften. Der Umsatz dürfte dabei aus heutiger Sicht am oberen Ende der Bandbreite liegen. Die bereinigte EBIT-Marge erwartet ZF im Bereich von 4,5 bis 5,5 Prozent; der bereinigte Free Cashflow wird zwischen 0,8 und 1,2 Milliarden Euro erwartet. Auch im zweiten Halbjahr rechnet ZF mit anhaltenden Belastungen durch höhere Kosten für Rohstoffe und Logistikdienstleistungen. Beeinträchtigungen durch die weiterhin geringe Verfügbarkeit von Halbleitern sowie den weiteren Verlauf der Covid-19-Pandemie können nicht ausgeschlossen werden.

Finanzierungsstrategie angepasst

Wir benötigen Ihre Zustimmung zum Laden dieser Anzeige!

Wir verwenden einen Drittanbieterdienst, um Anzeigen darzustellen, die möglicherweise Daten über Ihre Aktivität sammeln. Bitte überprüfen Sie die Details und akzeptieren Sie den Dienst, um diese Anzeige zu sehen.

Dieser Inhalt darf aufgrund von Trackern, die dem Besucher nicht bekannt gegeben werden, nicht geladen werden. Der Website-Eigentümer muss die Website mit seinem CMP einrichten, um diesen Inhalt in die Liste der verwendeten Technologien aufzunehmen.

powered by Usercentrics Consent Management Platform

Um die angestrebte Balance zwischen Investitionen und der Rückführung der Unternehmensverbindlichkeiten zu erreichen, hat ZF seine Finanzierungsstrategie angepasst. Ein Element ist das im Vorjahr neu aufgesetzte EMTN-Programm (Euro Medium Term Note). „Durch das EMTN-Programm können wir schneller und kontinuierlicher am Kapitalmarkt agieren“, erläuterte Finanzvorstand Dr. Konstantin Sauer.

„Darüber hinaus haben wir das Fälligkeitenprofil unserer Verbindlichkeiten aktiv gemanagt.“ Unter anderem hat ZF die im Zuge der Pandemie aufgenommene Kreditlinie über 1,35 Milliarden Euro sowie die im nächsten Jahr fällige Tranche des Schuldscheindarlehens zur Finanzierung der Wabco-Akquisition in Höhe von 1,0 Milliarden Euro bereits vollständig zurückgeführt.

Weitere Artikel zum Gleichen Thema
nach oben