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Bahnstrecke München-Lindau: Die "unendliche Geschichte"?
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Fahrgastverband Pro Bahn e.V. | Schweizer Bundesamt für Verkehr BAV | Deutsche Bahn AG

Bahnstrecke München-Lindau: Die "unendliche Geschichte"?

 Den letzten Angaben der Deutschen Bahn zufolge, sollen die Baumaßnahmen 2020 abgeschlossen sein. Foto:Astrid Götze-Happe/pixelio
Den letzten Angaben der Deutschen Bahn zufolge, sollen die Baumaßnahmen 2020 abgeschlossen sein. Foto:Astrid Götze-Happe/pixelio

Der Ausbau der Bahnstrecke München-Lindau wird statt 2015 erst 2020 fertiggestellt werden. Die Schweizer Verkehrsbehörde hingegen ist mit den Baumaßnahmen in ihrem Land nach eigenen Angaben „im Fahrplan“. Nicht ohne Grund spricht der Fahrgastverband Pro-Bahn in diesem Zusammenhang von einer „unendlichen Geschichte“.

von Martina Lakotta, Online-Redaktion

Bereits 1996 hatten sich Deutschland und die Schweiz in einem bilateralen Abkommen das Ziel gesetzt, die Fahrzeit für die Strecke München-Zürich auf 3 ¼ Stunden zu verkürzen. Heute schreiben wir das Jahr 2014 – und die Elektrifizierung der Strecke konnte immer noch nicht abgeschlossen werden: Grund hierfür waren beispielsweise Probleme bei der Finanzierung. Zuletzt hatte die Deutsche Bahn vor sechs Jahren eine Fertigstellung bis 2015 in Aussicht gestellt. Den letzten Informationen zufolge, sei ein Ende der Ausbauarbeiten jedoch nicht mehr vor 2020 möglich. Der Fahrgastverband PRO BAHN spricht in diesem Zusammenhang nicht ohne Grund von einer „unendlichen Geschichte“. Dabei würde die Schweiz eine schnelle Fertigstellung der Arbeiten begrüßen. Nur so könne den Reisenden ein „konkurrenzfähiges Angebot auf der Schiene“ gemacht werden.

Schweiz ist „voll im Fahrplan“ – Deutsche Bahn hinkt beim Ausbau hinterher

Mit der Elektrifizierung und dem Ausbau der Strecke München-Lindau möchte die Deutsche Bahn ein „zeitgemäßes Fernverkehrsangebot zwischen den europäischen Metropolen  München und Zürich“ ermöglichen. Durch die Maßnahmen sollen die Fahrzeiten verkürzt werden und mehr Züge pro Tag die Strecke befahren können. Doch die Fertigstellung der Arbeiten wird sich nach Angaben der Bahn um 5 Jahre verzögern und erst 2020 erfolgen. Die Ausbauarbeiten auf der Schweizer Seite hingegen seien nach Angaben der Verkehrsbehörde „voll im Fahrplan“.

Schweiz stellt 50 Millionen Euro für Elektrifizierung der Strecke Lindau-Geltendorf zur Verfügung

Ursprünglich sollte der Ausbau der Strecke München-Lindau 210 Millionen Euro kosten. Im Mai letzten Jahres teilte die Deutsche Bahn jedoch mit, dass „Verteuerungen bei Planungskosten, Signaltechnik, Oberleitungsbau und beim Lärmschutz die Kosten des Vorhabens auf nun 310 Millionen Euro“ erhöhen werden. Die Finanzierung des Projekts sei dennoch durch Bund, Bayern und die Schweiz gesichert, wie die Bahn damals mitteilte. Außerdem stellt die Schweiz für die Kosten der Elektrifizierung der Strecke Lindau-Geltendorf einen rückzahlbaren Vorfinanzierungsbeitrag von 50 Millionen Euro zur Verfügung.

Schweiz wünscht sich Abschluss der Bauarbeiten auf Strecke  München-Lindau

Ob die Baumaßnahmen tatsächlich 2020 abgeschlossen werden können, erscheint angesichts der langen Vorgeschichte längst nicht sicher. Doch „der Schweiz ist es wichtig, dass auch auf der Strecke Zürich-München ein konkurrenzfähiges Angebot auf der Schiene gemacht werden kann“, so eine Sprecherin des Schweizer Verkehrsamts. Dafür sei die Fahrzeitverkürzung, die mit der Elektrifizierung der Strecke München-Lindau realisiert werden soll, eine Voraussetzung. Bleibt abzuwarten, ob die Fahrgäste der Deutschen Bahn in fünf Jahren nur mehr drei Stunden und 15 Minuten im Zug sitzen müssen, wenn sie von München bis nach Zürich reisen möchten.

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