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Um das europäische Netzwerk im All weiter auszubauen, wurde Airbus von der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) mit der Produktion zweier weiterer Galileo-Satelliten beauftragt. Der neue Vertrag ergänzt eine bereits bestehende Vereinbarung über die Herstellung von sechs Galileo-Satelliten der gleichen Generation.
Für die Produktion will der Konzern auf Kapazitäten sowie Fachwissen verschiedener Standorte zurückgreifen. Ein zentraler Knotenpunkt der Fertigung liege dabei im Werk in Friedrichshafen, das von weiteren Niederlassungen in Süddeutschland, Spanien sowie Frankreich unterstützt werde. „Dieser jüngste Auftrag über zwei weitere hochmoderne Galileo-Satelliten unterstreicht die Kompetenz von Airbus im Bereich des Satellitenbaus“, ordnet Alain Fauré, Leiter der Sparte Space Systems bei Airbus, den Auftrag ein. Durch die Produktion und Auslieferung weiterer Satelliten trage man insgesamt zur „europäischen Sicherheit und Verteidigung“ bei.
Die über zwei Tonnen schweren Galileo-Satelliten seien für eine Lebensdauer von 15 Jahren im Orbit ausgelegt und sollen über eine vollständig digitale Ausstattung verfügen. Dadurch ließen sich die Systeme während des laufenden Betriebs im Weltall neu konfigurieren, um flexibel auf veränderte Signalanforderungen reagieren zu können. Ergänzend dazu sollen verbesserte Atomuhren sowie interne Kommunikationsverbindungen verbaut werden, über die sich die Satelliten untereinander abstimmen sowie gegenseitig überprüfen können sollen.
Um das Navigationsnetz vor gezielten Störsignalen oder Manipulationsversuchen zu schützen, seien darüber hinaus spezielle Abwehrmechanismen in die Antennenarchitektur integriert worden.
Finanziert wird das umfassende Infrastrukturprojekt durch die Europäische Union, während die ESA das Design sowie die technische Qualifizierung steuert. Durch den stetigen Ausbau des Galileo-Netzwerks strebe man an, die Souveränität Europas im All, speziell im Bereich der Navigation, abzusichern. Laurent Jaffart, Direktor für Resilienz, Navigation und Konnektivität bei der Raumfahrtorganisation, erklärt: „Diese Aufträge stellen eine Investition in die Fähigkeit Europas dar, seine eigene Zukunft unabhängig und selbstbewusst zu gestalten.“