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Airbus Helicopters und Quantum Systems entwickeln drohnenbasierte Flugabwehr
Kooperation

Airbus Helicopters und Quantum Systems entwickeln drohnenbasierte Flugabwehr

Der neue U145-Helikopter, ausgestattet mit dem C-UAS-System von Quantum Systems. Foto: Airbus Helicopters / Celian Bauduin
Der neue U145-Helikopter, ausgestattet mit dem C-UAS-System von Quantum Systems. Foto: Airbus Helicopters / Celian Bauduin

Die beiden Unternehmen haben die Kooperation im Rahmen der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung bekanntgegeben. Dabei spielt auch ein neues Hubschraubermodell eine Rolle.

Airbus Helicopters und der Münchener Drohnenhersteller Quantum Systems haben einen Kooperationsvertrag auf der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung (ILA) in Berlin unterzeichnet. Im Rahmen der Zusammenarbeit soll geprüft werden, ob sich die unbemannten Flugabfangsysteme von Quantum Systems technologisch in Militärhubschrauber von Airbus integrieren lassen.

„Entscheidender Schritt“ für Widerstandsfähigkeit Europas

Für die beteiligten Unternehmen spiegelt die Kooperation die gemeinsame Bestrebung wider, die Verteidigungsfähigkeit der europäischen Streitkräfte gegenüber asymmetrischen Bedrohungen zu verbessern. Stefan Thomé, Executive Vice-President Programmes bei Airbus Helicopters, erklärt: „Diese Vereinbarung mit Quantum Systems ist ein entscheidender Schritt vorwärts bei der Erweiterung des Einsatzspektrums unserer Militärhubschrauber und stellt sicher, dass die Besatzungen den Luftraum wirksam gegen unbemannte Bedrohungen verteidigen können (Übersetzung der Redaktion).“ Weiter führt er aus, dass der H145-Hubschrauber, den etwa die Bundeswehr nutzt, ideale Voraussetzungen für die Integration eines Drohnenabwehrsystems biete. Martin Karkour, Chief Revenue Officer bei Quantum Systems, ergänzt: „Gemeinsam treiben Airbus und Quantum Systems die Integration bemannter und unbemannter Fähigkeiten voran, um ein widerstandsfähigeres und effektiveres Verteidigungsökosystem aufzubauen.“

Neuer, unbemannter Hubschrauber U145 als Basis

Die Kooperation rund um das Abfangjägersystem ist jedoch nicht die einzige Neuigkeit, die Airbus Helicopters im Rahmen der IFA 2026 bekanntgab: Auch das Hubschraubermodell, dass die Drohnen nutzen soll, ist neu. Der U145 ist eine unbemannte Version des Militärhubschraubers H145 und sei durch spezielle Sensorik und Künstliche Intelligenz völlig autonom. Das Modell kombiniere „die bewährte Flugzeugzelle, Leistung und Nutzlast der H145-Modelle mit der Autonomie eines UAS“, erklärt Matthieu Louvot, seit April 2026 CEO von Airbus Helicopters. UAS steht für „Unmanned Aircraft System“, wird offiziell als unbemanntes Luftfahrzeugsystem übersetzt und meint im gängigen Gebrauch meist eine Drohne.

Der U145-Helikopter soll vor allem für den Frachttransport verwendet werden, der modulare Aufbau ermögliche jedoch auch Aufgaben im Katastrophenschutz, der Brandbekämpfung und den Einsatz als „Drohnenmutterschiff“, wie es die Kooperation mit Quantum Systems vorsieht. Ein Erstflug mit Sicherheitspiloten sei für Ende 2026 angesetzt, die Indienststellung soll im Laufe der nächsten zehn Jahre erfolgen.

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