Steigende Zahlen

381 Aussteller aus 13 Nationen auf der Fruchtwelt Bodensee 2018

Die Messe Friedrichshafen aus der Vogelperspektive. Foto: Messe Friedrichshafen
Die Fruchtwelt Bodensee findet vom 23. bis 25. Februar in Friedrichshafen statt. Dort dreht sich alles um die aktuellen Themen der Obstbau-Branche. Besonders deutlich: Die nach dem Frost im letzten Jahr deutlich geringere Erntemenge trifft auf verstärkten Obstkonsum.

Europas Obstbau-Branche blickt aufgrund von ungünstigen Witterungseinflüssen auf ein ertragsschwaches Jahr 2017 zurück. Im Vorfeld der Fachmesse Fruchtwelt Bodensee meldet Eugen Setz, Geschäftsführer der Obst vom Bodensee Marketinggesellschaft, einen deutlichen Rückgang der EU-weiten Apfelproduktion um rund 20 Prozent.

2017 schlechtestes Erntejahr seit 20 Jahren

Mit 85.000 Tonnen Äpfeln liegt der Ernteertrag der Bodenseeregion 2017 auf dem niedrigsten Wert seit über 20 Jahren. Gegenüber dem Vorjahr wurde ein Minus von 70 Prozent gemessen. Diese Situation trifft allerdings auf kauffreudige Konsumenten: „Nach Jahren der Stagnation und sogar rückläufigen Konsums vermelden die Marktanalysten seit Herbst 2017 steigende Einkaufsmengen an Tafeläpfeln. Insgesamt nahm der Obstkonsum um vier Prozent zu", berichtet Eugen Setz. „Das könnte an einem gestiegenen Bewusstsein für gesunde Ernährung, aber auch an der geringen Eigenernte im Hausgarten liegen, die dann über den Zukauf kompensiert wird."

Steigende Ausstellerzahl bei der Fruchtwelt Bodensee

Ein erneut hohes Niveau erreichte auch die Fruchtwelt Bodensee 2018 mit der Zahl von 381 Ausstellern aus 13 Nationen. „Seit Jahren verzeichnen wir leicht steigende Aussteller- und Besucherzahlen – unabhängig von der wirtschaftlichen Situation der Branche. Damit ist die Fruchtwelt Bodensee ein Fixpunkt und international eine bedeutende Plattform für Obstbauern, Landwirte und Brenner aus ganz Europa, die sich hier informieren und ein umfassendes Produktangebot in den Hallen vorfinden", betont Projektleiterin Petra Rathgeber.

Diese Themen sind im Fokus der Fruchtwelt Bodensee

Für die Obstbaubranche stehen in diesem Jahr die Themen Klima, Frost und Vorsorge-Maßnahmen im Mittelpunkt. Denn im vergangenen Jahr litt insbesondere Kernobst in weiten Teilen Mittel-, Nord- und Osteuropas unter Blütenfrösten. Die dadurch verbundene Abnahme der Obstproduktion betraf das produktionsstärkste Land Polen mit 30 Prozent sowie Belgien mit 30 Prozent und Deutschland mit 40 Prozent. „Eine wichtige Prognose für den Obstbau ist, dass die Obstblüte früher einsetzen wird und damit die Gefahr für Blütenfröste steigt", berichtet Eugen Setz. Daher sei es für die Obstbauern wichtig, eine vorzusorgen – beispielsweise mit dem Abschluss einer Versicherung oder der Frostschutzberegnung. „Laut einer Abfrage haben 90 Betriebe in der Region Interesse an solchen Maßnahmen, was aus unserer Sicht auch das sinnvollste wäre, denn die Obstgroßmärkte brauchen Ware", betont Eugen Setz.

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