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Wildpoldsried Windräder Ökodorf
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Wildpoldsried

Wildpoldsried Windräder Ökodorf

90 Prozent der Bürger unterstützen in Wildpoldsried die Nutzung der Windkraft. 24 Millionen Euro wurden bislang in erneuerbare Energien investiert.

„WIR: Wildpoldsried – Innovativ – Richtungsweisend“ lautet das Motto der Gemeinde Wildpoldsried im Oberallgäu.  Das über Schwabens Grenzen bekannte Ökodorf mit 2750 Einwohnern erzeugt bereits seit 2009 das Dreieinhalbfache des eigenen Stromverbrauchs aus regenerativen Energien, wie die Aichacher Nachrichen schreiben.  

Aktive Bürger-Beteiligung

Beim Umsetzen der ökologischen Vorhaben geht es den Kommunalpolitikern in Wildpoldsried vor allem um aktive Bürger-Beteiligung. Auch Transparenz und Kontrolle spielen hierbei eine wichtige Rolle. Von der Gemeinde wurde eine Dorfentwicklungs-GmbH eingesetzt, die an der Umsetzung der nachhaltigen Projekte maßgeblich beteiligt ist.

Drei ökologische Ziele

Bei der Realisierung der ökologischen Vorhaben werden generell drei Ziele verfolgt. Zum ersten eine regenerative Energie-Erzeugung und Energie-Einsparung. Zweitens soll bei Bauvorhaben möglichst viel Holz als Baumaterial eingesetzt werden. Desweiteren wird streng auf den Schutz der ober- und unterirdischen Wasser-Vorkommen geachtet sowie auf eine ökologische Abwasser-Beseitigung.

„Dorfheizung“

Vor Ort gibt es auch einen Biomasse-Kessel und zwei Biogas-Blockheiz-Kraftwerke, die Wärme erzeugen. Die dazu nötige Biomasse wird direkt antransportiert und zwar über eine Leitung vom Landwirt. Diese sogenannte „Dorfheizung“ (Aichacher Nachrichten) ist allerdings auch mit dem 2,5 km entfernten Nahwärmenetz verbunden. Wie die Aichacher Nachrichten berichten, können so kommunale Gebäude sowie auch Privatleute einfach versorgt und dadurch bis zu 180.000 Liter Heizöl im Jahr eingespart werden.

Nutzung von Solar- und Windenergie

In Wildpoldsried wird auch die Solarenergie gewinnbringend genutzt. Laut den Aichacher Nachrichten befinden sich 190 Photovoltaik-Anlagen mit 3,6 Megawatt und 140 thermische Solaranlagen in der Gemeinde. Pläne gibt es auch für die Anbringung von weiteren Solarflächen auf der Kläranlage sowie für zwei neue Windkraft-Anlagen im Wert von 7,2 Millionen Euro. Fünf von diesen Bürger-Windkraftanlagen gibt es in Wildpoldsried bereits. Auch für die Durchsetzung der zwei neuen Windkraftanlagen bedarf es einem breiten kommunalen Konsens. Intensive Bürger-Beteiligung hat schließlich zu einer Zustimmung der Bürgerschaft von rund 90 Prozent geführt. Der Wildpoldsrieder „Windpapst“ Wendelin Einsiedler erklärte: „Wir wollen keine auswärtigen Investoren, wir wollen es in Eigenregie angehen.“ (Aichacher Nachrichten) Dass die Umsetzung der ökologischen Vorhaben nicht immer ganz leicht ist, zeigen die mehrmaligen Änderungen des Flächennutzungs-Plans für Gebiete, auf denen sich regenerative Energien befinden.  

Investitionen von 24 Mio. Euro

24 Millionen Euro flossen von Seiten der Gemeinde und der Bürger bereits in erneuerbare Energien. Einsiedler gibt vergleichend noch an: „Bei einem Windrad wird für die Erzeugung von sieben Millionen Kilowattstunden nur 0,1 Hektar an Fläche verbraucht, bei einer Biogas-Anlage sind für die gleiche Erzeugung 500 Hektar nötig. Die zwei geplanten Windkraft-Anlagen erbringen 80 Prozent des Ertrages, den die 40 Milchvieh-Betriebe der Gemeinde mit ihren 1350 Kühen erwirtschaften.“ (Aichacher Nachrichten)

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