Interview

Warum BMTS das Werk Blaichach trotzt hoher Nachfrage schließt

BMTS schließt sein Werk in Blaichach – und das obwohl die Produktion ausgebaut werden soll. Wie das zusammenpasst, erklärt Marco Esser, Vice President Human Resources, Compliance and Legal, in der BMTS Hauptzentrale in Stuttgart, im Interview.

B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN: Herr Esser, Manche Unternehmen der Region haben in der jüngsten Vergangenheit verkündet, Stellen abbauen zu müssen. Dort herrscht bei den Mitarbeitern verständlicherweise Krisenstimmung. Bei einer gesamten Werkschließung müsste die Situation noch schlimmer sein. Wie erleben Sie die Lage in Blaichach?

Marco Esser: Die Entscheidung, unser Werk in Blaichach Ende dieses Jahres zu schließen, ist uns nicht leichtgefallen. Unser Team leistet dort seit vielen Jahren engagierte Arbeit und stellt ein wichtiges Bauteil für unsere Endprodukte her. Wir sind uns deshalb unserer Verantwortung gegenüber den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bewusst. Dennoch gibt es leider keine andere Möglichkeit für uns, als das Werk zu schließen.

Eine Werkschließung trotz Wachstumskurs. Das passt doch nicht zusammen?

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Auf den ersten Blick nicht. Fakt ist jedoch, dass wir am Standort Blaichach räumlich limitiert sind. Unser Betrieb ist aufgrund der Gründungshistorie, die Robert Bosch GmbH war bis zum Verkauf 2018 Miteigentümer von BMTS, noch heute in den Räumlichkeiten des Bosch-Werkes untergebracht. Diese Gegebenheiten machen ein räumliches Wachstum schwierig. Dem gegenüber verfügen wir an anderen internationalen Standorten jedoch über weitere Kapazitäten, die Produktion weiter ausbauen zu können.

Sie sprechen von „Verantwortung gegenüber den Mitarbeitern“. Wie werden Sie dem in Blaichach gerecht?

Die individuelle Situation der Kolleginnen und Kollegen ist unterschiedlich. Deshalb haben wir uns dazu entschieden, mehr als nur einen Weg zu gehen. Wir setzen beispielsweise darauf, unsere Mitarbeiter dabei zu unterstützen, in neue Arbeitsverhältnisse zu kommen. Hierzu sprechen wir mit Arbeitgebern in der Region, die unsere Mitarbeiter übernehmen könnten und bieten den Wechsel in eine Transfergesellschaft an, der zusätzlich zu einer befristeten Weiterbeschäftigung nach dem Austritt bei BMTS auch den leichteren Zugang zum Arbeitsmarkt und die Unterstützung im Bewerbungsprozess beinhaltet.

Darauf zu setzen, dass jeder Mitarbeiter an Unternehmen in der Region vermittelt werden kann, scheint aber äußerst optimistisch zu sein…

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Wenn Mitarbeiter zwingend in der Region bleiben möchten, können wir natürlich nur dabei unterstützen, in eine neue Beschäftigung bei einem anderen Arbeitgeber zu wechseln. Wir tun dies im Rahmen der erwähnten Transfergesellschaft unter anderem auch in Form von zusätzlichen Qualifizierungsmaßnahmen. Aber auch innerhalb der BMTS Gruppe können sich unsere Mitarbeiter aus Blaichach auf freie Stellen bewerben. Einige Kollegen haben davon bereits Gebrauch gemacht und eine neue Aufgabe in unserem Unternehmen gefunden. Beispielsweise an unseren Standorten in St. Michael in Österreich oder Novi Sad in Serbien. Aber komplett verabschieden werden wir uns aus Blaichach trotzdem nicht.

Das heißt, ein Teil von BMTS bleibt im Allgäu?

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Korrekt. Wir befinden uns aktuell in Gründung eines Technologiebüros, dessen Mitarbeiter unsere Produktionsstandorte Weltweit mit ihrer Erfahrung und Expertise unterstützen werden. Blaichach bleibt, wenn auch in anderer Form, Teil der BMTS Familie.

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B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN: Herr Esser, Manche Unternehmen der Region haben in der jüngsten Vergangenheit verkündet, Stellen abbauen zu müssen. Dort herrscht bei den Mitarbeitern verständlicherweise Krisenstimmung. Bei einer gesamten Werkschließung müsste die Situation noch schlimmer sein. Wie erleben Sie die Lage in Blaichach?

Marco Esser: Die Entscheidung, unser Werk in Blaichach Ende dieses Jahres zu schließen, ist uns nicht leichtgefallen. Unser Team leistet dort seit vielen Jahren engagierte Arbeit und stellt ein wichtiges Bauteil für unsere Endprodukte her. Wir sind uns deshalb unserer Verantwortung gegenüber den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bewusst. Dennoch gibt es leider keine andere Möglichkeit für uns, als das Werk zu schließen.

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Sie sprechen von „Verantwortung gegenüber den Mitarbeitern“. Wie werden Sie dem in Blaichach gerecht?

Die individuelle Situation der Kolleginnen und Kollegen ist unterschiedlich. Deshalb haben wir uns dazu entschieden, mehr als nur einen Weg zu gehen. Wir setzen beispielsweise darauf, unsere Mitarbeiter dabei zu unterstützen, in neue Arbeitsverhältnisse zu kommen. Hierzu sprechen wir mit Arbeitgebern in der Region, die unsere Mitarbeiter übernehmen könnten und bieten den Wechsel in eine Transfergesellschaft an, der zusätzlich zu einer befristeten Weiterbeschäftigung nach dem Austritt bei BMTS auch den leichteren Zugang zum Arbeitsmarkt und die Unterstützung im Bewerbungsprozess beinhaltet.

Darauf zu setzen, dass jeder Mitarbeiter an Unternehmen in der Region vermittelt werden kann, scheint aber äußerst optimistisch zu sein…

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Korrekt. Wir befinden uns aktuell in Gründung eines Technologiebüros, dessen Mitarbeiter unsere Produktionsstandorte Weltweit mit ihrer Erfahrung und Expertise unterstützen werden. Blaichach bleibt, wenn auch in anderer Form, Teil der BMTS Familie.

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