Moderne Räume

Umdenken im Allgäu: Neue Trends, neue Arbeitswelten

Pop-up, Coworking, Workation – drei Begriffe, drei Konzepte die gerade im ländlichen Raum Ortskerne und Innenstädte beleben könnten. Wie, erklärten Referenten bei der Allgäuer Freiraum Tagung.

Die innovative Entwicklung von innerörtlichem Gewerberaum war Kernthema der von der Allgäu GmbH initiierten Tagung in Sonthofen. Was sperrig klingt, hatte einen doch recht simplen Hintergrund: „Das Allgäu soll auch weiterhin als zukunftsorientierter Gestaltungsraum für Leben, Arbeiten und Urlauben im ländlichen Raum wahrgenommen werden“, fasste Geschäftsführer Klaus Fischer zusammen.

„Arbeitsräume neu denken“

Um das zu erreichen, müssen Ortskerne belebt, Leerstand genutzt und Kreativen einen Raum zum Arbeiten geboten werden. Politik, Wirtschaftsförderung, Citymanagements und Gewerbetreibende sind gleichermaßen gefordert beim Thema „Arbeitsräume neu denken“. Die Ideen reichen von Workation, also die Verbindung von Arbeiten und Urlauben, über Kurzzeitläden bis Coworking, ein flexibles Arbeits- und Geschäftsmodell.

Aktuelle Trends

Diese Ansätze beschäftigen sich mit gesellschaftlichen Trends der Flexibilität, Kurzfristigkeit sowie kreativem Zusammenarbeiten und deren räumlichen Bezug. Konzepte, die längst nicht nur mehr in Großstädten umgesetzt werden und vor allem auch Chancen für ländliche geprägte Regionen liefern. Drei Experten beleuchteten diese Instrumente von verschiedenen Seiten, gaben Impulse und Ideen und erklärten, wie sie im ländlichen Raum umgesetzt werden können.

Die Pop-Up-Stores

Christian Hörmann von der Beratungsagentur CIMA GmbH beschäftigte sich mit der Frage, wie sogenannte „Pop-Up-Stores“ auch in ländlichen Kommunen funktionieren können. Dieses Konzept der Kurzzeitläden findet in großen Städten wie etwa Augsburg oder München seit Jahren großen Anklang. Aber auch für ländliche, kleinere Kommunen bieten sie als ein Instrument für die Vitalisierung von Ortsskernen und Innenstädten Potenziale.

Der Coworking-Space

Einen anderen Trend zeigte Dr. Stefan Rief vom Fraunhofer IAO auf: Das sogenannte „Coworking“ – ein flexibles Geschäfts- und Arbeitsmodell, in dem sich meist Gründer, Selbstständige und Kreative einen zeitlich flexiblen Arbeitsplatz in einem offenen Büro anmieten. Die räumliche Zusammenarbeit und die dadurch entstehenden positiven Effekte stehen im Vordergrund.

Workation – Arbeit und Vergnügen

Janosch Dietrich vom Coconat Space, im ländlichen Brandenburg gelegen, erläuterte, warum „Workation“ gelingt. Dabei handelt es sich um eine Mischung aus Arbeit („work“) und Urlaub („vacation“). Für die einen bedeutet diese Form des Neuen Arbeitens Inspiration, für andere Entspannung, letztlich aber individuell verschieden. Einigend sei hier die Urlaubsdestination.

In einer anschließenden Diskussionsrunde wurden die Ansätze und deren Übertragbarkeit auf den Ländlichen Raum diskutiert. Klaus Fischer begrüßte zum Austausch rund 60 Teilnehmer.

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