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Telekom-Mitarbeiter streiken in Kempten
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ver.di - Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft

Telekom-Mitarbeiter streiken in Kempten

Symbolbild. Foto: B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN

Im Vorfeld zur dritten Verhandlungsrunde im Tarifstreit mit der Deutschen Telekom AG ruft ver.di erneut zum Streik auf. Davon betroffen sind auch die Mitarbeiter in Kempten. Diese legen heute den ganzen Tag die Arbeit nieder.

von Iris Zeilnhofer, Online-Redaktion

Nachdem bereits zwei Tarifverhandlungen mit der Deutschen Telekom ergebnislos verliefen, möchte ver.di den Druck erhöhen. Parallel zu den heute stattfindenden Gesprächen in Berlin sollen Warnstreiks abgehalten werden. Dazu werden die Mitarbeiter aus dem Kundenservice ihre Arbeit niederlegen. Betroffen sind auch die Standorte Kempten, Weiden, Schweinfurt und Traunstein.

Telekom soll heute erstes Angebot vorstellen

„Mit den Arbeitsniederlegungen fordern die Beschäftigten die Telekom auf, ihre Ankündigung wahr zu machen und ein verhandlungsfähiges Angebot vorzulegen“, sagte ver.di Streikleiter Frank Sauerland im Vorfeld. Ein solches kündigte die Deutsche Telekom AG bereits vergangene Woche an. Bisher hatte das Unternehmen noch kein Gegenangebot zu den Vorschlägen der Gewerkschaft vorgelegt. Dieses werde „sich erst im Laufe der dritten Verhandlungsrunde ergeben“, so die Deutsche Telekom letzte Woche.

Telekom-Mitarbeiter streiken für mehr Geld

ver.di hatte bereits in den letzten Verhandlungen seine Forderungen laut kundgetan. Diese umfassen eine tabellenwirksame Entgelterhöhung um fünf Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Desweitern sollen die Gehälter der Kundenservicemitarbeiter an die der Techniker angeglichen werden, wie ver.di erklärte. Auch der Ausschluss betriebsbedingter Beendigungskündigungen soll verlängert werden. Die Höhe der Ausbildungsvergütungen und der Vergütungen für duale Studenten soll um 60 Euro angehoben werden. Letzte Woche rief die Gewerkschaft deshalb zu zweistündigen Streiks auf. Heute handelt es sich um einen vollschichtigen Warnstreik. In der vergangenen Woche hatten mehr als zwölftausend Beschäftigte der Technik-, Vertriebs- und Servicebereiche mit Protesten und Warnstreiks die Tarifrunde begleitet.

63.000 Tarifangestellte betroffen

„Wir erwarten ein verhandlungsfähiges Angebot. Dafür streiken die Kolleginnen und Kollegen“, so Joachim Reiter, ver.di Landesfachbereichsleiter Baden-Württemberg. Die Verhandlungen betreffen rund 63.000 Tarifangestellten und Auszubildenden bei der Telekom. Die Gespräche sind für den 22. und 23. März angesetzt.

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