Interview

Start-up Der Blaue: „Corona hat uns in die Hände gespielt“

Michael Schmidt ist der Geschäftsführer des Startups „Der Blaue“, einer Marke der Aqua Evolution Systems GmbH aus Sulzberg im Oberallgäu. Im Interview verrät er wichtige Tipps für Gründer, wie seine eigenen Anfänge ausgesehen haben und weshalb er sich vorstellen könnte, seine Firmen in einigen Jahren zu verkaufen.

B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN: Michael Schmidt, Sie sind Gesellschafter von „Der Blaue“. Worum handelt es sich bei dem Produkt und wie kam die Idee dazu?

Michael Schmidt: Bei dem Produkt handelt es sich um eine Neuheit im Wasserauffangen. Überall ist Wasser im Spiel und wenn dort gearbeitet wird, muss es meistens aufgefangen werden. Hier hat mein Geschäftspartner Marvin Kiesel eine Marktlücke entdeckt, als er mit einem Heizungsbauer seinen Heizkörper zu Hause gewechselt hat und dafür über eine halbe Stunde mit einem abgeschnittenen Eimer benötigte. Mit unserer Erfindung „Der Blaue“ dauert so etwas nun circa zehn Minuten.

An welche Zielgruppe richten Sie sich damit?

Wir benötigen Ihre Zustimmung zum Laden dieser Anzeige!

Wir verwenden einen Drittanbieterdienst, um Anzeigen darzustellen, die möglicherweise Daten über Ihre Aktivität sammeln. Bitte überprüfen Sie die Details und akzeptieren Sie den Dienst, um diese Anzeige zu sehen.

Dieser Inhalt darf aufgrund von Trackern, die dem Besucher nicht bekannt gegeben werden, nicht geladen werden. Der Website-Eigentümer muss die Website mit seinem CMP einrichten, um diesen Inhalt in die Liste der verwendeten Technologien aufzunehmen.

powered by Usercentrics Consent Management Platform

Die Hauptzielgruppe aktuell ist der Bereich der Sanitär-, Heizungs- und Klimabranche, aber natürlich auch alle Hausmeister und ambitionierten Heimwerker. Es gibt aber noch etliche weitere Branchen, die Flüssigkeiten auffangen, wo unser System angewendet werden kann. Diese wollen wir Stück für Stück weiter erschließen.

Wo vermarkten Sie den Blauen?

Der erste Plan war der Onlinedirektvertrieb über unsere Website, aber als es dann an die Umsetzung ging, war uns klar, dass wir nur einen Teil des Marktes erreichen. Somit haben wir entschieden, auch mit Großhändlern zusammenzuarbeiten, um das Produkt einer breiten Masse schneller zur Verfügung zu stellen. Bei den zahllosen Gesprächen hat sich gezeigt, dass niemand mit einem Hersteller arbeiten will, der auch direkt verkauft. Wir haben uns deshalb dafür entschieden, die monatelange Arbeit einzustampfen. Seitdem bekommen wir fast wöchentlich Anfragen von Großhändlern. Mittlerweile gibt es unser Produkt flächendeckend in Deutschland zu kaufen und das bei über 15 Großhandelspartnern in über 400 Filialen. Wir sind jetzt aktuell mit Kräften dabei den Export vorzubereiten und die Grundlagen dafür aufzubauen.

Der Vorverkauf ist im Mai dieses Jahres gestartet. Wie hat die Corona-Krise Sie beeinflusst?

Wir benötigen Ihre Zustimmung zum Laden dieser Anzeige!

Wir verwenden einen Drittanbieterdienst, um Anzeigen darzustellen, die möglicherweise Daten über Ihre Aktivität sammeln. Bitte überprüfen Sie die Details und akzeptieren Sie den Dienst, um diese Anzeige zu sehen.

Dieser Inhalt darf aufgrund von Trackern, die dem Besucher nicht bekannt gegeben werden, nicht geladen werden. Der Website-Eigentümer muss die Website mit seinem CMP einrichten, um diesen Inhalt in die Liste der verwendeten Technologien aufzunehmen.

powered by Usercentrics Consent Management Platform

Uns hat Corona komplett in die Hände gespielt. Wir konnten uns in der heißen Phase nur auf das Projekt konzentrieren, während die Welt um uns herum mit sich selbst beschäftigt war. Für uns war und ist Corona zum Glück kein Thema. Wir haben im Mai unsere GmbH gegründet und haben alle Gespräche mit dem Großhandel per Video oder Telefon geführt. Ohne Corona wären wir nicht so schnell am Markt gewesen. 

Wie finanzieren Sie Ihr Startup?

Anfangs mit einem KfW Kredit und mittlerweile aus eigenen Mitteln. 

Wollten Sie schon immer etwas Eigenes erfinden?

Ich wollte schon immer was Eigenes aufbauen und liebe es, etwas zu erschaffen. Mein Geschäftspartner Marvin Kiesel ist der Erfinder schlechthin. Er sieht automatisch in fast allen Bereichen, was man optimieren kann und hat Ideen für Produkte und Geschäftsfelder am laufenden Band. Gemeinsam sind wir ein gutes Team, um weitere Projekte zu entwickeln und voranzutreiben. 

Welche langfristigen Ziele verfolgen Sie?

Im Fokus steht aktuell das Erschließen weiterer Länder und Branchen. Wir wollen die eine Marke für das Thema Wasserauffangen werden. Auf längere Sicht sind wir auch offen in einigen Jahren die aufgebaute Firma zu verkaufen und uns neuen Projekten zu widmen. Klar ist, dass wir unsere Fühler weiter ausstrecken und nach Lücken Ausschau halten, wo es Probleme zu lösen gibt.

Welche Tipps sind wichtig für Startup-Gründer?

In erster Linie ist es wichtig anzufangen. Unterwegs erlernt man dann neue Fähigkeiten, lernt wichtige Weggefährten kennen und bringt das Projekt nach vorne. Wer jedoch feststellt, dass es sinnlos ist, sollte die Reißleine ziehen und nicht ewig an einer Sache festhalten. Wir haben nur ein Leben und somit begrenzte Zeit und Energie. Wenn es sich jedoch um ein Projekt handelt, das Spaß macht und Potenzial hat, dann heißt es „all in“ und Prioritäten setzen. Meiner Meinung nach ist auch Zusammenarbeit ein wichtiger Faktor – alle wirklich großen Projekte wurden im Team entwickelt.

Weitere Artikel zum Gleichen Thema
Interview

Start-up Der Blaue: „Corona hat uns in die Hände gespielt“

Michael Schmidt ist der Geschäftsführer des Startups „Der Blaue“, einer Marke der Aqua Evolution Systems GmbH aus Sulzberg im Oberallgäu. Im Interview verrät er wichtige Tipps für Gründer, wie seine eigenen Anfänge ausgesehen haben und weshalb er sich vorstellen könnte, seine Firmen in einigen Jahren zu verkaufen.

B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN: Michael Schmidt, Sie sind Gesellschafter von „Der Blaue“. Worum handelt es sich bei dem Produkt und wie kam die Idee dazu?

Michael Schmidt: Bei dem Produkt handelt es sich um eine Neuheit im Wasserauffangen. Überall ist Wasser im Spiel und wenn dort gearbeitet wird, muss es meistens aufgefangen werden. Hier hat mein Geschäftspartner Marvin Kiesel eine Marktlücke entdeckt, als er mit einem Heizungsbauer seinen Heizkörper zu Hause gewechselt hat und dafür über eine halbe Stunde mit einem abgeschnittenen Eimer benötigte. Mit unserer Erfindung „Der Blaue“ dauert so etwas nun circa zehn Minuten.

An welche Zielgruppe richten Sie sich damit?

Wir benötigen Ihre Zustimmung zum Laden dieser Anzeige!

Wir verwenden einen Drittanbieterdienst, um Anzeigen darzustellen, die möglicherweise Daten über Ihre Aktivität sammeln. Bitte überprüfen Sie die Details und akzeptieren Sie den Dienst, um diese Anzeige zu sehen.

Dieser Inhalt darf aufgrund von Trackern, die dem Besucher nicht bekannt gegeben werden, nicht geladen werden. Der Website-Eigentümer muss die Website mit seinem CMP einrichten, um diesen Inhalt in die Liste der verwendeten Technologien aufzunehmen.

powered by Usercentrics Consent Management Platform

Die Hauptzielgruppe aktuell ist der Bereich der Sanitär-, Heizungs- und Klimabranche, aber natürlich auch alle Hausmeister und ambitionierten Heimwerker. Es gibt aber noch etliche weitere Branchen, die Flüssigkeiten auffangen, wo unser System angewendet werden kann. Diese wollen wir Stück für Stück weiter erschließen.

Wo vermarkten Sie den Blauen?

Der erste Plan war der Onlinedirektvertrieb über unsere Website, aber als es dann an die Umsetzung ging, war uns klar, dass wir nur einen Teil des Marktes erreichen. Somit haben wir entschieden, auch mit Großhändlern zusammenzuarbeiten, um das Produkt einer breiten Masse schneller zur Verfügung zu stellen. Bei den zahllosen Gesprächen hat sich gezeigt, dass niemand mit einem Hersteller arbeiten will, der auch direkt verkauft. Wir haben uns deshalb dafür entschieden, die monatelange Arbeit einzustampfen. Seitdem bekommen wir fast wöchentlich Anfragen von Großhändlern. Mittlerweile gibt es unser Produkt flächendeckend in Deutschland zu kaufen und das bei über 15 Großhandelspartnern in über 400 Filialen. Wir sind jetzt aktuell mit Kräften dabei den Export vorzubereiten und die Grundlagen dafür aufzubauen.

Der Vorverkauf ist im Mai dieses Jahres gestartet. Wie hat die Corona-Krise Sie beeinflusst?

Wir benötigen Ihre Zustimmung zum Laden dieser Anzeige!

Wir verwenden einen Drittanbieterdienst, um Anzeigen darzustellen, die möglicherweise Daten über Ihre Aktivität sammeln. Bitte überprüfen Sie die Details und akzeptieren Sie den Dienst, um diese Anzeige zu sehen.

Dieser Inhalt darf aufgrund von Trackern, die dem Besucher nicht bekannt gegeben werden, nicht geladen werden. Der Website-Eigentümer muss die Website mit seinem CMP einrichten, um diesen Inhalt in die Liste der verwendeten Technologien aufzunehmen.

powered by Usercentrics Consent Management Platform

Uns hat Corona komplett in die Hände gespielt. Wir konnten uns in der heißen Phase nur auf das Projekt konzentrieren, während die Welt um uns herum mit sich selbst beschäftigt war. Für uns war und ist Corona zum Glück kein Thema. Wir haben im Mai unsere GmbH gegründet und haben alle Gespräche mit dem Großhandel per Video oder Telefon geführt. Ohne Corona wären wir nicht so schnell am Markt gewesen. 

Wie finanzieren Sie Ihr Startup?

Anfangs mit einem KfW Kredit und mittlerweile aus eigenen Mitteln. 

Wollten Sie schon immer etwas Eigenes erfinden?

Ich wollte schon immer was Eigenes aufbauen und liebe es, etwas zu erschaffen. Mein Geschäftspartner Marvin Kiesel ist der Erfinder schlechthin. Er sieht automatisch in fast allen Bereichen, was man optimieren kann und hat Ideen für Produkte und Geschäftsfelder am laufenden Band. Gemeinsam sind wir ein gutes Team, um weitere Projekte zu entwickeln und voranzutreiben. 

Welche langfristigen Ziele verfolgen Sie?

Im Fokus steht aktuell das Erschließen weiterer Länder und Branchen. Wir wollen die eine Marke für das Thema Wasserauffangen werden. Auf längere Sicht sind wir auch offen in einigen Jahren die aufgebaute Firma zu verkaufen und uns neuen Projekten zu widmen. Klar ist, dass wir unsere Fühler weiter ausstrecken und nach Lücken Ausschau halten, wo es Probleme zu lösen gibt.

Welche Tipps sind wichtig für Startup-Gründer?

In erster Linie ist es wichtig anzufangen. Unterwegs erlernt man dann neue Fähigkeiten, lernt wichtige Weggefährten kennen und bringt das Projekt nach vorne. Wer jedoch feststellt, dass es sinnlos ist, sollte die Reißleine ziehen und nicht ewig an einer Sache festhalten. Wir haben nur ein Leben und somit begrenzte Zeit und Energie. Wenn es sich jedoch um ein Projekt handelt, das Spaß macht und Potenzial hat, dann heißt es „all in“ und Prioritäten setzen. Meiner Meinung nach ist auch Zusammenarbeit ein wichtiger Faktor – alle wirklich großen Projekte wurden im Team entwickelt.

Weitere Artikel zum Gleichen Thema
nach oben