Interview

So möchte Start-up Plenigo Digitales und Gedrucktes verbinden

In Kempten ist das Start-up Plenigo zuhause. Die Gründer Maximilian Schweitzer Thorsten Petter entwickelten eine Software für die Abonnementverwaltung von Verlagen. Im Interview erklären sie, welche Herausforderungen es in der Medienbranche zu meistern gilt – und wohin sich das Projekt in den nächsten Jahren bewegen soll.

B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN: Wahrscheinlich jedes Medienhaus hat bereits einen Abonnement-Service. Mit dem Start-up Plenigo haben Sie aber selbst eine solche Software entwickelt. Weshalb?

Maximilian Schweitzer: Die ursprüngliche Idee entstand in unserer Zeit bei ProSieben. Zum Relaunch der neuen Videoplattform von Maxdome haben wir festgestellt, wie aufwendig es für Vertrieb und Marketing zum Beispiel war, neue Angebote anzulegen. Damals war ein Entwicklerteam von fünf Personen dafür verantwortlich. Wir haben uns gesagt, dass man das durch eine Cloud Software lösen können müsste. Das wäre weniger aufwendig und viel schneller.

Wo haben Sie sich das nötige Know How für die Entwicklung der Software erworben?

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Thorsten Petter: Mein Mitgründer Maximilian ist Informatiker und Softwareentwickler mit Erfahrung aus vielen Medienhäusern und der IT Security Welt. Zuletzt war er Software Architekt bei Pro Sieben, wo wir uns kennengelernt haben. Ich habe meine berufliche Karriere in der IT Industrie begonnen, allerdings von der fachlichen Seite bei GE-CompuNet, war dann Inhaber einer Internetagentur und Miteigentümer von Sabio, einer cloudbasierten Wissensmanagement Anwendung, die jetzt zur börsennotierten Serviceware gehört.

Obwohl Sie also beide vom Fach sind, dauert die Entwicklung einer solchen Software bestimmt eine ganze Zeit – und ist gewiss auch nicht ganz einfach.

Maximilian Schweitzer: Inzwischen betreiben wir die Version 3. Die Entwicklung der ersten Version, die den Reifegrad für einen Kunden hatte, hat rund ein Jahr gedauert. Die Hindernisse waren zum Beispiel die richtige Architektur zu finden, ein gutes Entwicklerteam zu haben und ausreichend Kenntnisse darüber zu haben, was Kunden wirklich wollen und brauchen.

Herausforderungen gibt es aber nicht nur in der Entwicklung, sondern auch branchenspezifisch. Auf was müssen Sie sich im Bereich Medien einstellen?

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Thorsten Petter: Die grundsätzliche Herausforderung sind sinkende Printauflagen zusammen mit fehlenden tragfähigen Geschäftsmodellen für die digitale Welt. Operativ sind es Altsysteme, das Zusammenspiel zwischen Print und Digital sowie eine passende Organisation und das Verständnis der Mitarbeiter für die neuen Marktanforderungen. Langfristig kommt die Frage hinzu, wie junge Generationen mit Medienmarken umgehen und wie Medienmarken sich darauf einstellen können.

Beim Stichwort junge Generationen drängt sich die Frage auf, welche Produkte in Zukunft überhaupt benötigt werden. Wo sehen Sie Ihr Start-up in den nächsten fünf Jahren?

Maximilian Schweitzer: Wir wollen für Verlage und Medienhäuser die Plattform bieten, auf der das „neue” Printgeschäft zusammen mit dem Digitalgeschäft erfolgreich, einfach und wirtschaftlich ver- und betrieben werden kann. Wir wollen damit beide Welten verbinden können: Unter der Woche digital lesen, zum Beispiel in der U-Bahn, am Wochenende die Zeitung auf dem Tisch oder einmal im Monat das Print Magazin als „Geschenk” im Briefkasten. Bisher sind dies getrennte technische Welten, die Verlage vor Herausforderungen stellen.  

Sehen Sie sich dabei auch im Ausland?

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Wir haben bereits kleine Kunden in England und den USA, aber bisher haben die uns gefunden. Wir planen ab 2022 aber auch aktiv neue Märkte zu adressieren.

Was bedeutet das für den Standort Kempten? Bleiben Sie ihm treu?

Kempten hat für uns zwei wesentliche Vorteile: Zum einen können wir Mitarbeitern die Auswahl bieten, in die Großstadt nach Hamburg oder Berlin, oder eben in die Voralpen zu ziehen. Die hinter uns liegende Zeit hat vielen Menschen den Wert von Natur und naturnahem Leben wieder deutlich gemacht. Kempten bietet einen hohen Freizeitwert, eine sehr gute städtische Infrastruktur und hervorragende Freizeitmöglichkeiten. Zudem eine gute Hochschule, an der wir junge und motivierte Mitarbeiter gewinnen wollen. Das fällt uns in Kempten vielleicht sogar etwas leichter als zum Beispiel in München, wo wir mit Microsoft oder Google konkurrieren. Gerade haben wir auch den offiziellen Firmensitz nach Kempten verlegt und bauen den Standort kräftig aus. 

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B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN: Wahrscheinlich jedes Medienhaus hat bereits einen Abonnement-Service. Mit dem Start-up Plenigo haben Sie aber selbst eine solche Software entwickelt. Weshalb?

Maximilian Schweitzer: Die ursprüngliche Idee entstand in unserer Zeit bei ProSieben. Zum Relaunch der neuen Videoplattform von Maxdome haben wir festgestellt, wie aufwendig es für Vertrieb und Marketing zum Beispiel war, neue Angebote anzulegen. Damals war ein Entwicklerteam von fünf Personen dafür verantwortlich. Wir haben uns gesagt, dass man das durch eine Cloud Software lösen können müsste. Das wäre weniger aufwendig und viel schneller.

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Obwohl Sie also beide vom Fach sind, dauert die Entwicklung einer solchen Software bestimmt eine ganze Zeit – und ist gewiss auch nicht ganz einfach.

Maximilian Schweitzer: Inzwischen betreiben wir die Version 3. Die Entwicklung der ersten Version, die den Reifegrad für einen Kunden hatte, hat rund ein Jahr gedauert. Die Hindernisse waren zum Beispiel die richtige Architektur zu finden, ein gutes Entwicklerteam zu haben und ausreichend Kenntnisse darüber zu haben, was Kunden wirklich wollen und brauchen.

Herausforderungen gibt es aber nicht nur in der Entwicklung, sondern auch branchenspezifisch. Auf was müssen Sie sich im Bereich Medien einstellen?

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Beim Stichwort junge Generationen drängt sich die Frage auf, welche Produkte in Zukunft überhaupt benötigt werden. Wo sehen Sie Ihr Start-up in den nächsten fünf Jahren?

Maximilian Schweitzer: Wir wollen für Verlage und Medienhäuser die Plattform bieten, auf der das „neue” Printgeschäft zusammen mit dem Digitalgeschäft erfolgreich, einfach und wirtschaftlich ver- und betrieben werden kann. Wir wollen damit beide Welten verbinden können: Unter der Woche digital lesen, zum Beispiel in der U-Bahn, am Wochenende die Zeitung auf dem Tisch oder einmal im Monat das Print Magazin als „Geschenk” im Briefkasten. Bisher sind dies getrennte technische Welten, die Verlage vor Herausforderungen stellen.  

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Kempten hat für uns zwei wesentliche Vorteile: Zum einen können wir Mitarbeitern die Auswahl bieten, in die Großstadt nach Hamburg oder Berlin, oder eben in die Voralpen zu ziehen. Die hinter uns liegende Zeit hat vielen Menschen den Wert von Natur und naturnahem Leben wieder deutlich gemacht. Kempten bietet einen hohen Freizeitwert, eine sehr gute städtische Infrastruktur und hervorragende Freizeitmöglichkeiten. Zudem eine gute Hochschule, an der wir junge und motivierte Mitarbeiter gewinnen wollen. Das fällt uns in Kempten vielleicht sogar etwas leichter als zum Beispiel in München, wo wir mit Microsoft oder Google konkurrieren. Gerade haben wir auch den offiziellen Firmensitz nach Kempten verlegt und bauen den Standort kräftig aus. 

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