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Die Arbeitslosigkeit im Bezirk der Agentur für Arbeit Kempten-Memmingen ist im Januar 2026 witterungsbedingt auf eine Quote von 3,3 Prozent angestiegen. Insgesamt waren zum Stichtag 13.376 Menschen in der Region arbeitslos gemeldet.
Im Vergleich zum Dezember habe sich die Zahl der Arbeitslosen um 983 Personen beziehungsweise 8 Prozent erhöht. Maria Amtmann, Leiterin der Agentur für Arbeit Kempten-Memmingen, erklärt dazu: „Hier zeigt sich natürlich der saisonale Wintereffekt. Vor allem Außenbetriebe aus dem Bauhaupt- und Nebengewerbe haben sich aufgrund der strengen Witterung – meist vorübergehend – von Mitarbeitenden getrennt.“ Dennoch sei die Quote im Vorjahresvergleich mit 3,3 Prozent konstant geblieben, was erstmals seit Juni 2023 keinen Anstieg gegenüber einem Vorjahresmonat bedeute. Während die Arbeitslosigkeit bei fast allen Personengruppen zugenommen habe, sei bei ausländischen Mitbürgern ein Rückgang zu verzeichnen gewesen.
Trotz des Anstiegs der Arbeitslosigkeit nehme die Nachfrage nach Arbeitskräften im Vergleich zum Vorjahr zu. Im Januar seien 1.174 Stellen neu gemeldet worden, was 485 Meldungen mehr als im Vorjahresmonat entspricht. Der Gesamtbestand vakanter Stellen liege bei 6.407 Angeboten. Amtmann betont, dass qualifizierte Menschen mit ausreichender Flexibilität weiterhin gute Chancen auf eine Beschäftigung hätten. Besonders im Baugewerbe würden deutlich mehr Stellen gemeldet als noch vor einem Jahr. Die Wirtschaftsstruktur der Region sei insgesamt sehr divers, was die Auswirkungen der wirtschaftlichen Schwierigkeiten im Verarbeitenden Gewerbe und im Handel teilweise abfedere.
Im Bereich des Verarbeitenden Gewerbes und im Handel seien jedoch wirtschaftliche Schwierigkeiten erkennbar. Im Dezember 2025 hätten 211 Betriebe Kurzarbeit für über 2.600 Personen angezeigt, was einen deutlichen Anstieg zum Vormonat bedeute. Vor allem Unternehmen aus dem Maschinenbau, der Herstellung von Metallerzeugnissen sowie der Elektronikbranche seien hiervon betroffen. Inwieweit sich diese Anzeigen tatsächlich in realisierter Kurzarbeit niederschlagen würden, bleibe laut Agenturbericht abzuwarten. Zuletzt gesicherte Daten aus dem Juli 2025 hätten rund 2.500 Personen in Kurzarbeit ausgewiesen.
In fast allen Regionen des Bezirks sind die Arbeitslosenquoten gestiegen, mit Ausnahme des Kreises Oberallgäu. Dort habe die Wintersaison zu Wiedereinstellungen im Hotel- und Gastronomiegewerbe geführt, wodurch die Zahl konstant blieb. Die niedrigste Arbeitslosigkeit verzeichne weiterhin der Kreis Unterallgäu mit 2,6 Prozent, während die Stadt Kaufbeuren mit 4,9 Prozent den höchsten Wert aufweise. In den Städten Memmingen und Kaufbeuren sei die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vorjahr jedoch leicht rückläufig gewesen.