Christopher 17

Neues Luftrettungs-Zentrum für das Allgäu ist eröffnet

Die Flugrettung im Allgäu hatte bisher nur einen provisorischen Standort. Nun hat der Hubschrauber Christoph 17 wieder ein dauerhaftes Zuhause.

Mit rund 125 geladenen Gästen wurde auf dem Verkehrslandeplatz Durach die Fertigstellung der neuen Luftrettungsstation gefeiert. Eingeladen waren die Nutzer der Station, wie Ärzte, Rettungsassistenten und Piloten des Christoph 17, alle Projektbeteiligten Fachingenieure, die Baufirmen sowie die Vertreter der Kommunalpolitik mit Herrn Oberbürgermeister Thomas Kiechle und Herrn Landrat Anton Klotz an der Spitze.

Gebäude hat 800 Quadratmeter Nutzfläche

Mit über 1.700 Einsätzen und 562 absolvierten Flugstunden ist Christoph 17 einer der bundesweit am meisten ausgelasteten Zivilschutz-Hubschrauber. Pünktlich am 13. Dezember fand die Schlüsselübergabe des neuen, hochmodernen Stationsgebäudes mit Hangar statt. Das Gebäude mit einer Nutzfläche von 600 Quadratmeter im Erdgeschoss und 200 Quadratmeter im Obergeschoss hat eine Reihe spezifischer Anforderungen zu erfüllen.

Diese spezifischen Anforderungen erfüllt das Gebäude

Die Laufwege im Gebäude sind beispielsweise genau so definiert, dass die Crew innerhalb von 2 Minuten abheben kann. Außerdem ist das Gebäude videoüberwacht, verfügt über spezielle Zutrittskontrollen und Hygieneschleusen und beinhaltet ein medizinisches Lager. Hinzu kommen luftrechtliche Anforderungen wie eine Wetterstation mit Onlinedaten, eine Flugbeobachtungsstelle sowie ein spezielles Brandschutzkonzept. Insgesamt wurden 14 betroffene Projekt-Parteien und 36 unterschiedliche europäische und nationale Gesetze, Richtlinien und Verordnungen in Einklang gebracht.

Christoph 17 war in Provisorium untergebracht

Seit dem Neubau des Kemptener Klinikums im Jahr 2011 suchte die Sozialbau nach einer geeigneten Fläche für den Rettungshubschrauber Christoph 17. Zahlreiche Grundstücksalternativen mussten im hügeligen Allgäu untersucht werden, bis eine geeignete, genehmigungsfähige Fläche in Durach gefunden und durch das Luftamt Südbayern genehmigt wurde. Seit dem Jahr 2012 war der Rettungshubschrauber daher in einem Provisorium auf dem Gelände des Flugplatzes Durach untergebracht.

Bauarbeiten starteten im November 2017

Nach der luftrechtlichen Genehmigung, der Baugenehmigung mit ihrem aufwändigen Genehmigungsvorlauf sowie der endgültigen Zusage der Kostenträger für das Bauvorhaben des Luftrettungszentrums konnte im November 2017 mit den Bauarbeiten begonnen werden. Im Auftrag des Zweckverbands für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung Allgäu (ZRF) hat die Sozialbau Kempten GmbH als Projekt- und Maßnahmenträger in Zusammenarbeit mit dem Planungsbüro „Sigma Plan Weimar GmbH“ sowie Gutachtern, den Betriebsverantwortlichen und Rettungsspezialisten das Gebäude errichtet.

Investition für 5,7 Millionen Euro

Mit der Fertigstellung bringt Sozialbau eines der wichtigsten Projekte für die Luftrettung im Allgäu zu einem Abschluss. Neben der termingerechten Inbetriebnahme der Luftrettungsstation wird auch das geplante Kostenbudget in Höhe von 5,7 Millionen Euro exakt eingehalten. Kostenträger der Maßnahme ist die Arbeitsgemeinschaft der Krankenkassenverbände in Bayern.

Sozialbau ist weiterhin für Station zuständig

Durchgeführt wird die Luftrettung Allgäu durch das Bayerische Rote Kreuz. Die Maschine Christoph 17 selbst wird vom Bundesministerium des Innern gestellt und über die Bundespolizei betrieben, da es sich beim Rettungshubschrauber Christoph 17 um einen von 16 bundesweit verteilten Zivilschutzhubschraubern handelt. Künftig übernimmt Sozialbau die Bewirtschaftung und Wartung der Luftrettungsstation für das Allgäu.

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