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Neues Kraftwerk in Sulzberg geplant
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ALLGÄUER ÜBERLANDWERK GmbH

Neues Kraftwerk in Sulzberg geplant

 Das neue Kraftwerk in Sulzberg soll aktiv zur Energiewende beitragen. Foto: High Contrast - Creative Commons

Das Potenzial für Laufwasserkraftwerke mit großem Gefälle ist bereits ausgeschöpft. Jetzt wollen das Allgäuer Überlandwerk und die Bayerischen Landeskraftwerke auch mit niedrigem Wassergefälle Strom erzeugen. 

„Illerkraft Au Gmbh“ soll die neue Gesellschaft der beiden Wasserwerke heißen und für Bau und Betrieb eines neuen Laufwasserkraftwerkes zuständig sein. Das soll seinen Platz in Sulzberg finden. Das Bayerische Umweltministerium gab den Anstoß für diese Idee, um die Energiewende aktiv voranzubringen. Ob das neue Wasserkraftwerk rentabel ist, muss erst getestet werden, denn es gilt immer vorher abzuwägen, was technisch, ökologisch und wirtschaftlich sinnvoll ist. Mit dem Gemeinschaftsunternehmen „Illerkraft Au GmbH“ soll die Machbarkeit für ein neues Kraftwerk bei Sulzberg geprüft werden. Bei  einem positiven Ergebnis kommt ein neuer Turbinentyp an der Iller zum Einsatz, der speziell für Standorte mit niedrigen Wassergefällen ausgelegt ist.

Kein großes Bauwerk benötigt

Seit über 100 Jahren wird im Allgäu die Kraft des Wassers genutzt, auch deshalb sieht Josef Keckl, Geschäftsführer bei der Bayerischen Landeskraftwerke GmbH „einen wichtigen Beitrag zur regenerativen elektrischen Energiegewinnung und einen logischen Schritt des Landes Bayern, um konsequent in die dezentrale Erzeugung von Strom nachhaltig zu investieren“. Die neue Turbine soll eine „Very Low Head“-Turbine werden. „VLH-Turbinen sind extra für sehr kleine Fallhöhen konzipiert. Am Standort Au rechnen wir dann mit einer Leistung von 900 kW, was 3 bis 3,6 Millionen kWh Jahreserzeugung entspricht. Der Vorteil besteht darin, dass dieser Turbinentyp kein großes Bauwerk benötigt, da im Gegensatz zu den klassischen Kaplanturbinen die Leistungsdichte beim Energieumwandlungsprozess nahezu unverändert bleibt und somit keine aufwändigen Ein- und Auslaufbauwerke benötigt“, erklärt der technische Leiter des AÜW, Dr. Michael Fiedeldey.

Neues Kraftwerk bereits für 2015 machbar

Momentan finden noch umfassende Voruntersuchungen am Standort statt. Von Bodenuntersuchungen bis über limnologische und biologische Untersuchungen werden die Fachkräfte die Umgebung auf Tauglichkeit prüfen. Sollten die Voruntersuchungen positiv ausgehen, startet das Genehmigungsverfahren noch diesen Herbst.  2015 könnte das neue Laufwasserkraftwerk dann ans Netz gehen. Die Investitionssumme für das Umweltprojekt beträgt rund sieben Millionen Euro.

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