Abriss

Neue Therme Oberstdorf: So gehen die Bauarbeiten voran

Das Wellenbad der früheren Oberstdorf Therme. Foto: Oberstdorf Therme
Die Therme in der Allgäuer Region Oberstdorf ist seit August 2018 geschlossen. Bald soll dort ein neues Bad entstehen. Die Abbrucharbeiten gestalten sich aber als schwierig.

Schwindendes Personal besiegelte das Ende der Oberstdorf Therme im Sommer 2018 endgültig. Doch die eigentlichen Probleme zeichneten sich schon deutlich vor der Abwanderung der Mitarbeiter ab. Ordnung, Hygiene und Sicherheit konnten zwar bis zur Schließung der Freizeit-Stätte gewährleistet werden. Doch 46 Jahre Betrieb hatten die Therme heruntergewirtschaftet.

Neubau für 26 Millionen Euro kommt 2020/2021

Vergangenes Frühjahr kündigte der Tourismusdirektor und Geschäftsführer der Oberstdorf Tourismus GmbH, Horst Graf, einen 26 Millionen Euro schweren Neubau an.

Dieser wird nicht nur an derselben Stelle errichtet, auch wird er weiterhin von der Kommune betrieben werden. In den 70er Jahren staatlich gefördert, sind viele Gemeinden mittlerweile nicht mehr in der Lage, ihre Bäder zu unterhalten. In Oberstdorf war das nie ein Problem.

Befund: Asbest und chromhaltiger Beton in Bausubstanz

Aktuell wird die alte Therme zurückgebaut. Rund 28 Proben wurden dem alten Gemäuer zur genaueren Untersuchung entnommen. Das Laborverfahren bestätigte die Vermutung: der Altbau von 1971 weist astbesthaltige Materialien und chromhaltigen Beton auf. Ein allgemeines Asbest-Verwendungsverbot besteht erst seit 1993, ein Entfernungsgebot existiert nicht.

Die Altlasten seien trotz allem nicht besorgniserregend, denn sie weisen keinen bedenklichen Umfang auf. Doch die Auflagen zum „verwertungsorientierten, selektiven Rückbau“ sind aufwändig. Eine spezialisierte Rückbau-Firma wurde bereits gefunden, mit Verzögerungen wird nicht gerechnet. Der Neubau kann voraussichtlich ab März 2020 realisiert werden.

Architekt wird Ende September bekannt gegeben

Wer diesen letztendlich realisieren wird, ist noch unklar. Seit Ende Januar stehen zwar die 20 Architekten fest, die ihre Pläne bei dem Gremium des Architektur-Wettbewerbs einreichen dürfen. Der eigentlich ausführende Architekt wird jedoch erst Ende September feststehen. Mit einem durch die Vergabeverordnung für öffentliche Aufträge erteilten Zuschlag ist gegen Ende Oktober zu rechnen. Je nach Schwellenwert könnte die Kommune hier um bis zu 5.548.000 Euro entlastet werden.

Wie die neue Therme aussehen soll

Auch im neuen Bad wird der Fokus auf einem Sauna- und Wellnessbereich liegen. Daneben soll aber auch das Kinder- und Familienareal stärker ausgebaut werden. Neben einem multifunktionalen Becken wird auch ein höhenverstellbares Kurs- und Lehrschulbecken vorhanden sein. Highlight wird ein Sole-Becken in Gestalt eines Infinity Pools sein. Das geplante Parkhaus soll die Anwohner lärmtechnisch entlasten. Außerdem wird die örtliche Buslinie die Therme anfahren.  

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Neubau für 26 Millionen Euro kommt 2020/2021

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Aktuell wird die alte Therme zurückgebaut. Rund 28 Proben wurden dem alten Gemäuer zur genaueren Untersuchung entnommen. Das Laborverfahren bestätigte die Vermutung: der Altbau von 1971 weist astbesthaltige Materialien und chromhaltigen Beton auf. Ein allgemeines Asbest-Verwendungsverbot besteht erst seit 1993, ein Entfernungsgebot existiert nicht.

Die Altlasten seien trotz allem nicht besorgniserregend, denn sie weisen keinen bedenklichen Umfang auf. Doch die Auflagen zum „verwertungsorientierten, selektiven Rückbau“ sind aufwändig. Eine spezialisierte Rückbau-Firma wurde bereits gefunden, mit Verzögerungen wird nicht gerechnet. Der Neubau kann voraussichtlich ab März 2020 realisiert werden.

Architekt wird Ende September bekannt gegeben

Wer diesen letztendlich realisieren wird, ist noch unklar. Seit Ende Januar stehen zwar die 20 Architekten fest, die ihre Pläne bei dem Gremium des Architektur-Wettbewerbs einreichen dürfen. Der eigentlich ausführende Architekt wird jedoch erst Ende September feststehen. Mit einem durch die Vergabeverordnung für öffentliche Aufträge erteilten Zuschlag ist gegen Ende Oktober zu rechnen. Je nach Schwellenwert könnte die Kommune hier um bis zu 5.548.000 Euro entlastet werden.

Wie die neue Therme aussehen soll

Auch im neuen Bad wird der Fokus auf einem Sauna- und Wellnessbereich liegen. Daneben soll aber auch das Kinder- und Familienareal stärker ausgebaut werden. Neben einem multifunktionalen Becken wird auch ein höhenverstellbares Kurs- und Lehrschulbecken vorhanden sein. Highlight wird ein Sole-Becken in Gestalt eines Infinity Pools sein. Das geplante Parkhaus soll die Anwohner lärmtechnisch entlasten. Außerdem wird die örtliche Buslinie die Therme anfahren.  

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