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KUNERT: 64 Mitarbeiter entlassen, Käufer gesucht
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KUNERT Fashion GmbH & Co. KG

KUNERT: 64 Mitarbeiter entlassen, Käufer gesucht

 Produktion bei KUNERT in Immenstadt, Foto: KUNERT

Auch der traditionelle Strumpfhersteller KUNERT verkündete Stellenabbau: Mehrere Mitarbeiter müssen das Unternehmen unter Absprache mit dem Betriebsrat verlassen. Nun sucht die Immenstädter Firma Investoren – Interessenten gibt es wohl schon.

Wie die Immenstädter KUNERT-Gruppe nun bekannt gab, führen die Geschäftsleitung und der vorläufige Sachwalter aktuell aussichtsreiche Gespräche mit unterschiedlichen potenziellen Investoren über ein Engagement bei dem namhaften Strumpfhersteller. Bereits am 21. Februar 2013 hatte das Amtsgericht Kempten dem Antrag KUNERTs zu einem so genannten Schutzschirmverfahren zur Sanierung des Unternehmens zugestimmt. „Kunden, Lieferanten wie auch der aktuelle Hauptanteilseigner haben das Verfahren wohlwollend begleitet. Dadurch wurden eine reibungslose Fortführung des Regelbetriebs wie auch eine saubere Analyse der Sanierungsoptionen gewährleistet", berichtet der Sanierungsexperte Arndt Geiwitz, vorläufiger Sachwalter der Schutzschirmverfahren. Auf der Grundlage dieser Analysen sowie den bisherigen Gesprächen mit möglichen Investoren wurden zwei Entscheidungen über die Zukunft KUNERTs getroffen.

KUNERT-Betriebsrat stimmt Interessensausgleich zu

Dem Interessenausgleich auf Basis eines Sozialplans zur Reduktion von 64 Stellen stimmte der Betriebsrat der KUNERT-Gruppe zu. Diese Maßnahme baut Überkapazitäten bei KUNERT ab und passt die Personalstruktur in der KUNERT Fashion GmbH & Co. KG an die wirtschaftlichen und operativen Gegebenheiten an. Der Stellenabbau erfolgt dabei in den unterschiedlichsten Bereichen. „Diese Anpassung unserer Personaldecke an die finanzielle Situation des Unternehmens ist unvermeidlich“, berichtet KUNERT-Vorstand Hermann de Jong. Umso wichtiger sei es für das Unternehmen KUNERT gewesen, gemeinsam mit dem Betriebsrat eine Lösung zu erarbeiten, die für die betroffenen Mitarbeiter soziale Härten abfedert und gleichzeitig allen im Unternehmen verbleibenden Mitarbeitern gute Chancen auf einen möglichst sicheren Arbeitsplatz bei KUNERT einzuräumen.

Gekündigte KUNERT-Mitarbeiter persönlich über Zukunftsmöglichkeiten beraten

Den 64 von der Stellenreduktion betroffenen KUNERT-Mitarbeitern wird dabei der Wechsel in eine Transfergesellschaft angeboten. Sie erhalten unter Inanspruchnahme von Kurzarbeitergeld eine Aufstockung auf 80 Prozent ihrer bisherigen Nettoeinkommen. Außerdem werden in der Transfergesellschaft Weiterbildungs- und Vermittlungsmaßnahmen angeboten. Stimmen die betroffenen KUNERT-Mitarbeiter dem Wechsel zu, sind sie formell nicht arbeitslos und behalten auf diese Weise sämtliche Sozialleistungsansprüche bei. In einer eigenen Betriebsversammlung wurden die KUNERT-Mitarbeiter gestern ausführlich persönlich informiert.

Vielversprechende Gespräche mit Investoren laufen

Die KUNERT-Geschäftsleitung und der vorläufige Sachwalter Geiwitz führen aktuell vielversprechende Gespräche mit mehreren potenziellen Investoren. Diese zeigen ernsthaftes Interesse an der Übernahme des Geschäftsbetriebs der KUNERT-Gruppe im Zuge einer so genannten übertragenden Sanierung. Vor diesem Hintergrund stehen auch eine Beendigung des laufenden Schutzschirmverfahrens und die Beantragung des Regelinsolvenzverfahrens für KUNERT im Raum. Sachwalter Arndt Geiwitz erklärt: „Im Kern sprechen verfahrenstechnische Gründe für diese Änderung, die mehr Flexibilität bietet und den Investoren-Einstieg erleichtert."

KUNERT entscheidet sich gegen Schutzschirmverfahren

Der vorläufige Gläubigerausschuss der KUNERT Fashion GmbH & Co. KG hat nach gründlicher Beratung mit der KUNERT-Geschäftsführung und auf Empfehlung des vorläufigen Sachwalters Geiwitz entschieden, das Schutzschirmverfahren aufzuheben. Nun soll der Wechsel in das Regelverfahren beantragt werden, um die übertragende Sanierung zu ermöglichen. Infolge dessen plant auch der Vorstand der KUNERT AG, für diese das Schutzschirmverfahren aufzuheben, da diesem die Fortführung des Schutzschirmverfahrens vor dem Hintergrund des Verfahrenswechsels bei der operativen Tochtergesellschaft nicht mehr zielführend erscheint.

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