Nachhaltige Wasserwirtschaft

Kempten ist jetzt Teil der „Blue Community“

Die Stadt Kempten möchte Wasser nachhaltiger nutzen. Deswegen ist sie nun Mitglied der „Blue Community“. Was sich dadurch jetzt ändert.

Das offizielle Blue Community Zertifikat ist an die Stadt Kempten überreicht worden. Christa Hecht, Koordinatorin Blue Community Deutschland, übergab die Urkunde an  Kemptens Oberbürgermeister Thomas Kiechle. Kommunen, die der Blue Community Initiative beigetreten sind, erkennen Wasser als öffentliches Gut an, das nachhaltig genutzt wird. Damit möchten sie sich vor allem dafür einsetzen, dass die Wasserversorgung auch zukünftig in öffentlicher Hand verbleibt und nicht einer Privatisierung ausgesetzt wird.

Der Kemptener Stadtrat hat auf Antrag von Stadträtin Erna-Kathrein Groll (Bündnis 90 / Die Grünen) in einer Sitzung im Frühjahr diesen Jahres beschlossen, der Blue Community Initiative beizutreten und deren Grundsätze zu befürworten. Auch die Stadt Augsburg ist der Initiative bereits beigetreten. Insgesamt wird die Stadt Kempten nun vier konkreten Forderungen nachkommen.

Anerkennung der Wasserversorgung als Menschenrecht

Mit dem Beitritt zur Initiative „Blue Community“ unterstützt die Stadt Kempten die Bedeutung des freien Zugangs zu Wasser als eines der Weltnachhaltigkeitsziele. Kempten wächst stark. Außerdem ist die Stadt stadträumlich von einem Fluss, der Iller, geprägt. Deswegen, so erklärt die Stadt,  gehöre die öffentlich gesicherte Trinkwasserversorgung zu den Grundelementen der kommunalen Daseinsvorsorge.

Wasserdienstleistungen bleiben in öffentlicher Hand

Oberbürgermeister Kiechle erklärte dazu: „Die öffentliche Wasserversorgung ist ein nicht-verhandelbares Gut für die Stadt Kempten. Das Allgäu ist unter anderem bekannt für seine hervorragende Trinkwasserqualität und diese wollen wir auch weiterhin bewahren.“

Der Klimaschutz-Masterplan spezifiziert darüber hinaus, wie wirksamer und nachhaltiger Klimaschutz funktionieren kann: Nämlich wenn es gelingt, eine Veränderung im Lebensstil zu erreichen. Zu einer solchen Lebensstiländerung soll auch ein sorgsamer Umgang mit Ressourcen und eine Vermeidung von Abfällen gehören. So zum Beispiel ist es der Fall, wenn Trinkwasser direkt aus dem Hahn und nicht aus Plastik- oder auch Glasflaschen getrunken wird.

Leitungswasser statt abgefülltem Wasser

Blue Communities sollen die Menschen in ihrem Umfeld dazu anregen, wieder mehr Leitungswasser zu trinken. Denn wer lokales, nicht abgefülltes und nicht transportiertes Wasser trinke, schone die Umwelt. Denn die Bereitstellung von Leitungswasser benötige deutlich weniger Energie als die Bereitstellung von Mineralwasser.

Im Kemptener Rathaus wird deswegen ein Trinkwasserspender installiert, wie es ihn in zahlreichen städtischen Verwaltungsgebäuden für Mitarbeiter bereits gibt. Zudem startet das Kemptener Kommunalunternehmen eigens die Kampagne „TRINK Allgäuer Leitungs-WASSER“. Diese bildet den Auftakt zu weiteren Aktionen des KKU und der Stadt Kempten rund um das Thema „Trinkwasser“. Damit sollen die Bürger auf ansprechende Art und Weise über die Vorteile des Leitungswassers informiert werden.  

Pflege von Beziehungen mit internationalen Partnern

Der Zweckverband Fernwasserversorgung Oberes Allgäu (FWOA) unterstützt seit 15 Jahren Projekte des Vereins „Wasser für Senegal“. Dabei geht es um die Finanzierung und Beratung beim Bau von Brunnenanlagen und kleinen Fernwasserversorgunganlagen. Mitarbeiter des FWOA sind regelmäßig zusammen mit Mitgliedern des Vereins vor Ort um bei der konkreten Umsetzung beratend tätig zu werden. 

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Der Kemptener Stadtrat hat auf Antrag von Stadträtin Erna-Kathrein Groll (Bündnis 90 / Die Grünen) in einer Sitzung im Frühjahr diesen Jahres beschlossen, der Blue Community Initiative beizutreten und deren Grundsätze zu befürworten. Auch die Stadt Augsburg ist der Initiative bereits beigetreten. Insgesamt wird die Stadt Kempten nun vier konkreten Forderungen nachkommen.

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Wasserdienstleistungen bleiben in öffentlicher Hand

Oberbürgermeister Kiechle erklärte dazu: „Die öffentliche Wasserversorgung ist ein nicht-verhandelbares Gut für die Stadt Kempten. Das Allgäu ist unter anderem bekannt für seine hervorragende Trinkwasserqualität und diese wollen wir auch weiterhin bewahren.“

Der Klimaschutz-Masterplan spezifiziert darüber hinaus, wie wirksamer und nachhaltiger Klimaschutz funktionieren kann: Nämlich wenn es gelingt, eine Veränderung im Lebensstil zu erreichen. Zu einer solchen Lebensstiländerung soll auch ein sorgsamer Umgang mit Ressourcen und eine Vermeidung von Abfällen gehören. So zum Beispiel ist es der Fall, wenn Trinkwasser direkt aus dem Hahn und nicht aus Plastik- oder auch Glasflaschen getrunken wird.

Leitungswasser statt abgefülltem Wasser

Blue Communities sollen die Menschen in ihrem Umfeld dazu anregen, wieder mehr Leitungswasser zu trinken. Denn wer lokales, nicht abgefülltes und nicht transportiertes Wasser trinke, schone die Umwelt. Denn die Bereitstellung von Leitungswasser benötige deutlich weniger Energie als die Bereitstellung von Mineralwasser.

Im Kemptener Rathaus wird deswegen ein Trinkwasserspender installiert, wie es ihn in zahlreichen städtischen Verwaltungsgebäuden für Mitarbeiter bereits gibt. Zudem startet das Kemptener Kommunalunternehmen eigens die Kampagne „TRINK Allgäuer Leitungs-WASSER“. Diese bildet den Auftakt zu weiteren Aktionen des KKU und der Stadt Kempten rund um das Thema „Trinkwasser“. Damit sollen die Bürger auf ansprechende Art und Weise über die Vorteile des Leitungswassers informiert werden.  

Pflege von Beziehungen mit internationalen Partnern

Der Zweckverband Fernwasserversorgung Oberes Allgäu (FWOA) unterstützt seit 15 Jahren Projekte des Vereins „Wasser für Senegal“. Dabei geht es um die Finanzierung und Beratung beim Bau von Brunnenanlagen und kleinen Fernwasserversorgunganlagen. Mitarbeiter des FWOA sind regelmäßig zusammen mit Mitgliedern des Vereins vor Ort um bei der konkreten Umsetzung beratend tätig zu werden. 

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