Keime im Trinkwasser

In Gersthofen wird das Trinkwasser seit heute gechlort

Die Maßnahme für das Trinkwasser im Versorgungsgebiet ist nun gestartet.  Das Leitungswasser in Gersthofen muss zunächst weiter abgekocht werden.

Seit mehreren Monaten sollen die Bewohner in Gersthofen kein Leitungswasser verwenden, ohne es vorher abzukochen. Denn das Trinkwasser ist mit coliformen Keimen belastet. Im Zusammenhang mit dem Trinkwasserstörfall im Versorgungsbereich Gersthofen läuft seit diesem Montag die sogenannte Sicherheitschlorung an. Diese hat das Staatliche Gesundheitsamt im Landratsamt Augsburg angeordnet. Die Maßnahme dient dem vorsorglichen Gesundheitsschutz der Bürger im betroffenen Gebiet. Es werde an verschiedenen Stellen mit der Chlorung begonnen, an diversen Messstellen dreimal täglich den Chlorgehalt gemessen und die Dosierung entsprechend angepasst.

Abkochanordnung besteht weiterhin

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Das Gesundheitsamt weist nun darauf hin, dass die am 23. August ausgesprochene Abkochanordnung weiterhin besteht. Erst wenn im gesamten Versorgungsbereich der Stadt Gersthofen über mehrere Tage eine wirksame Chlorkonzentration vorhanden ist, kann die Anordnung aufgehoben werden. Bis zur Aufhebung der sogenannten Abkochanordnung durch das Gesundheitsamt muss das Wasser nun weiterhin abgekocht werden.

Desinfektion durch Chlor

Die Trinkwasserdesinfektion durch Chlor ist ein in Deutschland vom Umweltbundesamt geprüftes und zugelassenes Verfahren. Bei den in Deutschland zugelassenen Chlorkonzentrationen besteht keine Gesundheitsgefährdung. In einer geringen Dosierung, wie sie am Ausgang der Wasserwerke oder im Rohrnetz erfolgt, sei Chlor für die Gesundheit vollkommen unbedenklich. Das Wasser weist durch die Chlorungsmaßnahme erneut Trinkwasserqualität auf.

Bürgermeister Wörle gibt persönlichen Statusbericht

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„Das Abkochen des Wassers sollte den Bürgern nicht über einen noch längeren Zeitraum zugemutet werden“, erklärt Bürgermeister Michael Wörle bereits im August diesen Jahres. „Im Zuge der Maßnahmen werden die Stadtwerke in den nächsten Wochen unter anderem die Bürger und Unternehmen anschreiben. Wir sind hier auf die Mithilfe der einzelnen Beteiligten angewiesen“, so Wörle weiter. Für Bürger gebe es auch einen persönlichen Statusbericht zum Stand der Trinkwasserversorgung in Gersthofen.

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