
Holen Sie sich B4BSCHWABEN.de auf Ihr Smartphone.
Klicken Sie auf das Symbol zum „Teilen” in der Toolbar von Safari. Finden Sie die Option „Zum Home-Bildschirm”. Mit einem Klick auf „Hinzufügen” ist die Installation abgeschlossen! Schon ist die Website als App auf Ihrem iOS-Gerät installiert.
Das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung der Allgäuer Supermarktkette Feneberg ist zum 1. April gestartet. Es geht um die Zukunft von rund 3.000 Mitarbeitenden und 72 Filialen. Während des Insolvenzverfahrens läuft der Betrieb der Filialen und Tankstellen uneingeschränkt weiter. „Sämtliche Lieferanten beliefern uns nach wie vor uneingeschränkt weiter, alle Filialen sind für unsere Kunden geöffnet und der Geschäftsbetrieb geht in vollem Umfang weiter“, sagt Stephan Leibold, Sanierungsgeschäftsführer von Feneberg.
Die Kanzlei Grub Brugger berät das Unternehmen im Insolvenzverfahren. Im Januar hatte Feneberg ein Schutzschirmverfahren beantragt.
Damals wurde laut der Kanzlei Grub Brugger auch die Suche nach Investoren gestartet. „Im Rahmen dieses Verfahrens haben zahlreiche Interessenten eine Übernahme oder Beteiligung an der Feneberg Lebensmittel GmbH geprüft“, heißt es in einer Pressemitteilung. Laut einem Bericht des BR sind hier auch Rewe und Edeka im Gespräch. Feneberg ist bereits Handelspartnerin von Edeka. Laut Grub Brugger laufen Gespräche mit den meistbietenden Investoren.
Lesen Sie hier:Insolvenzen bleiben hoch: Experte warnt Mittelstand und gibt Ausblick
In den nächsten vier bis sechs Wochen will Feneberg eine tragfähige und zukunftsorientierte Lösung haben. Der Fokus liege darauf, die Filialen zu erhalten und so viele Arbeitsplätze wie möglich zu sichern. „Unser Ziel ist es weiterhin, um jeden Arbeitsplatz zu kämpfen“, sagt Geschäftsführerin Amelie Feneberg.
Laut Leibold hat Feneberg 200 Millionen Euro Schulden und Rückstellungen sowie ein negatives Eigenkapital von rund 70 Millionen Euro. Hauptgründe für die Insolvenz sind hohe Pensionsverpflichtungen, strukturelle Defizite im Filialnetz und Verluste. Auch die Insolvenz der ehemaligen Tochtergesellschaft Allgäu Fresh Foods wirke nach. Allgäu Fresh Foods konnte Anfang des Jahres erfolgreich saniert werden und wurde vom Investor Kupfer Holding SE aus Heilsbronn (Kreis Ansbach) übernommen. Feneberg halt keine Anteile mehr an Allgäu Fresh Foods, jedoch Mitglieder der Familie Feneberg.
Bereits zwischen 2019 und 2024 hatte sich Feneberg mit Hilfe von Edeka Südbayern restrukturiert. Laut Leibold war die Restrukturierung nicht erfolgreich, weil wesentliche Schwächen und Prozesse im Unternehmen nicht konsequent angegangen bzw. verändert wurden. „Es wurde zwar Geld in die Firma gegeben, dies ist aber längst wieder verbraucht“, so Leibold weiter. Er hofft jetzt auf eine nachhaltige Sanierung von Feneberg.