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Allgäu Fresh Foods: Insolvenz abgewendet, Investitionen geplant
Sanierung

Allgäu Fresh Foods: Insolvenz abgewendet, Investitionen geplant

Symbolbild. Für Allgäu Fresh Foods, Hersteller von Fleisch- und Wurstwaren, geht es weiter. Foto: Adobe Stock/ SteffCunha
Symbolbild. Für Allgäu Fresh Foods, Hersteller von Fleisch- und Wurstwaren, geht es weiter. Foto: Adobe Stock/ SteffCunha

Allgäu Fresh Foods aus Kempten wurde erfolgreich saniert. Am 28. Februar wird das Insolvenzverfahren eingestellt. Auf den Standort in Kempten kommen Veränderungen zu.

Die Allgäu Fresh Foods GmbH & Co. KG ist erfolgreich saniert worden. Der Investor, Kupfer Holding SE, hat Pläne für den Standort in Kempten. Die bisherige Gesellschafterin, die Feneberg Lebensmittel GmbH, hält keine Anteile mehr an dem Unternehmen.

Durch Überkapazitäten und einzelne verlustträchtige Aufträge war Allgäu Fresh Foods in Schieflage geraten. Im April 2025 hatte das Unternehmen beim Amtsgericht Kempten ein Schutzschirmverfahren beantragt, im August wurde dann das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung eröffnet.

Investor steigt bei Allgäu Fresh Foods ein

Das Metzgerei-Unternehmen Allgäu Fresh Foods war eine Tochtergesellschaft der Feneberg Lebensmittel GmbH und gehört jetzt zur Kupfer Holding SE aus Heilsbronn (Kreis Ansbach). Kupfer hat zum Jahresende 51 Prozent der Anteile an Allgäu Fresh Foods übernommen. Mitglieder der Familie Feneberg haben die übrigen 49 Prozent der Anteile an Allgäu Fresh Foods übernommen.

Allgäu Fresh Foods schließt Standort

Neuer Geschäftsführer ist Maximilian Kupfer, Vorstand der Kupfer Holding. Er investiert in den Standort Kempten, welcher der strategische Hauptstandort von Allgäu Fresh Foods bleiben solle. Dafür wird die Produktion dort von einer bislang kleineren Manufaktur zu einer industriellen Produktion ausgebaut. „Ziel ist es, Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig zu stärken“, teilt Geschäftsführer Kupfer auf Anfrage mit.

Für den Standort in Schopfloch (Kreis Esslingen) bedeutet dies das Ende: Er wird zum 30. Juni 2026 geschlossen, die Produktion wird nach Kempten verlagert. „Künftig wird das Unternehmen damit an einem zentralen Standort gebündelt“, so Kupfer weiter.

Inhaltlich bleibe die Ausrichtung des Unternehmens klar. „Die Allgäu Fresh Foods wird weiterhin regionale Produkte aus dem Allgäu forcieren und die eigene Vertragslandwirtschaft im Bio-Bereich mit Rind, Schwein und Geflügel stärken“, sagt Kupfer. Das Segment Convenience-Produkte werde perspektivisch weiter ausgebaut.

Sicherung der Arbeitsplätze

Die neuen Gesellschafter stellen laut der beratenden Kanzlei Grub-Brugger zusammen fünf Millionen Euro bereit. Dadurch seien die Durchfinanzierung des Geschäftsmodells sowie die Erfüllung der Planquoten und Restrukturierungsinvestitionen gewährleistet.

Teil des Insolvenzplans ist, dass die rund 360 Mitarbeitenden weiter beschäftigt und die Arbeitsplätze dauerhaft gesichert werden. Kupfer teilt auf Anfrage mit, dass wegen neuer Aufträge aus dem Lebensmittelhandel in den kommenden Wochen zusätzliche Mitarbeitende in der Produktion eingestellt werden.

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