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Hochschule Kempten ist regionaler Wachstumstreiber seit 40 Jahren
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Im Interview

Hochschule Kempten ist regionaler Wachstumstreiber seit 40 Jahren

 Der Präsident der Hochschule Kempten,Prof. Dr. Robert F. Schmidt. Foto: Hochschule Kempten

Die Hochschule Kempten feiert dieses Jahr ihr 40-Jähriges Bestehen. Im Interview erklärt Präsident Prof. Dr. Robert F. Schmidt, wie wichtig die Allgäuer Unternehmen für die Hochschule sind und wie die regionale Wirtschaft von der Institution profitiert.

B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN: Was sind die größten Meilensteine der Hochschule Kempten in den letzten  40 Jahren? 

Prof. Dr. Robert F. Schmidt: In vier Jahrzehnten gibt es viele Meilensteine, die eine Erwähnung verdient haben. Alle aufzuführen, würde aber den Rahmen sprengen. Zu den wichtigsten zählen, auf jeden Fall die Gründung des Forschungszentrums Allgäu im Jahr 2007 und damit verbunden, ein neues Profil als Hochschule für angewandte Wissenschaften mit Lehre, angewandter Forschung und Weiterbildung. 2012 fiel der Startschuss für die Technologiezentren in Kempten, Memmingen und Kaufbeuren. Ein weiteres bedeutendes Ereignis war 2016, als wir das Studienfeld Gesundheit und Generationen eingeführt haben. Im selben Jahr weihten wir das Kompetenzzentrum für angewandte Forschung in der Lebensmittel- und Verpackungstechnologie (KLEVERTEC) gemeinsam mit Fraunhofer IVV ein. Zudem wurde das Hochschulzentrum Memmingen im Rahmen der Initiative „Digital und Regional“ eröffnet.

Wie viele Studenten haben in der 40-jährigen Geschichte ihren Abschluss an der HS Kempten gemacht? 

Die Absolventenzahl vom ersten Jahrgang 1982 bis heute beläuft sich auf rund 15.000.  

Mit welchen regionalen Unternehmen arbeiten Sie zusammen?  

Die Hochschule pflegt Beziehungen zu einer großen Zahl von Unternehmen in der gesamten Region Allgäu und in den angrenzenden Nachbarregionen. Wir halten Kontakte in alle Branchen: Maschinenbau, Elektrotechnik, Lebensmittel, Tourismus, Bauwesen, Verpackung, Gesundheit, Landwirtschaft sowie in das Handwerk. Besonders eng arbeiten wir mit den Firmen DACHSER SE aus Kempten sowie Continental aus Lindau zusammen. Diese unterstützen uns mit je einer Stiftungsprofessur.

Warum ist die Kooperation mit der Wirtschaft so wichtig für die Hochschule? 

Die Hochschule bildet ihre Studierenden praxisorientiert aus und qualifiziert sie für eine berufliche Tätigkeit in der Wirtschaft. Dabei ist eine enge Kooperation mit Unternehmen in Hinblick auf Praxissemester, Projekt- und Studienarbeiten sehr wichtig. Viele Unternehmen unterstützen die Hochschule, indem sie uns moderne Maschinen beziehungsweise Ausstattungs-Gegenstände zu Verfügung stellen, Patenschaften für Hörsäle übernehmen oder Stipendien für besonders Begabte finanzieren. Darüber hinaus arbeiten wir in vielen Forschungsprojekten mit Allgäuer Unternehmen zusammen. 

Wie prägt die Region das Studienangebot der Hochschule?

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Die Hochschule ist die Allgäuer Institution für akademische Bildung und Technologietransfer. Die wichtigste Voraussetzung zum Erhalt der starken wirtschaftlichen Strukturen sind in jedem Fall hervorragend ausgebildete Fachkräfte. Der Hochschule kommt hierbei eine entscheidende Rolle zu, da wir anhand des Bedarfs der ansässigen Unternehmen ausbilden, weiterbilden und forschen. Die Hochschule ist damit ein starker Motor für das wirtschaftliche, kulturelle und soziale Leben der Region. Mit 145 Professoren sowie 290 Mitarbeitern ist sie zudem ein wichtiger Arbeitgeber. 

Künftig habe Sie auch ein Institut für Fahrerassistenz und vernetzte Mobilität. Wie kam es zu der Entscheidung und zur Standortwahl?  

Die vernetzte Mobilität ist eine entscheidende Herausforderung der Zukunft. Die Hochschule möchte auch hier einen qualitativ hohen Beitrag leisten. Mit dem Aufbau eines eigenen Instituts wollen wir unsere bisherigen Aktivitäten bündeln und intensivieren. Die Standortwahl erfolgte aufgrund der sehr guten Kontakte zwischen der Hochschule und der Firma FAKT-motion GmbH, die am Allgäu Airport Memmingen bereits eine Teststrecke in Betrieb hat. So können Kosten gespart und Synergien genutzt werden.       

Wie muss sich das Studienangebot angesichts der fortschreitenden Digitalisierung in den kommenden Jahren weiterentwickeln? 

Die Digitalisierung spielt bereits heute in unseren Lehrmethoden und inhaltlich in fast allen Studiengängen eine wichtige Rolle. Doch Digitalisierung heißt vor allem auch Vernetzung. Die Anforderungen an Absolventinnen und Absolventen werden immer größer. Unsere Mission lautet deshalb: „Kompetenz durch vernetzte Vielfalt“. Das bedeutet für uns als Hochschule, dass wir neue interdisziplinäre Studienfächer und innovative Lehrformen anbieten müssen.

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