Unsere Familienunternehmen | Teil 7

Geiger: Vom Holzhandel zu einem Dutzend Geschäftsfeldern

Familienunternehmen halten unserer Region über Generationen hinweg die Treue. Was sie erfolgreich gemacht hat und was Bayerisch-Schwaben für sie bedeutet, beantwortet die neue Serie „Unsere Familienunternehmen“. Diesmal: Die in der Baubranche aktive Geiger Unternehmensgruppe aus Oberstdorf.

Pius Geiger ist geschäftsführender Gesellschafter bei der Geiger Unternehmensgruppe. Im Interview verrät er, warum Geiger auch in Zukunft ein Familienunternehmen bleibt – und sich nicht von der Corona-Krise einschüchtern lässt.

B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN: Die Geiger Unternehmensgruppe ist schon seit beinahe 100 Jahren aktiv. Wie hat alles angefangen?

Pius Geiger: Gegründet wurde das Unternehmen 1923 von Wilhelm Geiger in Oberstdorf. Heute wird es in der dritten und vierten Generation geführt. Noch heute befindet sich die Hauptverwaltung der Unternehmensgruppe in Oberstdorf.

Dennoch ist das Unternehmen aber nicht nur hier in der Region aktiv?

Nein, ganz im Gegenteil. Geiger ist auch weit über die Grenzen des Allgäus hinaus aktiv. Zur Unternehmensgruppe gehören inzwischen insgesamt über 50 Standorte. Diese befinden sich über ganz Deutschland verteilt, aber auch in Österreich, der Schweiz, Luxemburg, Frankreich, Italien, Ungarn und Rumänien.

Diese Expansion spricht für einen Wachstumsschub. Wann kam dieser?

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Im Grunde kann man sagen, dass das Unternehmen seit seiner Firmengründung kontinuierlich wächst. Besonders deutlich zu spüren ist der Wachstumsschub aber vor allem in den letzten zehn Jahren. Um sich am Markt breiter aufzustellen, wurde die Geschäftsstruktur durch zahlreiche Firmenzukäufe und Neugründungen stetig erweitert. Dadurch versuchen wir mit unseren Mitarbeitern Marktchancen effektiv zu nutzen.

Die Chancen und Anforderung des Marktes wandeln sich ja stetig. Wie hat sich der Fokus von Geiger seit der Gründung des Familienunternehmens gewandelt?  

Gegründet wurde das Unternehmen als Holzhandel mit Fuhrwerksbetrieb. Im Laufe der Jahre entwickelte sich Geiger dann zu einem Firmenverbund mit mehr als einem Dutzend Geschäftsfeldern. Heute zählt das Unternehmen über 3.000 Mitarbeiter und 50 Standorte im deutschen und europäischen Raum. Es liefert, baut, saniert und entsorgt für Kunden aus den Bereichen Infrastruktur, Immobilien und Umwelt.

Stehen die Chancen deshalb auch gut, dass die kommende Generation auch bei Geiger einsteigt?   

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Diese Tradition wird sich definitiv auch in Zukunft fortsetzen. Seit jeher gibt es bei Geiger eine konsequente und frühzeitige Nachfolgeregelung, mit der man den Generationenübergang innerhalb der Gesellschafter und der Geschäftsleitung, aber auch innerhalb anderer Unternehmensebenen bestmöglich gewährleisten möchte.  

Das Konzept „Familienunternehmen“ setzt sich also durch. Wo liegen Ihrer Meinung nach die Vorteile im Vergleich zu fremdgeführten Unternehmen?

Aus unserer Sicht ist sicherlich ein großer Vorteil, dass für ein Familienunternehmen die langfristige Perspektive entscheidend ist. Das heißt, es wird in Generationen gedacht, nicht in Quartalen. Auch eine starke Unternehmenskultur und eine starke Mitarbeiterbindung sind aus unserer Sicht signifikant für ein familiengeführtes Unternehmen. Der größte Vorteil ist jedoch sicherlich, dass hinter dem Unternehmen eine Eigentümerfamilie steht, die darin ihr Lebenswerk sieht und sich deshalb auch immer dementsprechend dafür einsetzen wird. Für die Mitarbeiter sind unsere schnellen Entscheidungen und die Eigenverantwortung für ihre Arbeit wichtig.

Nun gefährdet aber die Corona-Krise das Lebenswerk vieler Unternehmen. Wie geht Geiger damit um?

Wir haben die Corona-Pandemie von Anfang an sehr ernst genommen. Um Prozesse und interne Entwicklungen jederzeit flexibel und zielgerichtet steuern zu können, haben wir bereits frühzeitig begonnen, entsprechende Maßnahmen zu ergreifen. Dazu zählt zum Beispiel auch ein intern eingerichteter Krisenstab. Hier beobachten und beurteilen wir regelmäßig die aktuelle Lage an den Standorten des Unternehmens und schätzen die Folgen der Entwicklungen ab, um intern entsprechend darauf reagieren zu können.

Konnte Geiger hierfür bereits aus vergangenen Krisen lernen?

In gewisser Weise schon. Wir sind der Meinung, dass jede Krise auch Chancen mit sich bringt, die die man für sich nutzen kann. Schwierige Zeiten gab es auch schon in der Vergangenheit, wie zum Beispiel der anhaltende Rückgang der Baukonjunktur Mitte der 90er Jahre oder die Wirtschaftskrise ab 2007. Auch damals haben wir mit entsprechenden Maßnahmen darauf reagiert und Agilität bewiesen. Denn auch in Krisenzeiten war uns immer wichtig, weiterhin leistungsfähig zu sein und unseren Betrieb uneingeschränkt aufrechtzuhalten.

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Dennoch ist das Unternehmen aber nicht nur hier in der Region aktiv?

Nein, ganz im Gegenteil. Geiger ist auch weit über die Grenzen des Allgäus hinaus aktiv. Zur Unternehmensgruppe gehören inzwischen insgesamt über 50 Standorte. Diese befinden sich über ganz Deutschland verteilt, aber auch in Österreich, der Schweiz, Luxemburg, Frankreich, Italien, Ungarn und Rumänien.

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Die Chancen und Anforderung des Marktes wandeln sich ja stetig. Wie hat sich der Fokus von Geiger seit der Gründung des Familienunternehmens gewandelt?  

Gegründet wurde das Unternehmen als Holzhandel mit Fuhrwerksbetrieb. Im Laufe der Jahre entwickelte sich Geiger dann zu einem Firmenverbund mit mehr als einem Dutzend Geschäftsfeldern. Heute zählt das Unternehmen über 3.000 Mitarbeiter und 50 Standorte im deutschen und europäischen Raum. Es liefert, baut, saniert und entsorgt für Kunden aus den Bereichen Infrastruktur, Immobilien und Umwelt.

Stehen die Chancen deshalb auch gut, dass die kommende Generation auch bei Geiger einsteigt?   

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Das Konzept „Familienunternehmen“ setzt sich also durch. Wo liegen Ihrer Meinung nach die Vorteile im Vergleich zu fremdgeführten Unternehmen?

Aus unserer Sicht ist sicherlich ein großer Vorteil, dass für ein Familienunternehmen die langfristige Perspektive entscheidend ist. Das heißt, es wird in Generationen gedacht, nicht in Quartalen. Auch eine starke Unternehmenskultur und eine starke Mitarbeiterbindung sind aus unserer Sicht signifikant für ein familiengeführtes Unternehmen. Der größte Vorteil ist jedoch sicherlich, dass hinter dem Unternehmen eine Eigentümerfamilie steht, die darin ihr Lebenswerk sieht und sich deshalb auch immer dementsprechend dafür einsetzen wird. Für die Mitarbeiter sind unsere schnellen Entscheidungen und die Eigenverantwortung für ihre Arbeit wichtig.

Nun gefährdet aber die Corona-Krise das Lebenswerk vieler Unternehmen. Wie geht Geiger damit um?

Wir haben die Corona-Pandemie von Anfang an sehr ernst genommen. Um Prozesse und interne Entwicklungen jederzeit flexibel und zielgerichtet steuern zu können, haben wir bereits frühzeitig begonnen, entsprechende Maßnahmen zu ergreifen. Dazu zählt zum Beispiel auch ein intern eingerichteter Krisenstab. Hier beobachten und beurteilen wir regelmäßig die aktuelle Lage an den Standorten des Unternehmens und schätzen die Folgen der Entwicklungen ab, um intern entsprechend darauf reagieren zu können.

Konnte Geiger hierfür bereits aus vergangenen Krisen lernen?

In gewisser Weise schon. Wir sind der Meinung, dass jede Krise auch Chancen mit sich bringt, die die man für sich nutzen kann. Schwierige Zeiten gab es auch schon in der Vergangenheit, wie zum Beispiel der anhaltende Rückgang der Baukonjunktur Mitte der 90er Jahre oder die Wirtschaftskrise ab 2007. Auch damals haben wir mit entsprechenden Maßnahmen darauf reagiert und Agilität bewiesen. Denn auch in Krisenzeiten war uns immer wichtig, weiterhin leistungsfähig zu sein und unseren Betrieb uneingeschränkt aufrechtzuhalten.

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