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egrid & consulting: intelligentes Stromnetz praktisch umgesetzt Allgäuer Überlandwerk (AÜW)
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ALLGÄUER ÜBERLANDWERK GmbH

egrid & consulting: intelligentes Stromnetz praktisch umgesetzt Allgäuer Überlandwerk (AÜW)

 Symbolbild: Das Allgäuer Überlandwerk hat die egrid applications & consulting GmbH ins Leben gerufen, Foto: R. Sturm/pixelio.de

Das Allgäuer Überlandwerk gründete jetzt die die egrid applications & consulting GmbH als Beratungsunternehmen für Energieeffizienz. Das Know-how der Experten basiert auf Erkenntnissen aus dem Bioenergiedorf Wildpoldsried.

Das Allgäuer Überlandwerk (AÜW) hat jetzt die egrid applications & consulting GmbH ins Leben gerufen. Mit dem neuen Dienstleistungsangebot soll der Netzausbau mit minimalen Kosten und maximaler Integration dezentral erzeugter Energie realisiert werden.

Ein Puzzle für die Energie-Integration

Das erfolgreiche Umsetzen der Energiewende steht und fällt mit einer kontinuierlichen und gewissenhaften Integration erneuerbaren Energien. Diese Integration erfordert jedoch ein komplettes Puzzle an Maßnahmen. Denn der Strommarkt ist mittlerweile kaum mehr überschaubar. Vor 15 Jahren beispielsweise speisten noch wenige Hundert Stromerzeuger in die deutschen Netze – künftig werden dies Millionen sein. Immer häufiger werden Energiekonsumenten auch Energieproduzenten. Dies und die schwankenden Einspeisungen erneuerbarer Energien machen intelligente Stromnetze – sogenannte Smart Grids – nötig.

Flexibilität der Stromversorgungsnetze muss ausgebaut werden

„Intelligenz statt Kupfer! Dem effizienten und intelligenten Ausbau der Stromnetze fällt für den Erfolg der Energiewende eine entscheidende Rolle zu“, so der Geschäftsführer der neu gegründeten Beratungsfirma des AÜW egrid applications & consulting GmbH, Bernhard Rindt. Der Energieexperte sieht insbesondere Handlungsbedarf in der Flexibilität der Stromversorgungsnetze. Schon heute erfolgt etwa 93 Prozent der in Deutschland installierten dezentralen Einspeiseleistung in Höhe von 32.389 MWp nicht auf den Stromautobahnen der vier Übertragungsnetzbetreiber, sondern in Verteilnetzen. In der Vergangenheit verursachte der signifikant wachsende Zubau dezentraler Erzeugung hohe Kosten – und auch für die Zukunft werden noch höhere Integrationskosten erwartet.

Kostensenkung als oberste Priorität für die Netzanpassung

In den vergangenen beiden Jahren veröffentlichten die DENA und der BDS Studien zum künftigen Ausbaubedarf in Verteilnetzen. Die Ergebnisse der beiden Studien zeigen bis 2020 einen Investitionsbedarf zwischen 10 und 27 Mrd. Euro auf. Aus diesem Grund ist eines der dringlichsten Themen die Minimierung der Kosten zur Anpassung der Netze auf die neue Infrastrukturaufgabe.

IRENE ermittelt Optimierungs- und Sparpotenzial

„Ein Ergebnis des vom Bundeswirtschaftsministerium geförderten Projektes zur ,Integration regenerativer Energien und Elektromobilität‘ – kurz IRENE – ist, dass bis zu 40 Prozent der Investitionen zur Integration neuer dezentraler Erzeugungseinheiten durch die Optimierung der Auslegungskriterien in der Netzplanung eingespart werden können“, erklärt der Geschäftsführer des neu gegründeten Beratungsunternehmens und Projektleiter des Projektes IRENE, Robert Köberle. An dem Projekt IRENE beteiligten sich neben der Allgäuer Überlandwerk GmbH auch die Siemens AG, die RWTH Aachen und die Hochschule Kempten.

Bioenergiedorf Wildpoldsried ist Zentrum von IRENE

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Im Fokus des Projekts IRENE stand die Gemeinde Wildpoldsried als Untersuchungsgebiet. Als Gemeinde im bayerischen Allgäu mit 2.500 Einwohnern ist Wildpoldsried eines der sogenannten „Bioenergiedörfer“. Damit sind diejenigen Orte gemeint, die schon heute mehr Energie mit Fotovoltaik, Biomasse und Windkraft erzeugen, als sie selbst verbrauchen. Dieser Faktor liegt beim Strompionier Wildpoldsried bei 2,2 zu 1. Mit einer Vielzahl von Mess-Stationen, regelbaren Netzelementen und sogenannten Software-Agenten balanciert ein Smart Grid Erzeugung und Verbrauch aus – und hält das Netz stabil. Bei zu 40 Prozent der Investitionen zur Integration neuer dezentraler Erzeugungseinheiten können durch Optimierung der Auslegungskriterien in der Netzplanung eingespart werden. Somit ist das Stromnetz für die Herausforderungen der Zukunft optimal vorbereitet.

Ein erstes Ziel in Richtung intelligentes Verteilnetz ist gelegt

Aus diesen Resultaten ergibt sich im nächsten Schritt die Fragestellung nach geeigneten Smart Grid-Geschäftsmodellen. Insbesondere die Chancen für regionale und kommunale Energieversorgungsbetreiber mit Schwerpunkt Netz auf der Marktseite stehen dabei im Fokus – beispielsweise durch Angebote der Direktvermarktung von Biogas oder der Entwicklung von marktorientierten Smart-Meter-Produkten mit flexiblen Arbeitspreisen. „Ein erstes Ziel in Richtung intelligentes Verteilnetz ist gelegt. Diesen Erfahrungsschatz bieten wir nun auch Dritten an“, berichtet Rindt.

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