Allgäuer Arbeitsmarkt

Die Arbeitslosenzahl im Allgäu steigt

Zum Jahresauftakt nahm die Arbeitslosigkeit im bayerischen Teil des Allgäus zu. Das sind die Gründe dafür.

„Im Januar ließen verschiedene Faktoren die Zahl arbeitsloser Menschen ansteigen. Zum einen führten gedämpfte konjunkturelle Erwartungen im verarbeitenden Gewerbe zu einer Reihe von Entlassungen. Daneben meldeten sich nach den Feiertagen Anfang Januar Menschen aus Verkaufsberufen, aus dem Logistiksektor und aus Büroberufen arbeitslos. Und schließlich sprachen auch vorwiegend Männer, die zuletzt in Außenberufen tätig waren, bei den Vermittlern vor, weil sie für kurze Zeit beschäftigungslos wurden. Aufgrund der für die Jahreszeit relativ milden Witterung waren das jedoch weniger Kräfte als im Jahr zuvor,“ sagt Maria Amtmann, Leiterin der Agentur für Arbeit Kempten-Memmingen. „Mit steigenden Temperaturen können Menschen im Garten-/Landschaftsbau, in Bauberufen und artverwandten Gewerken in vielen Fällen wieder eine Beschäftigung in dem Betrieb aufnehmen, bei dem sie zuletzt arbeiteten.“

Im Januar waren annähernd 10.600 Menschen bei den Vermittlern der Agentur für Arbeit und in den Jobcentern arbeitslos gemeldet. Das waren 960 Arbeitslose mehr als im Dezember. Der Jahresvergleich zeigt einen Zuwachs um knapp 580 arbeitslose Kräfte. Aktuell erhöhte sich die Arbeitslosenquote auf 2,8 Prozent. Sie lag damit um 0,3 Prozentpunkte über dem Ergebnis des Vormonats. Der Wert aus dem Januar des Vorjahres wurde um 0,1 Prozentpunkte überschritten.

Männer sind stärker betroffen

Im gesamten Agenturbezirk waren gut 210 Frauen und Männer betroffen. Insgesamt nahm die Arbeitslosigkeit bei Männern im Jahresvergleich allerdings nochmals stärker zu als bei Frauen. Während bei Männern ein Zuwachs von 470 Arbeitslosen zu verzeichnen war, erreichte die Zunahme bei Frauen lediglich eine Zahl von etwas mehr als 100 Personen. Das lasse sich darauf zurückführen, dass Männer stärker in konjunkturabhängigen Fertigungsberufen sowie in Außentätigkeiten arbeiten. Frauen seien in stärkerem Maß im Dienstleistungsbereich, in der Erziehung oder Pflege beschäftigt. In diesen Arbeitsbereichen sollen konjunkturelle Einflüsse kaum eine Rolle spielen. Im Januar waren knapp 57 Prozent aller arbeitslosen Menschen männlich.

Zahl der Langzeitarbeitslosen geht zurück

Aktuell zählten knapp 17 Prozent aller arbeitslosen Menschen zum Personenkreis derer, die bereits ein Jahr oder länger in keinem Arbeitsverhältnis standen. Zuletzt waren im Januar knapp 1.800 Frauen und Männer langzeitarbeitslos. Ein Vergleich der letzten fünf Jahre zeigt, dass im Jahresdurchschnitt ein kontinuierlicher Rückgang zu verzeichnen ist. Die insgesamt günstige Entwicklung des Arbeitsmarktes kam auch diesen Menschen zu gute. Der Vergleich der Januardaten 2019 und 2020 bestätigt diese Entwicklung mit einem Rückgang um fast 120 betroffene Menschen.

Stärkster Zuwachs in Memmingen

Im Agenturbezirk erhöhte sich die Arbeitslosenquote auf 2,8 Prozent. Dieser Zuwachs setzte sich im Januar auch in der Mehrzahl der Wirtschaftsräume fort. In den Regionen Mindelheim und Kempten ergab sich im Jahresvergleich lediglich eine leichte Zunahme um 0,1 Prozentpunkte auf 2,6 beziehungsweise 2,7 Prozent. Um 0,2 Prozentpunkt nach oben ging die Quote in den Regionen Memmingen, Lindau, Marktoberdorf und Füssen. Den zahlenmäßig stärksten Zuwachs verzeichnete der Wirtschaftsraum Memmingen mit einem Plus von knapp 200 arbeitslos gemeldeten Menschen.

Demgegenüber blieb die Arbeitslosenquote mit 2,7 Prozent im südlichen Oberallgäu unverändert. Ein stabilisierendes Element bildete hier das Tourismusgewerbe. Stabilität gilt auch für die Region Kaufbeuren, denn hier erreichte die Arbeitslosenquote den Wert von 3,2 Prozent – wie im vergangenen Januar. Spitzenreiter mit der niedrigsten Quote war aktuell der Wirtschaftsraum Marktoberdorf mit einem Ergebnis von 2,3 Prozent.

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Im Januar waren annähernd 10.600 Menschen bei den Vermittlern der Agentur für Arbeit und in den Jobcentern arbeitslos gemeldet. Das waren 960 Arbeitslose mehr als im Dezember. Der Jahresvergleich zeigt einen Zuwachs um knapp 580 arbeitslose Kräfte. Aktuell erhöhte sich die Arbeitslosenquote auf 2,8 Prozent. Sie lag damit um 0,3 Prozentpunkte über dem Ergebnis des Vormonats. Der Wert aus dem Januar des Vorjahres wurde um 0,1 Prozentpunkte überschritten.

Männer sind stärker betroffen

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Demgegenüber blieb die Arbeitslosenquote mit 2,7 Prozent im südlichen Oberallgäu unverändert. Ein stabilisierendes Element bildete hier das Tourismusgewerbe. Stabilität gilt auch für die Region Kaufbeuren, denn hier erreichte die Arbeitslosenquote den Wert von 3,2 Prozent – wie im vergangenen Januar. Spitzenreiter mit der niedrigsten Quote war aktuell der Wirtschaftsraum Marktoberdorf mit einem Ergebnis von 2,3 Prozent.

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