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Der größte in Europa: Sonnen nimmt virtuellen Stromspeicher in Betrieb
Energiewende

Der größte in Europa: Sonnen nimmt virtuellen Stromspeicher in Betrieb

Oliver Koch, CEO der Sonnen GmbH. Foto: Sonnen GmbH
Oliver Koch, CEO der Sonnen GmbH. Foto: Sonnen GmbH

Stromspeicher gewinnen im Zuge der Energiewende immer mehr an Bedeutung. Der größte Europas stammt dabei aus dem Oberallgäu von Sonnen – und er soll noch wachsen.

Der virtuelle Speicher von Sonnen sei im Stande knapp 250 Megawattstunden zu erzeugen. Damit steht dem Stromnetz ein wachsender dezentraler Pufferspeicher zur Verfügung, der Angebot und Nachfrage von Erneuerbaren Energien ausgleichen soll. Mit dem Bau des größten virtuellen Heimspeichers in Europa will Sonnen neue Maßstäbe in der digitalen Vernetzung von Privathaushalten und erneuerbaren Energien setzen. Bereits heute stehen 25.000 Batterien von Sonnen in ganz Deutschland dafür bereit. In Zukunft strebe das Unternehmen eine Speicherkapazität von einer Gigawattstunde an.

Wie hilft das virtuelle Kraftwerk im Energiebereich?

Aktuell stellt Sonnens virtuelles Kraftwerk die Kapazität bereit, um beispielsweise Frequenzschwankungen im Übertragungsnetz auszugleichen oder am Stromhandel an der Börse teilzunehmen. Außerdem kann es den Einspeisezeitpunkt von Solarstrom so verschieben, so dass dies netzverträglich geschehe und die Mittagspitze von PV-Anlagen gespeichert wird, statt das Stromnetz zu belasten. „Die Energiewende darf nicht in den Stromnetzen hängen bleiben. Mit unserem virtuellen Kraftwerk haben wir ein Instrument, um PV-Anlagen, E-Autos oder Wärmepumpen intelligent in unsere Stromnetze zu integrieren. Unser Kraftwerk befindet sich bereits in den Haushalten der Menschen und braucht keinen zusätzlichen Platz“, sagt Oliver Koch, CEO von Sonnen.

Wo der Sonnen-Speicher zum Einsatz kommt

Nachdem sich Sonnens virtuelles Kraftwerk im Übertragungsnetz bewährt habe und dort die hohen Anforderungen der Primärregelleistung erfülle, könne es auch im Verteilnetz Dienstleistungen für die Netzstabilisierung dienen. Dort sollen bereits heute Engpässe durch neue PV-Anlagen, E-Autos und Wärmepumpen drohen. Im Verteilnetz fehlen jedoch noch Marktmechanismen und die entsprechende Regulatorik, um das virtuelle Kraftwerk einzusetzen. „Die Ressource Speicher lässt sich erst dann vollständig nutzen, wenn sie intelligent vernetzt ist. Aktuell sind viele Prozesse in den Stromnetzen noch nicht digitalisiert oder entsprechend reguliert, so dass wir das Potenzial unserer Technologie längst nicht ausnutzen. Wir leisten hier jedoch wertvolle Pionierarbeit, z.B. mit unserem eigenen Smart Meter Rollout”, erklärt Koch.  

So beteiligt sich Sonnen international an der Energiewende

Der Vorteil eines dezentralen Speichers sei, dass er nahezu an jedem Ort aktiviert werden kann, in dem es gerade einen Engpass im Stromnetz gibt. Durch die Beteiligung an den Energiemärkten erhalten die Haushalte außerdem Zugang zu einem Markt, der bisher industriellen Anbietern vorbehalten war. Einnahmen im Energiesystem sollen damit stärker in der Breite verteilt werden. Neben Deutschland betreibt Sonnen virtuelle Kraftwerke auch in den USA, Australien und Italien. Damit exportiert das Allgäuer Unternehmen eine Schlüsseltechnologie für die Energiewende weltweit.

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