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Creditreform: Klima im Mittelstand trübt sich
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CREDITREFORM KEMPTEN/ALLGÄU

Creditreform: Klima im Mittelstand trübt sich

 Klimaprognose im Mittelstand. Bild: © alphaspirit - Fotolia.com

Die Creditreform aus Kempten beurteilt die Wirtschaftslage des deutschen Mittelstands weiterhin stabil – prognostiziert jedoch, dass sich das Klima trüben wird.

Die Konjunktur im deutschen Mittelstand beginnt sich abzukühlen. Nur noch 54,0 Prozent der Unternehmen bewerten die Geschäftslage der vergangenen sechs Monate mit „sehr gut“ oder „gut“. Im vergangenen Herbst lag dieser Anteil noch bei 60,5 Prozent. Gleichzeitig hat sich der Anteil der Unternehmen, die von einer „mangelhaften“ oder „ungenügenden“ Lage sprechen, von 2,6 Prozent im Vorjahr auf 3,3 Prozent erhöht. Der Saldo der Geschäftsentwicklung notiert mit plus 50,7 Punkten unter dem Vorjahresstand von plus 57,9 Punkten.

Hinsichtlich der Geschäftserwartungen geben sich die Mittelständler zurückhaltender als im Vorjahr. So vergibt nur noch knapp die Hälfte der Befragten (48,1 Prozent) gute Noten für die zukünftige Geschäftslage. Im vergangenen Herbst war der Mittelstand noch deutlich positiver eingestellt (58,4 Prozent). Der Anteil der Unternehmen, die von einer Verschlechterung der Lage ausgehen, ist von 2,3 auf 4,0 Prozent gestiegen. Damit sinkt der Saldo der erwarteten Geschäftslage innerhalb eines Jahres von plus 56,1 auf plus 44,1 Punkte.

Trübe Perspektiven für die zukünftige Auftrags- und Umsatzlage

Die Auftragseingänge sind im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Konnten im Vorjahr noch 36,6 Prozent der befragten Betriebe ein Auftragsplus vermelden, sind es im Herbst 2012 nur noch 29,6 Prozent. Mit einer abflauenden Auftragslage haben sich auch die Umsätze im Mittelstand rückläufig entwickelt. Nur noch jedes dritte Unternehmen (32,5 Prozent) berichtet von gestiegenen Umsätzen, nachdem dies im vergangenen Herbst noch bei 40,7 Prozent der Unternehmen der Fall war. Und bei fast jedem fünften Unternehmen (18,3 Prozent; Vorjahr: 11,7 Prozent) sind die Umsätze im vergangenen halben Jahr gesunken. Auch für die kommenden Monate ist keine Entspannung hinsichtlich der Umsatzentwicklung abzusehen. Jeder vierte Mittelständler (24,7 Prozent; Vorjahr: 28,7 Prozent) geht von einer steigenden Umsatzentwicklung aus. Mit sinkenden Umsatzeinnahmen rechnen 14,7 Prozent (Vorjahr: 11,3 Prozent). Damit fällt der erwartete Umsatzsaldo von plus 17,4 Prozentpunkten im Vorjahr auf plus 10,0 Prozentpunkte.

Personalkurve zeigt nach unten

Im Zusammenhang mit den verschlechterten Konjunkturindikatoren hat sich auch die Personalsituation im Mittelstand nach unten entwickelt. Nachdem im Herbst 2011 noch 34,2 Prozent der Unternehmen zu Neueinstellungen bereit gewesen sind, ist dies aktuell nur noch bei 26,7 Prozent der Befragten der Fall. Entsprechend hat sich der Anteil der Unternehmen, die ihren Personalbestand verkleinert haben, von 7,0 Prozent auf 10,4 Prozent vergrößert. Damit ist der Personalbestand per Saldo gewachsen (plus 16,3 Punkte), allerdings fällt der Beschäftigungsbeitrag des deutschen Mittelstands kleiner aus als im vergangenen Jahr. Auch in den kommenden Monaten wird sich die Personalsituation nicht entspannen. Nur 15,6 Prozent (Vorjahr: 20,6 Prozent) der Betriebe planen, im nächsten halben Jahr neue Mitarbeiter einzustellen. Mit einer Reduktion der Mitarbeiterzahl kalkulieren 7,9 Prozent (Vorjahr: 6,0 Prozent) der Unternehmen.

Ein zentrales Problemfeld der Arbeitsmarktpolitik besteht im akuten Fachkräftemangel, von dem der Mittelstand besonders betroffen ist. Die aktuelle Herbstumfrage bestätigt: 38,6 Prozent der befragten Mittelständler hatten bei der Besetzung offener Fachkräfteposten Probleme. 15,6 Prozent der Unternehmen waren schlichtweg nicht in der Lage, freie Facharbeiterstellen zu besetzen.

Mittelstand weiter investitionsfreudig – Gewinne geben nach

Die Investitionsbereitschaft im deutschen Mittelstand lässt zwar im Vergleich zum Vorjahr (49,1 Prozent) nach, sie befindet sich mit 47,2 Prozent aber immer noch auf einem recht stabilen Niveau.

Ganz im Gegensatz zur Ertragslage: Von gestiegenen Erträgen berichten 23,4 Prozent der befragten Mittelständler – bei einem größeren Anteil (24,8 Prozent) sind die Erträge in den vergangenen Monaten gesunken. Damit fällt der Ertragssaldo mit minus 1,4 Prozentpunkten in den roten Bereich. In den kommenden Monaten zeichnet sich zumindest eine leichte Entspannung der Ertragslage ab. Immerhin rechnen 27,3 Prozent (Vorjahr: 38,8 Prozent) der Unternehmen mit zunehmenden und 22,8 Prozent (Vorjahr: 13,5 Prozent) mit abnehmenden Ertragseinnahmen.

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