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Creditreform
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Creditreform

Creditreform

Die zunehmenden Risiken wie die Euro-Schulden-Krise oder die Turbulenzen auf den internationalen Rohstoffmärkten konnten der Schlagkraft der Unternehmen bislang wenig anhaben.

Die Wachstumsphase hält an, allerdings vermindert sich das Tempo. Das signalisiert der Creditreform Wirtschaftsindikator, der sich auf +11,5 Punkte ermäßigt. Die gute Konjunkturlage verbessert die finanzielle Stabilität der Unternehmen. So gilt die Bundesrepublik als Paradebeispiel für eine erfolgreiche Überwindung der Wirtschaftskrise.

Steigende Investitionsausgaben sorgen für Wachstumsimpulse

Wachstumsprognosen von bis zu drei Prozent beim deutschen BIP stimmen für 2011 optimistisch. Der Wirtschaftsaufschwung dürfte somit bis ins zweite Halbjahr hinein tragen. Der Saldo der Geschäfts-Erwartungen steigt noch einmal von +28,2 auf +40,7 Punkte. Die Teilkomponente Geschäftslage wird durch saisonale Einflüsse belastet und gibt auf +24,0 Punkte nach. Weiter zu nimmt die Investitionstätigkeit. Der Anteil der Firmen, die ein Investitionsvorhaben planen, liegt bei gut 53 Prozent und damit über dem langjährigen Mittelwert (45 Prozent). Viele Unternehmen wollen ihre Kapazitäten erweitern. Noch überwiegen damit positive Wachstumsimpulse.

Wenige Firmen weisen ein Negativmerkmal auf

Die Unternehmen haben ihre Hausaufgaben gemacht, die Eigenfinanzierungskraft gestärkt, Kapitalrücklagen aufgebaut und an Wettbewerbsfähigkeit hinzugewonnen. Entsprechend sinken die Insolvenzrisiken, die mittels des Creditreform Risikoindikators (CRI) gemessen werden. Derzeit kommen auf 10.000 wirtschaftsaktive Unternehmen genau 222 Firmen, die zumindest ein Negativmerkmal aufweisen – etwa erhebliche Zahlungsverzögerungen oder einen Insolvenzantrag. Nachlässiger werden die Unternehmen aber mit dem Bezahlen offener Rechnungen. In den zurückliegenden Monaten erhöhte sich der durchschnittliche Zahlungsverzug auf 12,84 Tage. Der mittlere Bonitätsindex liegt bei 263 Punkten.

Logistik holt auf – Konjunkturdelle im Einzelhandel

Aufgeholt haben in punkto Branchenentwicklung die konsumnahen Dienstleister sowie das Transport- und Logistikgewerbe – allerdings auf immer noch niedrigem Niveau. Einen Rückschritt musste dagegen die Chemiebranche hinnehmen. Saisonbedingt verringerte sich zudem der Branchenindex des Baugewerbes. Auch im Einzelhandel verlief die Konjunkturentwicklung in den ersten drei Monaten des Jahres ruhiger. In der Metall- und Elektrobranche festigt sich hingegen der Aufholprozess.

Zur Methodik:

Zur Einschätzung der konjunkturellen Gesamtsituation berücksichtigt der Creditreform Wirtschaftsindikator Finanzinformationen sowie Daten zur Unternehmens-Stabilität aus der Wirtschaftsdatenbank von Creditreform. Er verknüpft diese dann mit empirischen Befunden aus regelmäßigen Unternehmens-Befragungen. Indikatorwerte über Null zeigen ein wirtschaftliches Wachstum, negative Werte entsprechen einer Stagnations- bzw. Rezessionsphase. Die vier Einzelkomponenten Geschäftsklima, Zahlungsverhalten, Bonität und Insolvenzanfälligkeit werden zu einem Index verdichtet.

Der vollständige Quartalsbericht kann im Internet unter www.creditreform.de kostenlos als PDF heruntergeladen werden. Die nächste Ausgabe erscheint im August 2011.

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