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Corona-Lockdown: Allgäuer Wirtschaft ist besorgt
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Rückschlag

Corona-Lockdown: Allgäuer Wirtschaft ist besorgt

 Markus Brehm, Vorsitzender der IHK-Regionalversammlung Oberallgäu/Kempten. Foto: IHK Schwaben
Markus Brehm, Vorsitzender der IHK-Regionalversammlung Oberallgäu/Kempten. Foto: IHK Schwaben

Wirtschaftsvertreter der IHK Schwaben sehen den neuerlichen „Lockdown Light“ mit Sorge. Was sie sich jetzt von der Politik erwarten.

„Der letzte Woche in Kraft getretene Lockdown ist ein weiterer Rückschlag für die Allgäuer Wirtschaft“, darin sind sich die Vorsitzenden der beiden IHK-Regionalversammlungen Kempten/Oberallgäu und Kaufbeuren/Ostallgäu, Markus Brehm und Peter Leo Dobler einig. Den wirtschaftlichen Erholungskurs der über 31.000 IHK-Mitgliedsunternehmen ihrer beiden Regionen sehen die Vertreter von Produktion, Handel und Dienstleistungen in Gefahr. Die größten Sorgen gelten trotz der angekündigten Corona-Nothilfe dem Tourismus, der Freizeitwirtschaft und der Veranstaltungsbranche.

Konjunkturindex über den Sommer hinweg besser als erwartet

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„Die wirtschaftliche Erholung über den Sommer hinweg, war dagegen besser als zu erwarten war. Die Wirtschaft im Ober- und Ostallgäu sowie in Kempten und Kaufbeuren ist mehrheitlich bemerkenswert gut in den Herbst gestartet. Der IHK-Konjunkturindex ist für das ganze Allgäu um 25 Punkte auf einen Wert von 105 gestiegen – das ist gemeinsam mit dem Wirtschaftsraum Augsburg der höchste Zuwachs in allen schwäbischen Regionen“, erläutert Brehm.

Existenz vieler Unternehmen in Gefahr

Aufgrund des neuen Lockdowns sind die wirtschaftliche Erholung und sogar die Existenz vieler Unternehmen in Gefahr. „Viele Liquiditätsreserven, insbesondere in der Tourismus- und der Veranstaltungsbranche, sind aufgebraucht. Die Betriebe haben viel investiert, um Hygienekonzepte zu entwickeln. Diese Betriebe sind am Limit. Die von den Bundesminister Scholz und Altmaier geplante Wirtschaftshilfe muss nun wie von der Bundespolitik versprochen schnell und unbürokratisch ausbezahlt werden“, mahnt Dobler daher an.

Staatliche Leistungen seien keine langfristige Lösung

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Langfristig allerdings, darin stimmen Brehm und Dobler überein, können staatliche Leistungen nicht die Lösung sein, ebenso wie die wiederkehrenden Beschränkungen des öffentlichen Lebens: „Die Kunden stimmen mit den Füßen ab, wie ein Blick in unsere oftmals leeren Innenstädte zeigt. Obwohl nicht direkt von den Beschränkungen betroffen, leidet auch der stationäre Einzelhandel massiv unter dem November-Lockdown. Umso mehr bleibt die Hoffnung, dass das für den Einzelhandel so wichtige Weihnachtsgeschäft für einen Ausgleich der jetzt fehlenden Umsätze sorgt.“

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