Lockdown light

Augsburger Einzelhandel leidet unter fehlender Kauflaune

Die Corona-Pandemie schadet erneut dem Einzelhandel. Geschäfte im Wirtschaftsraum Augsburg leiden aktuell unter der nicht vorhandenen Kauflaune der Bürger.

Viele der fast 8.500 Einzelhändler im Wirtschaftsraum Augsburg trifft der neuerliche Lockdown ähnlich hart wie im Frühjahr. Die Händler müssen im Unterschied zum ersten Lockdown ihre Geschäfte zwar nicht schließen, die Kassen bleiben dennoch leer. „Die Kunden meiden die Innenstädte. Wenn sie es doch nach Augsburg, Aichach oder Schwabmünchen zieht, dann sind sie nicht in Kauflaune“, stellt Marcus Vorwohlt, Vorstandsmitglied der IHK-Regionalversammlung Augsburg-Stadt und Geschäftsführer der Textilhaus Rübsamen GmbH, fest. Für viele Einzelhändler bleibt nur die Hoffnung auf ein gutes Weihnachtsgeschäft oder auf neue Hilfe vom Staat.

Unplanbarkeit der Corona-Krise als größtes wirtschaftliches Risiko

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Peter Schöffel, Geschäftsführer der Schöffel Sportbekleidung GmbH und Mitglied der IHK-Regionalversammlung Augsburg-Land: „Der überwiegende Teil unserer Einzelhändler zeigte sich noch Ende September davon überzeugt, dass das Schlimmste überstanden ist. Was dann kam, waren steigende Inzidenzzahlen, der zweite Lockdown und leere Geschäfte. Die Unplanbarkeit der Corona-Krise ist das größte wirtschaftliche Risiko für die Unternehmen.“

Die Kosten laufen weiter, die Umsätze bleiben aus

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Gerade in innerstädtischen Lagen, in den normalerweise stark besuchten Fußgängerzonen, treffen den Einzelhandel neben Ausgaben für Waren und Personal hohe laufende Kosten: von der Miete bis hin zu kommunalen Gebühren und Abgaben. „Diese Kosten laufen fast ausnahmslos weiter, während die Einnahmen seit Beginn des November-Lockdowns bei vielen Sortimenten außerhalb des täglichen Bedarfs stark gesunken sind. Die Schließung der Gastronomie hat das innerstädtische Einkaufserlebnis deutlich verschlechtert“, sagt Marcus Vorwohlt.

Die IHK informiert und berät ihre Mitgliedsunternehmen

Die größte Herausforderung sei es für den Handel aktuell, sichtbar und mit den Kunden in Kontakt zu bleiben. Selbst diejenigen Händler, die nicht online verkaufen, müssen digital wahrgenommen werden und über die richtigen sozialen Netzwerke mit den Kunden kommunizieren. Der stationäre Einzelhandel kann auch in der Corona-Krise mit seinem Service überzeugen – nur muss er dazu unter Umständen andere Kanäle nutzen, etwa Lieferungen nach Hause oder digitale Beratungen. Zu diesen Themen informiert und berät die IHK Schwaben ebenso wie zu Fragen rund um Fördermittel, die Umsetzung der Corona-Beschränkungen oder zur beruflichen Ausbildung.

Hoffnung liegt auf dem Weihnachtsgeschäft

Peter Schöffel abschließend: „Die große Hoffnung des Einzelhandels liegt auf einem baldigen Ende der derzeitigen Beschränkungen und auf einem dann guten Weihnachtsgeschäft. Der innerstädtische Einzelhandel kann mit einer attraktiven Produktpalette, gutem Service und fachkundiger Beratung punkten. Man muss ihn nur lassen.“

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