Arbeitsmarkt im Mai

Arbeitslosigkeit im Allgäu wegen Corona weiterhin hoch

Das Corona-Virus hat auch im Mai die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt in Kempten-Memmingen geprägt. Normalerweise ging in den Frühjahrsmonaten über viele Jahre die Arbeitslosigkeit aufgrund positiver saisonaler Einflüsse zurück. Dieses Jahr nicht.

Im Vergleich zum April nahm die Zahl der arbeitslos gemeldeten Menschen im Agenturbezirk Kempten-Memmingen um 6,5 Prozent auf insgesamt 13.475 Personen zu. Während die Arbeitslosigkeit zwischen März und April um rund 2.700 Menschen zugenommen hatte, fiel der Zuwachs zwischen April und Mai mit 820 Frauen und Männern deutlich geringer aus. Die Arbeitslosenquote erreichte aktuell den Wert von 3,5 Prozent, sie lag damit um 0,2 Prozentpunkte über dem Ergebnis des Vormonats. Im Mai des vergangenen Jahres lag die Quote mit 2,3 Prozent deutlich niedriger.

Beschäftigungsverhältnisse wurden stabilisiert


„Trotz erster Erleichterungen hat das Corona-Virus auch im Mai den Arbeitsmarkt weiter stark beeinträchtigt. Mit raschen Zahlungen von Kurzarbeitergeld haben wir zahlreiche Beschäftigungsverhältnisse in vielen Betrieben stabilisiert. Bis Ende Mai hat die Agentur für Arbeit mehr als 39 Millionen Euro Kurzarbeitergeld an Betriebe im Allgäu gezahlt“, sagt Maria Amtmann, Leiterin der Agentur für Arbeit Kempten-Memmingen. „Lockerungen in verschiedenen Branchen haben in den letzten Tagen zu Arbeitsaufnahmen geführt. Auch konnten manche Betriebe den Umfang ihrer betrieblichen Einschränkungen bereits reduzieren.“

Beträchtlicher Abstand zum Mai 2019

Nach einer Erwerbstätigkeit haben sich im Mai gut 1.720 Frauen und Männer neu arbeitslos gemeldet. Das waren 1.440 weniger als im April. Seinerzeit wurden im unmittelbaren zeitlichen Zusammenhang mit dem Corona-Lockdown deutlich mehr Menschen entlassen. Insgesamt ist der Abstand zum Mai des Vorjahres beträchtlich. Seinerzeit waren circa 4.650 Menschen weniger arbeitslos gemeldet. Und dennoch herrschte auf dem Arbeitsmarkt kein Stillstand. Vielmehr nahmen im Mai auch 955 Kräfte eine neue Beschäftigung auf und konnten dadurch ihre Arbeits-losigkeit wieder beenden.

Betriebe stehen zur Ausbildung


Bis Mai haben sich 3.450 Bewerber für eine Ausbildungsstelle an die Berufsberatung der Agentur für Arbeit gewandt. Im selben Zeitraum stellten Unternehmen 5.543 Ausbildungsstellen zur Verfügung. Aus Sicht der Jugendlichen ist die Lage am Ausbildungsmarkt damit gut. Die 1.400 Bewerber, die derzeit noch keine Ausbildung oder eine Alternative gefunden haben, können aus gut 2.700 unbesetzten Lehrstellen wählen. Rein rechnerisch stehen jedem unversorgten Bewerber knapp zwei unbesetzte Ausbildungsstellen gegenüber. Die Corona-Krise scheint auf dem Ausbildungsmarkt – im Moment zumindest – nur sehr begrenzte Auswirkungen zu haben.

Ausblick auf die kommende Zeit

Auch nach den bisher eingeräumten Lockerungen bleiben in Wirtschaft und Gesellschaft Unsicherheiten bezüglich der weiteren Entwicklung der Pandemie bestehen. Dies beeinflusst auch das Geschehen auf dem Arbeitsmarkt in den kommenden Wochen und Monaten.

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